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  • Listener macht mit Sprechgesang von sich hören

    Von    |   20. Juli 2010   |   0 Kommentare

    Dan Smith aus Arkansas macht unter dem Namen Listener „Talk Music“, schreibt Songs über das Leben und verleiht ihnen eine Stimme, die den ganz grossen Auftritt sucht.

    Würde er seine Auftritte auf dem Flyer mit den Worten „Spoken Word“ ankündigen, kämen nur die einen, lüde er zum gepflegten Singer/Songwriter-Abend, wärens nur die anderen. Doch Dan Smith und seine Songs schreien nach ungeteilter Aufmerksamkeit und so preist er – in der Hoffnung auf ein breites Publikum – sein Können mit dem Label „Talk Music“ an.

    Sprechgesang ist Smiths Paradedisziplin und seinen Hip-Hop-Background setzt er auf den ersten Listener-Releases denn auch gekonnt in Szene. Wer nun allerdings erwartet, auf dem aktuellen Album „Wooden Heart“ geschliffene Phrasen zu hören, die sich ganz dem Flow des Sounds verschreiben, der wird enttäuscht. Über die Jahre haben Smiths Raps an Ryhme verloren, inhaltlich an Gewicht zugelegt und sind nunmehr nur keine leichte Kost.

    Was Listener auf „Wooden Heart“ mit Dringlichkeit und feurigem Eifer predigt, liegt den Songs schwer auf. Ganz egal, wie versöhnlich sich die Melodie gibt, wie geschmeidig sich Mitmusiker Christin Nelson auf dem Griffbrett seiner Gitarre bewegt, die Lyrics bleiben sperrig und stellen sich quer. Hier soll keiner abtauchen, im Sound schwelgen, sich wegtragen lassen. Smith will gehört werden, seine Worte fordern vollste Konzentration, ein offenes Ohr, eine Bühne, auf der nur sie spielen.

    In holprigen Sätzen trägt Listener seine Poesie vor, lamentiert über sich und über uns, über Menschen, die mit Fehlern behaftet sind und doch jeden Tag nach Vollkommenheit streben, über Einsamkeit, Gemeinsamkeit, Zukunft und Vergangenheit, über „nonsense and existence„:

    „and my hopes are weapons that I’m still learning how to use right
    but they’re heavy and I’m awkward…always running out of fight
    so I’ve carved a wooden heart, put it in this sinking ship
    hoping it would help me float for just a few more weeks
    because I am made out of shipwrecks, every twisted beam
    lost and found like you and me all scattered out on the sea
    so come on let’s wash each other with tears of joy and tears of grief
    and fold our lives like crashing waves and run up on this beach
    come on and sew us together, we’re just some tattered rags stained forever
    we only have what we remember “

    (Auszug aus „Wooden Heart“)

    Das Album „Wooden Heart“ ist Anfang Juli erschienen und kann (wie alle Vorgänger) auf Listeners Bandcamp-Seite in voller Länge gestreamt werden. An derselben Stelle lassen sich ausserdem die Lyrics zu den einzelnen Songs einsehen.

    Listener – You Were A House On Fire

    [audio:http://www.thankscaptainobviousmp3.net/content/10%20You%20Were%20A%20House%20On%20Fire.mp3]

    Listener – Wooden Heart

    [audio:http://www.thankscaptainobviousmp3.net/content/04%20Wooden%20Heart.mp3]

    (via)

    „Wooden Heart“ im Stream:

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