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  • Platte der Woche: „Germany’s finest Electro-Folk“ aka Bodi Bill – Two In One

    Von    |   11. Mai 2010   |   4 Kommentare

    Für langjährige 78s-Leser sind Bodi Bill keine Unbekannte mehr. Die Electro-Folker haben vor drei Jahren mit ihrem Debüt überrascht. Der verdiente Durchbruch blieb ihnen verwehrt. Nun nehmen sie einen zweiten Anlauf und erwecken die Begeisterung von neuem.

    Bereits drei Jahre ist es her, als Bodi Bill ihr Debüt-Album „No More Wars“ veröffentlicht haben (78s Artikel). Ein Meisterwerk zwischen Electronica und Pop. Ästhetik (Cover-Artwork, Band-Fotos), Rhythmik, Groove, alles wie im Fluss, alles passt beim Sound der Band wunderbar zusammen. Bodi Bill schaffen die Quadratur des Kreises. Sie bewegen sich eigentlich auf Minimal-Electro-Pfaden, kreieren aber eine äusserst warme Atmosphäre, die durch zauberhafte (Post-)Pop- und Folk-Arrangements erfüllt  wird – auch vor Balladen schrecken sie nicht zurück.

    Die musikalische Sozialisation der Band ist Erklärung für diese Mischung. Aufgewachsen sind die drei Mannen von Bodi Bill in der Berliner Underground-Szene als Teil von Post-Rock-Bands, aber auch als Teil der Club- und DJ-Szene. WMF, Berghain, Melt!, das sei Bodi Bills Welt steht in der Band-Biographie.

    Der Zungenschnalzer bleibt bei Bodi Bill nicht aus, vor allem auch weil die Deutschen mit einem stupenden Songwriting glänzen. Wer Zeilen schreibt wie „you don’t like Sonic Youth, so fuck off and die too“ (Willem), der hat die Gunst des Schreibenden sowieso schon für sich gewonnen. Aber auch jenseits von Ironie und Schabernack haben die Deutschen ein Händchen für Exquisites entwickelt. Ihre Live-Shows sind keine normalen Live-Shows, sondern hingebungsvolle und einfach-ehrliche Tanzveranstaltungen mit Tiefgang. Eigentlich unmöglich, aber wahr.

    Am 14. Mai erscheint das neue Album von Bodi Bill, „Two In One“. Wobei „neu“ etwas übertrieben ist, ist doch die Platte eher eine Best-Of aus ihren bisherigen Outputs. Kritikerlieblinge sind sie bereits, die drei Herren aus Berlin. Beim Publikum sind die Avantgardisten aber noch nicht angekommen. Darum unternimmt das Berliner Label Sinnbus Records eine gesamt-europäische Charme-Offensive. Wenn man die Zeilen auf der Sinnbus-Webseite über Bodi Bill liest, dann kann man auch nachvollziehen, wieso sich das Label den Erfolg dieser Band so unbedingt herbeisehnt:

    „Bodi Bill setzen Bezüge zwischen der Samplingphilosophie eines Murcof oder Matthew Herbert, dem Tiefgang der Songs eines Bonnie »Prince« Billy oder Thom Yorke und den aufwühlenden Kompositionen eines Max Bruch oder Alfred Schnittke. Unsere Begeisterung? Grenzenlos.“

    Ob diese beinahe unterwürfige Lobpreisung nun endlich aufs Publikum überschwappt? In der Schweiz, England und Frankreich sind die Bemühungen von Sinnbus Records und Bodi Bill bereits auf Resonanz gestossen. Die Single „I like Holden Caulfield“ läuft in der NME Radio Rotation und auf Radio France. Auch DRS Virus, Toxic FM und 3fach haben die drei Berliner Jungs ins Herz geschlossen und spielen sie auf Heavy Rotation.

    Damit auch 78s-Leser in den Genuss von Bodi Bill kommen, kann „Two In One“ bereits vor dem Release im 78s Soundsystem angehört werden.

    > Bodi Bill sind live zu Gast in der Schweiz: 13. Mai Stall 6, Zürich; 14. Mai Kugl, St. Gallen

    > Bodi Bill „Two In One“ im 78s Soundsystem hören und kaufen

    4 Reaktionen

    1. #1 Marco

      09:02 Uhr, 11.5.2010, Link

      Mit Zeilen wie „vor allem auch weil die Deutschen mit einem glänzenden Songwriting glänzen“ gewinnt man aber nicht unbedingt die Gunst des Lesers :)
      Nein im Ernst, Bodi Bill sind unglaublich toll. Nur noch eines: meines Wissens sind sie zu dritt. Jetzt hör ich auf mit klugscheissen.

    2. #2 alexander

      14:22 Uhr, 11.5.2010, Link

      der artikel unterschlägt ihr zweites album „next time“ aus dem jahr 2008, welches eben mit willem und holden caulfield aufwartet und genau wie das debut sehr zu empfehlen ist… bei two in one handelt es sich dementsprechend nicht erst um den zweiten anlauf. vielen dank für den stream, bei der band selbst findet sich gar kein hinweis auf die veröffentlichung (ist diese also schweiz-exklusiv?).
      und wo wir gerade bei sinnbus sind: es lohnt sich, der wunderbaren band hundreds eine chance zu geben ;)

    3. #3 Mathias Menzl

      19:43 Uhr, 11.5.2010, Link

      @Marco: Ganz Recht hast du: Zu Zeiten von No More Wars waren sie zu zweit, nun sind sie zu dritt (http://www.sinnbus.de/2008_01/content/sr020.php)
      Das Foto ist ebenfalls noch aus alten No More Wars-Zeiten und wird sofort ersetzt.
      Und geglänzt hat der Artikel in der Tat nicht.
      @Alexander: Bei Two In One handelt es sich m.E. um einen offiziellen Sinnbus-Release: http://www.sinnbus.de/2008_01/content/sr034.php

    4. #4 Marco

      23:19 Uhr, 11.5.2010, Link

      Na so schlimm wars nun auch nicht. Es geht ja zuerst um den Inhalt, dann um die Form. Du hast mich immerhin motiviert heute auch noch ihr erstes Album zu kaufen. Dass sie zu Zweit begonnen haben wusste ich nicht.

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