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  • kickass lyrics
  • The Black Keys: A whole lotta soul

    Von    |   21. Mai 2010   |   9 Kommentare

    Auf ihrem neuen Album „Brothers“ haben The Black Keys dem Delta Blues eine gehörige Portion Soul eingetrichtert. Das Ergebnis: umwerfend.

    Der abgehalfterte Blues Rock von The Black Keys hat seine Wurzeln in den Kellerräumen des Drummers Patrick Carney, wo die ersten Alben der Band mit Hilfe einfachster Produktionstechnik entstanden sind. Später wurde ein zum Studio ausgebautes Lagerhaus in Brooklyn bezogen und bei den Aufnahmen zu „Attack & Release“, dem fünften Album der Band, ganz auf die Unterstützung des Produzenten Danger Mouse gesetzt, der dem rohen Black Keys-Sound ein wenig Studio-Politur aufgetragen hat.

    Abgesehen vom Track „Tighten Up„, auf dem Danger Mouse noch einmal ran durfte, haben The Black Keys ihre neue Platte wieder ganz in Eigenregie produziert. Aufgenommen wurde „Brothers“ im Muscle Shoals Studio in Alabama, von wo aus so manche Southern Soul-Scheibe die Welt erobert hat. Und so hat auch „Brothers“ eines auf ganz sicher: a whole lotta soul.

    Das wird schon mit dem Album-Opener klar. Auf „Everlasting Light“ empfängt einen Dan Auerbach mit einem zittrigen Falsetto, das ihm überraschend gut steht. Auerbachs Stimme hat deutlich an Facetten gewonnen, greift sich im einen Moment in männlicher Gebärde an die Eier, klimpert im anderen verführerisch mit den Augendeckeln oder fleht angeschlagen um Liebe. Diese stimmliche Variation bringt Abwechslung und verleiht der Platte – eben – eine gehörige Portion Soul. Das Jerry Butler-Cover „Never Gonna Give You Up“ kann ein Lied davon singen.

    Auch sonst geben sich The Black Keys auf „Brothers“ vitaler und experimentierfreudiger denn je. Die Solo-Projekte und die HipHop-Rock-Kollabo unter dem Namen Blakroc haben im für die Band charakteristischen, grobschrötigen Delta Blues deutlich Spuren hinterlassen. Ihr ruppiger Trademark-Sound ist immer noch präsent, kommt auf „Brothers“ aber unwiderstehlich groove-verliebt und lieblich daher. Verspielt locker legen die Brüder im Geiste an Gitarre und Drums Hand an, strolchen Seite an Seite durch die fünfzehn Songs, auf dass Mutti nie zum Essen rufen möge.

    „She’s Long Gone“ erinnert stark an den körnigen Blues alter Tage, wird mit fancy Gitarreneffekten aber locker auf ein neues Level hochgeschraubt. „The Only One“ bedient sich einer mäandernden Orgel, die zusammen mit Auerbachs gepitchter Stimme und zartbesaitetem Gitarrengeklimper einen geradezu hinreissenden Groove entwickelt. Neben dem gelegentlichen Einsatz einer Bassgitarre kommt im Song „Too Afraid To Love“ auch ein Cembalo zum Einsatz, das sich das Duo im Delirium des allabendlichen Runterkommens im Hotelzimmer einfach mal so beim Management bestellt hat:

    “At some point we called our management at three in the morning and left a cryptic voice mail to, like, bring a harpsichord. I don’t even know if Dan realized we’d done that. But the next day our manager showed up from Nashville with the harpsichord and we had both spaced on what had happened.”

    The Black Keys sind sich selbst und ihrem Sound treu geblieben, haben dem Blues auf „Brothers“ die Schwestern Soul und R’n’B zur Seite gestellt und die Welt damit um eine aufgedrehte Brut an Rock-Stompern bereichert. Die Platte, die momentan in voller Länge gestreamt werden kann, ist vor einigen Tagen auf Nonesuch Records erschienen.


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    9 Reaktionen

    1. #1 Andi

      18:20 Uhr, 21.5.2010, Link

      Ganz grosse Klasse!

    2. #2 Andri

      20:16 Uhr, 21.5.2010, Link

      Ganz grosses Tennis!

    3. #3 schoki

      20:22 Uhr, 21.5.2010, Link

      ganz grosses klasse tennis

    4. #4 Andri-Schoki

      22:46 Uhr, 21.5.2010, Link

      Ganz grosse Tennis-Klasse!

    5. #5 Chris

      10:09 Uhr, 22.5.2010, Link

      Grosses ganzes Klasse-Tennis-Kino

    6. #6 raphi

      19:36 Uhr, 22.5.2010, Link

      Glacensauce! Aber wo bleibt das Lob für die ebenso fantastische 78s-Illustration zum Album?

    7. #7 Chris

      02:13 Uhr, 23.5.2010, Link

      mit cooper black wär’s perfekt ;)

    8. #8 Nina

      09:27 Uhr, 23.5.2010, Link

      UNGLAUBLICH! beides, videos und songs.
      the record label says:buy this album.
      and i will.

    9. #9 MQ

      01:20 Uhr, 26.5.2010, Link

      „tighten up“ hatte ursprünglich ein anderes video, was auch sehr schön ist und thematisch zu „next girl“ passt.

      http://www.youtube.com/watch?v=DNXwicxlsvI

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