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  • Platte der Woche: Frightened Rabbit – The Winter Of Mixed Drinks

    Von    |   2. März 2010   |   0 Kommentare

    Passend zum ersten Anlauf des Frühlings gibt es von Frightened Rabbit einen letzten, schaurig schönen Wink zurück zum Winter in Form ihres dritten Albums „The Winter Of Mixed Drinks“.

    Ein Durchschnittsmensch, der hier in diesem Land lebt und eingequetscht zwischen Bergketten mit seinen Durchschnittsproblemen zu kämpfen hat, steigert in der kalten Jahreszeit in der Regel den Konsum von glühend heissem Tee. In Schottland aber, wo man sich wohl oder übel mit weitaus hartnäckigeren Temperaturtiefpunkten durchschlagen muss, scheinen mixed drinks bitter nötig zu sein. Zumindest bei Frightened Rabbit, die mit The Winter Of Mixed Drinks wieder einmal ein Album liefern, das mit Herzschmerz nur so getränkt ist.

    Laut Frontsänger und Songschreiber Scott Hutchinson diesmal aber nicht von seinem eigenen. Die Songs seien „semi-fictional“ – auch wenn Zeilen wie I wonder if they notice that I’m not around? / The loss of a lonely man never makes much of a sound nicht selten an die überaus intimen Tiefen der vorigen Platte The Midnight Organ Fight erinnern.

    Nachdem sich der Frontmann vor einigen Wochen neben der Ankündigung eines neuen Bandmitglieds (Gordon Skene von Make Model) auch noch entwischen liess, dass das neue Album den oben genannten Zweitling übertreffen würde, waren die Erwartungen dementsprechend hoch. Das in mehreren Bestenlisten enthaltene Werk gehörte 2008 zu den entwaffnend ehrlichsten Platten des Jahres. Man hätte Hutchinson damals am liebsten in den Arm genommen – wäre man nicht so überwältigt gewesen von den vielen Gitarrentürmen, die in fesselnde Melodien zusammenfielen, vom scharfsinnigen Songwriting, von der warmen Stimme.

    Es wurde jedoch nicht zuviel versprochen: Frightened Rabbit beweisen mit The Winter Of Mixed Drinks tatsächlich, dass sie derzeit zur Speerspitze des schottischen Indierocks gehören. Die Platte fällt detailreicher aus, als die zwei Vorgänger, ohne glattpoliert zu klingen.

    Bis auf einem willkommenen Ausreisser (Skip The Youth) haben sich die Schotten aus Selkirk allerdings von Strophen über die Leiden des jungen, verschüchterten Hasen loslösen können. Viel mehr schmecken die Texte jetzt nach Salz auf den Lippen, fühlen sich an wie Sand in den Hosentaschen und kaltem Meereswind im Haar: allen voran die Single Swim Until You Can’t See Land. Kein Wunder, denn sämtliche Songs wurden vom kreativen Kopf Hutchinson im Alleingang während einem Aufenthalt an der schottischen Küste geschrieben.

    Man muss auch nicht lange warten, bis das Album eine wahrhaftige Perle an Land schwemmt. The Wrestle empfängt den Hörer mit einem hämmernden Bass, lullt ihn ein mit wuchernden Gitarrensträngen und wickelt ihn mit seiner Eingängigkeit um den Finger. Nach einigen Durchgängen offenbaren auch die anderen Songs ähnlich einnehmende Muster, was den Weg in Richtung Lieblingsalbum des ausklingenden Winters endgültig ebnet.

    > Frightened Rabbit – The Wrestle (Hypem)


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