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  • Salem: Zwischen Geisterschmarrn und Zukunftsmusik

    Von    |   9. Oktober 2010   |   1 Kommentar

    Während zweier Jahre rankten sich Mythen um die Hexenmeister eines neuen Soundgemischs. Mit dem ersten Album der mutmasslichen Erfinder macht sich aber auf dem Blocksberg etwas Ernüchterung breit: Alles Geisterschmarrn oder doch Zukunftsmusik?

    Jüngst hat Frau Wyss das neuste musikalische Rumpelstilzchen und langsam in Mode kommende Untergrund-Phänomen treffendst beschrieben. Vereinzelte, unter WitchHouse und Drag und allerlei anderen Wortspielereien zusammengefasste im Netz herumgeisternde Songs und keine Infos ausser okkulten EP-Covers entfachten Feuer in der Gerüchteküche und spalteten die Lager: Für die einen ist es ein charakterloser Mash-up abgedroschener Stile, andere prophezeien die Geburt der das Zeitbild am adäquatesten widerspiegelnden Zukunftsmusik.

    Nach den EP’s „Yes I Smoke Crack“ und „Water“ zeigen die vermeintlichen Gründer des schleierhaften Genres mit dem 11-Song-Longplayer „King Night“ erstmalig etwas länger Gesicht. Die Platte bleibt eine Ode an die Walpurgisnacht, doch der mystische Nebel hat sich gelichtet und das Geisterhafte verzerrte Kontur gewonnen. Das Trio hinter Salem (John Holland, Heather Marlatt und Jack Donoghue aus Michigan) zelebriert zwar weiter düstere, pastorale Electro-HipPop-Opern im Dubstep-Tempo, doch auf dem Blocksberg ist der Morgen angebrochen und die Reihen eines ausgelassenen Hexenfests haben sich gelichtet.

    Dem Druck der Bässe und den nebelhaft gen Himmel strebenden Melodien ist kaum zu widerstehen, über Donoghue’s vereinzelte, sedierte Rap-Einlagen (‚Sick‘, ‚Trapdoor‘, ‚Tair‘) lässt sich aber streiten; einerseits zerstören sie die geisterhafte Atmosphäre mit überflüssiger menschlicher Präsenz (im Stile der meisten MC’s), andererseits sind sie nicht viel schlimmer als die überraschend freundliche Grundstimmung.

    Leicht verhexende Musik, die trotz gewisser Eintönigkeit und Ernüchterung Lust auf Ähnliches macht, wobei man von verwandten Formationen auf atmosphärischer Ebene durchaus noch mehr erwarten darf.

    Salem – King Night
    [audio:http://thefader.cachefly.net/salem-king-night.mp3]

    Salem – Frost
    [audio:http://thefader.cachefly.net/salem-frost.mp3]

    Salem – Asia
    [audio:http://thefader.cachefly.net/salem-asia.mp3]

    Salem – Asia (oOoOO Remix)
    [audio:http://thefader.cachefly.net/salem-asia-ooooo-remix.mp3]

    (Foto: Bea Fremderman)

    Eine Reaktion

    1. #1 Der Alte Gode

      11:04 Uhr, 5.6.2012, Link

      Also ich persönlich schätze den Okkultismus!

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