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  • Lebenszeichen von den Deftones: Rocket Skates

    Von    |   28. Februar 2010   |   2 Kommentare

    „Rocket Skates“, der Vorabdownload zum im Mai erscheinenden sechsten Deftones-Album „Diamond Eyes“, schürt ungemeine Vorfreude.

    Die Nullerjahre waren für Deftones-Fans eine nicht wirklich befriedigende Ära. Mit dem Überalbum „White Pony“ waren die Kalifornier 2000 auf dem vorläufigen Höhepunkt ihres Schaffens angekommen. Damals tourten sie mit einer gewissen Band namens Linkin Park im Vorprogramm. Doch dann wurden Chino Moreno und seine Kollegen von der Welle überrollt, die sie mit ausgelöst hatten.

    Unter dem Label Nu-Metal wurde jede Schlabberhosen tragende, tief hängende Gitarren spielende und irgendwie white-trashige Combo vermarktet, die nicht bei drei auf den Bäumen war. Die Profiteure waren Limp Bizkit, Korn und eben Linkin Park. Dabei waren die beiden wirklich guten Alben des Genres „Adrenaline“ (1995) und „Around The Fur“ (1997) – und mit „White Pony“ waren die Deftones dem Nu-Metal längst entwachsen.

    Leider folgten darauf kreative Tiefphasen, das selbstbetitelte vierte Album und „Saturday Night Wrist“ von 2006 bedeuteten eine kaum zufrieden stellende Stagnation auf hohem Niveau. Spannend war das nicht mehr. Frontmann Chinos Äusseres entwickelte sich bemerkenswerterweise analog zum Sound der Band: Immer fetter, aufgedunsen, ungesund.

    Als Ende 2008 Bassist Chi Cheng nach einem Autounfall in ein Koma fiel, schien das Ende des Quintetts besiegelt: Das fertige Album „Eros“ wurde auf Eis gelegt, die verbliebenen Vier dachten über den Split nach. Cheng befindet sich bis heute in einem gesundheitlichen Schwebezustand.

    Ich muss gestehen, dass ich die Deftones über die Jahre etwas aus den Augen verloren habe. Umso mehr erfreut jetzt die Vorabnummer „Rocket Skates“ vom im Mai geplanten Album „Diamond Eyes“. Es wurde mit dem befreundeten Basser Sergio Vega eingespielt und soll einen positiveren Vibe als „Eros“ transportieren. Für den Hörer heisst das erstmal: „Rocket Skates“ teilt ordentlich aus. Roh und zurück zu den Wurzeln klingen die Deftones 2010.

    Ein kreativer Schritt, den man nur begrüssen kann. Sollte der Rest des Albums qualitativ mithalten können, steht da im Mai ein interessantes, wenn auch etwas anachronistisches Release ins Haus. Den Download (erfreulicherweise ohne E-Mail-Abfrage) gibts hier, für ganz Faule den Song nach dem Klick.

    Deftones – Rocket Skates (Download)
    [audio:http://download.wbr.com/deftones/music/rocket_skates.mp3]

    (Foto: kmeron, Lizenz)

    2 Reaktionen

    1. Merely Thinking» Blogarchiv » Deftones – Rocket Skates
    1. #1 Patrik

      18:02 Uhr, 3.3.2010, Link

      Auch ich hatte die Deftones seit White Pony aus den Augen verloren, unter anderem auch, weil ich diese Art von sound nicht mehr hören konnte. Ich muss aber sagen, dass ich das letzte Album „Saturday Night Wrist“ wirklich super fand.

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