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  • Platte der Woche: Maris – To Date With Fate

    Von    |   13. April 2010   |   0 Kommentare

    Maris aus Zürich spielt unglaublich intelligenten Indie-Pop. Da freut sich sowohl die KV-Angestellte von AXA Winterthur aus Oberägeri, die ausschliesslich DRS 3 hört, genauso wie der hippe Party-Veranstalter aus dem Kreis 5, der nichts auf seinen Plattenspieler lässt, was mehr als fünf Menschen auf der Welt hören. 

    Es war irgendwann im Sommer von vor drei Jahren, als die wunderschönen Kompositionen von Joe Tschudi uns das erste Mal entzückten. Damals handelte es sich noch um eine Demo-Aufnahme, gebrannt auf eine lieblose Plastikscheibe, angeschrieben mit „Joe Tschudi“. Und in den vergangenen drei Jahren fragten wir uns immer wieder, wann werden diese Perlen endlich veröffentlicht?

    Veröffentlicht werden sie Mitte April unter dem Namen  Maris.  Joe Tschudi hat sich in der Zwischenzeit eine kompetente Band gesucht. Gesucht ist wohl etwas übertrieben, denn im Grunde handelt es sich dabei um seine ehemaligen Mitstreiter von ie nongrata, die er seit 15 Jahren kennt und die in der Zwischenzeit vor allem als Zhivago durch die Konzert-Schuppen tuckerten. Unterstützt wird Tschudi ausserdem von seiner Lebenspartnerin Verena Hagmüller. Um den Freundeskreis noch zu komplettieren war der ehemalige Zhivago-Gitarrist Dominik Huber so nett und hat das Cover-Artwork gestaltet.

    Joe Tschudi bringt aber nicht bloss viele Freunde, äusserst gekonntes und intelligentes Songwriting, sondern auch eine interessante Biographie mit. Der ursprünglich aus dem Toggenburg stammende Tschudi lebte drei Jahren in Barcelona, bastelte dort unter mediterranem Einfluss neue Software für eine bessere und farbigere Welt und selbstverständlich auch an neuen Songs. Beim Ostschweizer prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die garstig-kühle Welt der Computerprogramme, auf der anderen Seite die feinfühlige, herzerwärmende und zart besaitete Musik Tschudis. Jede braucht die andere, um sich definieren zu lassen. Und Tschudi bewegt sich in beiden mit traumwandlerischer Sicherheit.

    Tschudis‘ in Eigenregie komponiertes und produziertes Debüt-Album «To Date With Fate» geizt nicht mit süchtig machenden Pop-Balladen. Das Herz blutet, vom Himmel schüttet es wie aus Kübeln, die leicht beschwingte Melancholie der Musik drückt unmittelbar wahrnehmbar auf das Gefühlskleid des Hörers. Dennoch schwebt man von Song zu Song, von Ohrwurm zu Ohrwurm und denkt sich zum Schluss, wie konnte solch ein Talent so  lange verborgen bleiben?

    >  „To Date With Fate“ von Maris erscheint am 16. April auf Bypass Recordings, dem Label des Maris-Schlagzeugers Felix Gremlich.

    > „To Date With Fate“ im 78s Soundsystem anhören

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