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  • Popstadt Basel – wie weiter?

    Von    |   11. Februar 2010   |   17 Kommentare

    Den grösseren Basler Konzertlokalen geht die Luft aus: Der Konzertbetrieb im Volkshaus wird eingestellt, die Kaserne fährt wahrscheinlich den bisherigen, nicht auf Popmusik fokussierten Kurs weiter. Somit würde der Stadt ein Lokal fehlen, das im Bereich von 1000 bis 1500 Zuschauern Bands buchen kann.

    In Basel herrscht momentan helle Aufregung. Vor einigen Wochen ging die Meldung durch die Medien, dass der Booker des Volkshauses, Heinz Darr, die Kündigung erhalten hat. Trotz einer erfolgreichen Konzertsaison mit vielen Topacts (The Whitest Boy Alive, The Notwist, Sophie Hunger, etc.) sind die Kassen leer, und ein weiterer Konzertbetrieb nicht in Aussicht. Das einzige andere Lokal dieser Grösse, die Kaserne, legt den Fokus mehr auf Theater und Tanz. Somit würden der Stadt in Zukunft sehr viele wichtige Künstler durch die Lappen gehen – jene zwischen den ganz Grossen, welche in der St.Jakobshalle spielen können und den Indiebands, welche mit Lokalen wie der Kuppel, dem Sommercasino oder dem Hirscheneck viele Auftrittsmöglichkeiten haben.

    Die Begeisterung der Basler im vergangenen Jahr war gross, als endlich wieder zahllose internationale Grössen den Weg auch nach Basel fanden, fast alle Konzerte waren sehr gut besucht und man musste nicht mehr den Weg nach Zürich oder ins grenznahe Ausland machen, um tolle Konzerte zu sehen. Dass sich dies nun so schlagartig ändern soll und mehr oder weniger von einer einzigen Person abhängig ist, wirkt unverständlich.

    Darum hat sich jetzt das Komittee Popstadt Basel zusammengetan und sammelt Unterschriften für eine Petition, die dem Grossen Rat und dem Regierungsrat eingereicht wird. Wir von 78s finden dieses Anliegen wichtig und können nur sagen: Petition online unterschreiben, auch Nichtbasler sind herzlich willkommen.

    17 Reaktionen

    1. #1 the aeschli

      15:31 Uhr, 11.2.2010, Link

      es ist einfach schwierig, eine location dieser grössenordnung kostendeckend zu betreiben.
      einerseits braucht es rein nur schon für den betrieb, infrastruktur und unterhalt ein professionelles team, welches logischerweise kostet, andrerseits muss man eine solche location auch regelmässig füllen, damit sich das alles rechnet. (siehe Z7)
      dazu kommt, das bands, die eine solche location zu füllen vermögen, bereits nicht mehr auf einen guten alten 70%-deal eingehen oder auch bei 700 zahlenden für 5000.- spielen, und kommen dann nur mit band, manager, merchandiser und tönler, sondern mit einer anderen entourage-grösse, wollen fetteres catering und bessere hotels.
      da muss man wirklich jedes konzert zu mindestens 80% füllen, sonst scheitert das gnadenlos.
      ich will niemandem an den karren fahren, ich finde es uncool (auch wenn ich selbst der meinung bin, dass in der clublandschaft weniger einiges mehr wäre), wenn solche sachen vor die hunde gehen.
      aber solche probleme sind seit jahren bekannt und man kann eigentlich fast nichts dagegen tun.
      es rechnet sich für bands dann eher, mit veranstalter zusammen zu arbeiten, selber das ganze equipmnt und einen guten support mitzuschleppen und dafür gleich in eine grössere halle zu gehen.

    2. #2 Lukas

      18:35 Uhr, 11.2.2010, Link

      Natürlich ist es schwierig, einen solchen Konzertraum zu betreiben! Aber in Basel fällt einfach alles in sich zusammen und niemand unternimmt was! Deshalb haben wir die Petition lanciert! Um zu retten, was zu retten ist. Wenn Zürich drei solche Lokale betreiben kann, ja sogar Freiburg, Bern und Strassburg, dann darf und kann sich Basel nicht verstecken! Irgendwie zieht in Basel das Argument: weniger wäre mehr nicht wirklich, weil dann könnten wir gleich einpacken.
      Also: auf http://www.popstadtbasel.ch unterschreiben! Danke!

    3. #3 Johannes

      18:37 Uhr, 11.2.2010, Link

      Die Petition ist zu unterschreiben, keine Frage. Doch das Wirksamste zur Unterstützung von Konzertlocations ist es, ihre Konzerte zu besuchen.

    4. #4 Pet

      21:46 Uhr, 11.2.2010, Link

      „Somit würde der Stadt ein Lokal fehlen, das im Bereich von 1000 bis 1500 Zuschauern Bands buchen kann.“

      Was war denn das Volkshaus für ein langweiliger Schuppen vor Heinz Darr?

      Damit möchte ich sagen, Basel braucht keine neuen 1’000er Hallen
      sondern gute Booker, Konzepte und mehr Subventionen (!) für bestehende Locations! Alles andere ist Schwachsinn.

      Es gibt in Basel keine bessere Location für Grosskonzerte als die
      Reithalle, Kaserne und das gesamte Areal. Die Besucher müssen sich auch ausserhalb der Halle wohl fühlen und die Infrastruktur muss stimmen. Das ist auf dem Kasernenarela schon alles vorhanden. Der Ausflug von Heinz Darr ins Volkshaus war zwar ein Versuch Wert, aber WIR BRAUCHEN DAS KASERNENAREAL für live Konzerte. Kein Neubau, sondern genau dieses Areal.

      Das Theater hat genügend Platz (Luxus Hallen) und unbesuchte Veranstaltungen! OK!?

      Hier meine kleine Petition:

      – Das Atlantis zurück erobern und für live Konzerte subventionieren.
      – Die Kuppel umbauen und mit den nötigen Subventionen den Konzertbetrieb weiter ausbauen.
      – Das Kasernenareal im Bereich Grosskonzerte weiterentwickeln.
      – Das Theater, soll im Theater bleiben und die Kaserne nicht auch noch leeren.

      Herr Grossrat, setzen sie sich einmal mit Heinz Darr, Sandro Bernasconi, Steffi Klaer, Simon Lutz etc an einen Tisch.

      Dann kommt das gut. DANKE!

    5. #5 Lukas

      22:00 Uhr, 11.2.2010, Link

      Unsere Petition geht ja in die Richtung, dass bestehende Räume dank besserer Infrastruktur optimal genutzt werden sollen! Das dies das Kaserneareal sein wird ist leider im Moment (politisch) ABSOLUT unrealistisch! Da können wir 20 000 Unterschriften sammeln! Leider.
      Mit etwas Geld könnte man jedoch aus dem Volkshaus einen super Ort machen! Oder halt die Turnhalle auf dem Kasernenareal zum Konzertraum umrüsten.
      Also: http://www.popstadtbasel.ch an alle weiterleiten! Auch an nicht-Schweizer, unter 18jährige und Grossmütter! ALLE!

    6. #6 Jan Krattiger

      00:05 Uhr, 12.2.2010, Link

      @Pet Da stimme ich dir vollkommen zu, die Kaserne wäre ideal für Konzerte, aber eben: siehe Kommentar von Lukas.

      @Johannes Wo du Recht hast, hast du Recht. Aber genau das ist doch passiert während der vergangenen Saison!? Also an den Konzerten die ich besucht habe wars immmer voll (Tocotronic, Whitest Boy Alive,…).

    7. #7 Pet

      00:06 Uhr, 12.2.2010, Link

      Warum ist das denn politisch unrealistisch? Nichts ist unmöglich.
      Sammelt dann eben 30’000 Unterschriften :)
      Das Theater muss aus der Kaserne und zwar sofort.

      Diese politischen Theater Fuzzis sollen mal sehen, dass die
      bestehenden Vorstellungen ausgelastet sind, bevor da noch mehr Raum
      eingenommen wird. Der RFV soll jetzt mal zeigen wo der Hammer hängt.

    8. #8 jascha

      00:18 Uhr, 12.2.2010, Link

      Danke für den Beitrag, Jan. Die Petition ist unbedingt zu unterstützen!

    9. #9 Mathias Möller

      09:19 Uhr, 12.2.2010, Link

      Popstadt gerettet.

    10. #10 Karl

      09:22 Uhr, 12.2.2010, Link

      Wie es Lukas schon sagte; Wir haben hier eine Petition gestartet, weil sich die Sachlage von zwei Seiten her zugespitzt hat:
      1. Volkshaus war von Heinz Darr gut programmiert, aber die Infrastruktur muss stimmen, sprich: Eine fix installierte Anlage. Die gehört zu einer solchen Location (gehört Basel Immobilien). Auch eine normale Wohnung hat ein Badzimmer + eine Küche fix installiert…Man kann nicht erwarten, dass der Mieter dies selber mitbringen soll.
      2. Die Kaserne ist zwar ein 3-Spartenbetrieb, aber Konzerte in der Reithalle, die mit 1’100 ein ideales Fassungsvermögen hat, sind in Zukunft eher unwahrscheinlich, weil die Konzeption klar in Richtung Tanz-Theater geht. Das ist ein politischer Wille – und zwar von links bis rechts. Ich bin damit absolut nicht einverstanden, aber um dies zu ändern, brauchts massiv Druck (wie eben eine solche Petition.
      Realistisch könnte sein: Umnutzung der Kasernen-Turnhalle, aber auch hier hat man mit Interessensverbänden zu verhandeln bzw. eine Alternative für deren Bedürfnisse zu suchen.
      Wie und wo ist nicht unbedingt relevant: Die Regierung soll sich da mal selber reinhängen, das ist deren Aufgabe, wenn sie diese – unsere ! – Stadt Kulturstadt nennen möchte.

    11. #11 Johannes

      11:44 Uhr, 12.2.2010, Link

      Es ist völlig sinnlos, verschiedene Sparten der Kultur gegeneinander auszuspielen. Das Volkshaus als Konzertlokal und Heinz Darr als Kompetenz sind eine Bereicherung für die Kulturstadt Basel. Herr Morin soll dafür sorgen, dass der Betrieb erhalten bleibt.

    12. #12 fischyou

      13:43 Uhr, 12.2.2010, Link

      „Basel braucht Heinz Darr – Vielleicht nimmt ihn Regierungspräsident Morin ja direkt unter Vertrag?“
      http://www.rfv.ch/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=6&idart=592

    13. #13 Lukas

      14:12 Uhr, 12.2.2010, Link

      Gerne darf man Herrn Morin auch direkt kontaktieren: guy.morin[ät]bs.ch ! Also mir hat er zurückgeschrieben, was von Kulturstadt Basel, van Gogh, Bebbi si Jazz und Opernhaus des Jahres geschwafelt und reltaiv wenig Verständnis für unser Anliegen geäussert! Also, ein nettes Email schreiben. Oder Petition online unterschreiben!

    14. #14 Johnny

      00:53 Uhr, 20.2.2010, Link

      Liebe Basler. Was ihr erlebt kennen wir in Bern schon seit Jahren. Hier ist absolut tote Hose, was grössere Acts betrifft. Die Festhalle ist die akustische Hölle, die grosse Halle der Reitschule ebenfalls. Das war’s dann schon.

    15. #15 David Bauer

      17:25 Uhr, 20.2.2010, Link

      @Johnny
      Ja also, dann unternehmt auch was!

    16. #16 Lukas

      12:11 Uhr, 7.3.2010, Link

      Ohne Fleiss kein Preis!

    17. #17 Lukas

      09:25 Uhr, 2.4.2010, Link

      So, 5761 (sogar etwas mehr, leider zu spät bei uns angekommen) Unterschriften gesammelt und abgegeben! Da erreicht uns die Nachricht: die Basler Regierung will das Volkshaus veräussern! Was unserem Anliegen indirekt den Todesstoss verleiht… den wer aus dem Bereich alternative Konzertkultur kann sich das Volkshaus leisten, es sanieren und betreiben (wir sprechen da von über 30 Millionen Franken Investitionskosten und 300 000.- Baurechtszinsen..pro Jahr!)… Jetzt kommt dann halt doch das Radio DRS oder der Zolli ins Volkshaus..die finden immer Geld in Basel. Oder ein Museum. Oder der FCB. Dreck.

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