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  • Platte der Woche: Trentemøller – Into The Great Wide Yonder

    Von    |   1. Juni 2010   |   3 Kommentare

    Der dänische Electro-Papst Trentemøller bietet auf seinem zweiten Album grosses Kino. Elektronik spielt auf „Into The Great Wide Yonder“ allerdings nur noch die Nebenrolle.

    Die Vorab-Single „Sycamore Feeling“ hat es angedeutet. Trentemøller hat sein neues Album vornehmlich mit analogen Mitteln eingespielt. Statt auf elektronische Beats setzt der DJ und Produzent aus Kopenhagen diesmal auf organisch kultivierten Bombast.

    Ganze vier Jahre hat sich Anders Trentemøller nach seinem Erfolgsdebüt Zeit gelassen. Dass er in der Zwischenzeit den Soundtrack für einen dänischen Thriller geschrieben hat, ist seinem zweiten Album anzuhören. Die Stimmung ist angespannt, die Atmosphäre drückend, die Aura cineastisch.

    „Into The Great Wide Yonder“ ist ein sperriges, dunkles Epos, das nicht so recht in den Frühsommer passen will. Die luftige Tanzbarkeit von „The Last Resort“ ist einer schleppenden Schwere gewichen. Angenommen Ennio Morricone würde ein Post-Rock-Ensemble zusammentrommeln, so ähnlich könnte das klingen. Die Elektronik zementiert das Fundament, auf dem Trentemøller seine düsteren Klangkathedralen errichtet.

    Unheilschwangere Twang-Gitarren, dramatische Streicher und ein wimmerndes Theremin spielen die Hauptrolle in diesem Endzeitwestern. Tumbleweed weht durch die karge Landschaft, über der zu High Noon grollend ein Gewitter aufzieht. Für den melancholischen Gesang sorgen wie schon auf dem Debüt Gastvokalisten. Wie Trentemøller in einem Interview zu Protokoll gab, ist es ein Traum von ihm, einmal mit Hope Sandoval zu arbeiten. „Sycamore Feeling“ klingt als wäre dieser Traum wahr geworden – zu hören ist jedoch nicht die Sängerin von Mazzy Star, sondern Marie Fisker. Zudem ist das dänische Duo Darkness Falls sowie Fyfe Dangerfield von Guillemots mit an Bord.

    Die Minimal-Electro-Gemeinde wird mit dem entschleunigten Trentemøller wenig anfangen können. In der Disco hat die Ambient-Ästhetik dieses Albums einen schweren Stand. Die einzige Uptempo-Nummer „Silver Surfer, Ghost Rider Go!“ ist zugleich auch das überflüssigste dieser zehn Stücke. Der billige Breakbeat weckt unliebsame Erinnerungen an Fat Boy Slim. Die majestätische Grösse der übrigen Songs macht die nicht ganz so starke zweite Hälfte des Albums jedoch allemal wett. Mit „Into The Great Wide Yonder“ pflanzt Trentemøller einen monumentalen Monolithen in die Einöde der Poplandschaft.

    > Albumstream

    „Sycamore Feeling“:


    YouTube Direktlink

    3 Reaktionen

    1. Trentemøller – Into The Great Wide Yonder « bildundwort
    1. #1 fallen angel

      13:43 Uhr, 2.6.2010, Link

      habs schon bei der single geschrieben, ein traumhaftes album. ein album für unters meer oder zum schlafwandeln. ein meisterwerk.

    2. #2 zotto

      09:57 Uhr, 17.3.2011, Link

      hey, weiss jemand, obs von darkness falls schon ein ganzes album gibt? habe nur die EP gefunden. ein feines duo das….

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