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  • Coverart: Primal Scream – Screamadelica (bewusstseinserweiternd)

    Von    |   28. September 2010   |   0 Kommentare

    „Die mit dem Sünneli“ nannten wir sie und sie machte uns higher und higher. „Screamadelica“ war (und bleibt) eine Offenbarung, musikalisch als auch visuell.

    Mit dem dritten Album kam der Durchbruch – und den hatten Primal Scream nicht zuletzt Alan McGee zu verdanken. Ende der Achtziger hatte der Gründer des britischen Independent-Labels Creation Records die Band mit Acid House angefixt und schon bald sollten sich die trippigen Rave-Sounds der Szene und die dort eifrig herumgereichten psychoaktiven Substanzen auch in der Musik der Schotten breitmachen.

    „Screamadelica“ schlug die Brücke zwischen Vergangenem und Zukünftigem, vereinte Sixties-Rock mit Rave und bereitete selbst den coolsten Typen spitzbübische Freude. An den Reglern waren u.a. DJ Andrew Weatherall und The Orb’s Alex Paterson um die mal treibende, mal driftende Qualität der Platte besorgt, verliehen dem House Tiefe und holten den Gospel mit Dub runter.

    Als im Juli 1991 die Plattenaufnahmen im Kasten waren, wünschte sich Frontmann Bobby Gillespie ein Bandfoto mit allerlei sexy Beigemüse aufs Cover. Abermals bewies McGee ein stilsicheres Händchen und beauftragte stattdessen Paul Cannell, dessen Bilder bereits einige Creation-Singles zierten, mit dem Artwork.

    Mit herkömmlicher Bastelfarbe und Karosseriespachtel schuf der Künstler daraufhin das, was künftig zu Primal Screams Trademark werden sollte und in der Fantasie der Fans mit unzähligen Übernamen belegt wurde: „Psychedelic fried eggs“, „day-glo sunburst“ oder eben – „s’Sünneli“. Ohne je einen Ton des Albums gehört zu haben, entwirft Cannell anhand der Songtitel quasi intuitiv ein Meisterwerk und bringt damit nicht nur den Sound der Band sondern die gesamten frühen Neunziger visuell auf den Punkt.

    „Screamadelica“ ist eines von zehn Albumcovern, das Anfang 2010 von der britischen Royal Mail als Briefmarken-Sonderedition veröffentlicht wurde. Gemäss Bobby Gillespie hätte sich Cannell, der sich 2005 das Leben nahm, ob dem späten königlichen Ritterschlag schiefgelacht: „Paul was an anarchist. He would definitely have got the humour of the Queen’s head now being on top of his work.

    Primal Scream – Higher Than The Sun

    Künstler: Primal Scream
    Album: Screamadelica
    Label: Creation Records
    Jahr: 1991
    Design by: Paul Cannell

    In der Serie Coverart stellen wir jeden Montag ein Plattencover vor, das besonders sehenswert ist.

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