78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Die Bravo ahnte es schon 1977: Leer-Cassetten are killing music

Von    |   15. April 2010   |   5 Kommentare

„Sind Leer-Cassetten der Tod der Schallplatte?“, fragte die Bravo im August 1977. Vieles im Artikel „Hits zum Nulltarif“ erinnert frappant an die aktuelle Filesharing-Diskussion.

History repeats itself. Schon vor 33 Jahren schwante der Musikindustrie Böses. Cliphead hat einen äusserst amüsanten Bravo-Artikel ausgegraben, in dem sich Leser, Musiker, Radiomacher und Plattenbosse zur Problematik des Raubkopierens äussern. Einige Zitat-Kostproben:

„Ich weiss, dass meine Hitparade am Sonntag zu den am meisten mitgeschnittenen Sendungen zählt. Vielleicht deshalb, weil ich in die einzelnen Lieder nicht hereinrede.“ (Frank Elstner, Radio Luxemburg)

„Wenn eine Platte ein Hit ist, wird sie auch gekauft. Ich kann bei mir keinen grossen Umsatzrückgang feststellen.“ (Gitta, Schlagersängerin)

„In gewisser Weise stehlen die Leute, die Songs auf Leer-Cassetten aufnehmen, den Autoren und Künstlern ihr geistiges Eigentum. Andererseits ist es verständlich, dass die Teenies die Chance, mitzuschneiden, nutzen.“
(Ralf Siegel, Jupiter Records)

„In der Bundesrepublik verursachen die Leer-Cassetten für die Schallplatten-Industrie einen Umsatzverlust von mehr als einer Milliarde Mark. Wenn die Umsätze weiter zurückgehen, wird sich das auf das Suchen nach neuen Wegen in der Musik auswirken. Und dieses Experimentieren ist gerade in der Musikszene, die sich in ständiger Entwicklung befindet, sehr wichtig.“
(Friedrich Schmidt, Ariola)

> Den ganzen Artikel gibts hier.