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  • Die leise Magie der Lou Rhodes

    Von    |   19. März 2010   |   0 Kommentare

    Dieser Tage veröffentlicht Lamb-Wunderstimme Lou Rhodes bereits das dritte Soloalbum. Ihr bislang intimster Dialog mit Gitarre und Schicksal.

    Mit „Beloved One“ (2006) und „Bloom“ (2007) verabschiedete sich die Britin zunehmend von Lamb’s pompösen Kompositionen und widmete sich solo vermehrt der Komplexität der Gefühle. Aus der glamourösen Kunstfigur ist eine einfache zweifache Mutter mit Gitarre und zurückgezogenem Leben geworden.

    Die musikalisch ausgedrückte Melancholie ist für den selbsternannten Emotions-Junkie alles andere als negativ konnotiert:

    „Wir leben in einer Welt, die sich so auf eine oberflächliche, triviale Art des Glücklich-Seins versteift hat, dass jede Kunstform, die dem nicht genau entspricht, gleich als melancholisch bezeichnet wird. Ich sehe das Ganze eher so, dass ich lieber ein wenig tiefer grabe – sowohl in Freude, als auch in Kummer“.

    Mit dem Selbstmord ihrer Schwester Janey und einer zerbrochenen Beziehung hielt das Leben während der vergangenen zwei Jahre mehr als genug Kummer bereit. Das dritte Soloalbum „One Good Thing“ dokumentiert den schmerzhaften Verarbeitungs- und Wachstumsprozess, ihren freien Fall und den durch wiedergefundenes Vertrauen in die Existenz abgefederten Sturz. Aus dem emotionalen Meltdown erwuchs umso stärkere Zuversicht.

    Noch tiefer und isolierter denn je aber musste ihre geschundene Seele dafür in einen intimen, 11-teiligen Dialog mit Gitarre und Schicksal treten, der im Hintergrund höchstens von ein paar Streichersätzen untermalt wird. Berührend, auch wenn man das Gefühl nicht los wird, dass diese aussergewöhnliche Stimme mehr instrumentale Spannung braucht, um sich vollends zu entfalten. Produziert hat das Werk Lamb-Kollege und Beinah-Bruder Andy Barlow, der nur minimal nachbearbeitete, um zumindest deren Ausdrucksstärke zu bewahren.

    Lou Rhodes findet Trost und Halt nicht in Spiritualität und Religion, sondern in der verborgenen Schönheit auch kleiner, unscheinbarer Dinge: „I do believe there’s more to life than what we allow though – lots of magic we fail to see“. Und ob man sie nun bei Lamb lieber mochte oder solo mit früher mehr oder jetzt weniger instrumentaler Ausstattung: Seit jeher macht ihre Stimme etwas von diesem Magischen hörbar.

    Lou Rhodes – There For The Taking
    [audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2010/03/02thereforthetaking.mp3]

    > „One Good Thing“ erscheint am 19. März via Musikvertrieb und ist der erste Release des unter dem Mutterschiff Ninja Tune von Cinematic Orchestra gegründeten Labels Motion Audio.

    > Lou Rhodes im Mai live in: 5. Hamburg, 6. Berlin, 9. Frankfurt
    11. Zürich (Kaufleuten), 12. Lausanne (Les Docks)


    (Zitat-Quellen: gaesteliste.de, rivvmix.com)

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