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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

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  • Alle Jahre wieder: Die Nominierten der Swiss Music Awards

    Von    |   2. Februar 2010   |   72 Kommentare

    Einmal mehr sorgt die Bekanntgebung der Nominierten für die Swiss Music Awards für allgemeines Schmunzeln. Spitzenreiter dieses Jahr sind Stress, Seven, Black Eyed Peas und Lady Gaga.

    Am 2. März 2010, wird zum dritten Mal der wichtigste Schweizer Musikpreis vergeben„, so die Medienmitteilung. „Womöglich auch noch den selben Leuten?„, fragen wir. Namen aus den letztjährigen Nominierungen tauchen erneut auf. So ist nicht nur die prämierte Newcomerin des letzten Jahres Stefanie Heinzmann wieder aufgelistet, sondern auch Sir Colin und DJ Antoine in der Dance-Sparte.

    Den letzten Credibilityfunken verspielen sich Veranstalter Ivo Sacchi und seine SMA-Force, indem sie die doch ziemlich solide „Best Live Act national“-Kategorie der letzten Verleihung (Favez, Sophie Hunger und Züri West) einstellen. Wie jedes Jahr zieht der „Newcomer“-Preis ungläubige Blicke auf sich: wir glaubten nämlich, die Kings Of Leon schon vor 2009 mal auf der Bildfläche gesehen zu haben. Den Swiss Music Awards hatten sie aber bis dahin wahrscheinlich noch zu wenige Modelinien entworfen.

    Da wird auch der frisch bestätigte Show Act Ke$ha nur denen ein Trostpflaster sein, die Electrosternchen Uffie weder nervig noch dekadent genug fanden. Ob die Neuigkeit des von der Jury verliehenen Preises, angeführt von Hausmann Bänz Friedli, Grund zum Aufhorchen ist, wird sich noch zeigen. Wenn aber – Achtung, heisses Gerücht! – Baschi wirklich für sein Lebenswerk geehrt wird, dann verlangen wir bei 78s den Preis für „beste Newcomer-Webseite“ (sic!). Mindestens.

    BEST SONG NATIONAL

    Stahn uf – Baschi, Bligg, Ritschi, Seven & Stress

    Lisa – Seven

    Tous les mêmes – Stress feat. Karolyn

    BEST SONG INTERNATIONAL

    I Gotta Feeling – Black Eyed Peas

    Broken Strings – James Morrison feat. Nelly Furtado

    Poker Face – Lady Gaga

    BEST ALBUM POP/ROCK NATIONAL

    The Heighest Heights – Lovebugs

    Roots To Grow – Stefanie Heinzmann

    Touch Yello – Yello

    BEST ALBUM POP/ROCK INTERNATIONAL

    The Resistance – Muse

    Funhouse – P!nk

    Reality Killed The Video Star – Robbie Williams

    BEST ALBUM URBAN NATIONAL

    Like A Rocket – Seven

    Des rois, des pions et des fous – Stress

    Letschti Rundi – Wurzel 5

    BEST ALBUM URBAN INTERNATIONAL

    The E.N.D. – Black Eyed Peas

    Wir Kinder vom Bahnhof Soul – Jan Delay

    Stadtaffe – Peter Fox

    BEST ALBUM DANCE NATIONAL

    2009 – DJ Antoine

    Tattoo – Mr. Da-Nos

    The Album – Sir Colin

    BEST NEWCOMER NATIONAL

    Bucher & Schmid – Isziit

    Liricas Analas – Analectrica

    Pegasus – Heroes & Champions

    BEST NEWCOMER INTERNATIONAL

    Kings Of Leon – Only By The Night

    Lady Gaga – Fame

    Milow – Milow

    72 Reaktionen

    1. Klatschheftli.ch » Die grössten Swiss Music Awards Schweizer Hits
    1. #1 Johannes

      21:18 Uhr, 2.2.2010, Link

      Helvetische Abgrenzungsneurose.

    2. #2 Phil

      21:25 Uhr, 2.2.2010, Link

      Das ist lustig! Ist irgendwie so ein Bisschen Fastnacht, keiner kann’s wirklich ernst nehmen. Ich werde mich als roter Teppich verkleiden oder als Prosecco-Bar, mal gucken….^^

    3. #3 starttomelt

      21:32 Uhr, 2.2.2010, Link

      Das ganze ist ja sowieso ziemlich absurd, aber mit „BEST NEWCOMER INTERNATIONAL: Kings Of Leon – Only By The Night“ haben sie sich selbst übertroffen.

    4. #4 Dominique Marcel Iten

      22:08 Uhr, 2.2.2010, Link

      Ich unterstütze grundsätzlich alles, was der Schweizer Musikszene hilft. Und mit der Aussicht, niemals dort ein „Cüpli“ trinken zu können aber…welche Volldeppen bestimmen da die Nominationen? Ich tippe mal auf Plattenfirmenvertreter und Blick Journis…
      Da hat Phil mit der Fasnacht schon recht…

    5. #5 the aeschli

      00:56 Uhr, 3.2.2010, Link

      eine veranstaltung eines sauhaufens voller offenen gefallen die man noch einem anderen schuldet, nur so kommen solche nominationen zustande.
      in der jury sitzen zudem leute, von denen man genau weiss, dass sie für ein 100er-nötli jede eigene meinung in eine andere eigene meinung ändern, zudem fehlen da schlicht und einfach vertreter diverser digitaler und vor allem neutraler medien.
      zudem ist das alles mutlos, in jedem anderen land bei jder anderen verleihung eines blumentopfes nominiert man stets deren 5 kandidaten, aber mit 3 geht man da dann auf sicher, dass der preis in den eigenen reihen bleibt und es keine dummen überraschungen gibt.
      das argument, der markt in der schweiz sei zu klein um 5 nominierungen machen zu können lass ich nicht gelten, wenn ich sehe, was sich da durchs jahr an promomaterial für zu frohlockende bands in meinem postfach sammelt und sich in den gesammten charts rumlümmelt…

    6. #6 Gabriel

      01:31 Uhr, 3.2.2010, Link

      Hallo Herr Iten.
      Nein, es ist die ifpi, die das zusammenwurstelt, zusammen mit den labels (es ist davon auszugehen, dass es vor allem die labels sind, die da hin- und hernominieren). schön wärs, es wären die blick-journis, würde nicht mal so schlecht tönen, imfall. oder kennen sie meinen ipod? eben. einzig in der kategorie für den jurypreis hats einen blick-journi. that’s it.

    7. #7 beppi

      04:12 Uhr, 3.2.2010, Link

      meine fresse, das ist ja beinahe schon lächerlich. sowas kann man ja nicht ernst nehmen. nimmt mich wunder, wie kritisch die printmedien das aufnehmen.

    8. #8 Johannes

      07:49 Uhr, 3.2.2010, Link

      Warum grenzt man sich von etwas ab, dass man nicht im geringsten ernst nehmen kann? Es scheint ja geradezu eine Bedrohung darzustellen. Nur weil da Swiss Music Awards drauf steht, hat das noch nicht zwingend etwas mit euch zu tun, auch wenn ihr Schweizer seit und Musik euer Steckenpferd ist. Kümmert euch um die temporär beste Band der Welt, das bringt euch weiter.

    9. #9 Dominique Marcel Iten

      08:40 Uhr, 3.2.2010, Link

      @Gabriel: Die IFPI und Plattenfirmen zusammen? Hoppla…da hat man sich wohl die Grammys als Vorlage genommen… schön, wenn die Anzahl verkaufter Einheiten für künstlerische Qualität massgebend ist.
      Ich schätze mal, dass ist hier mit ein Grund…und eine sehr gute Möglichkeit für die Plattenfirmen, ihren Schäfchen ein paar zusätzliche Preise zu zu schanzen.
      Und nein, ich kenne ihren Ipod nicht und zweifle auch ehrlich gesagt nicht daran, dass dies wesentlich interessanter geworden wäre, hätten Blick 20MInuten und Co. ein Wörtchen mitgeredet =)
      @Johannes: Was sich „Swiss Music Awards“ schreit, muss ja wohl etwas mit Schweizer Musik zu tun haben, ansonsten wäre der Titel reiner Schwachsinn. Folglich ist es auch interessant für Musikfreunde und Musikblogs…auch wenn die Nominierungen grundsätzliches Unverständnis auslösen.

    10. #10 peedy

      09:23 Uhr, 3.2.2010, Link

      diese „awards“ sind doch amusement pur. jedes jahr versammeln sich die genau gleichen schweizer illustrierten musiker und b-promis um einen abend lang dem schlechten geschmack zu frönen. diese awards sind doch immer vorallem von der industrie selber gesteuert und richten sich mehr oder weniger nach den finanziellen erfolg einer kapelle.
      ein solch umfassendes nicht-gespür für das, was in der musikszene schweiz wirklich passiert ist jedoch schon etwas tragisch.

    11. #11 David Bauer

      10:14 Uhr, 3.2.2010, Link

      Wir grenzen uns nicht ab. Im Gegenteil. Wir gehen da wieder hin und berichten live (wie letztes Jahr).

    12. #12 Johannes

      10:39 Uhr, 3.2.2010, Link

      @DMI: Falsch verstanden. Der Swiss Music Award hat mit Schweizer Musik so viel zu tun wie die Oscar-Verleihungen mit den Oskar-Getauften rund um den Globus.

      @David: Natürlich grenzt sich Sabrina in ihrem Text ab und der Hohn der Kommentare macht die Schweizer Neurose deutlich, die immer dann ein Gefühl von Unbehagen auslöst, wenn wo Schweiz drauf steht, man selber aber nicht Teil des Inhalts ist.

      Zum Glück mögen wir alle Schoggi, Käse, Heidi und das Bankgeheimnis. Wir hätten ja prompt ein Problem mit unserem Image.

    13. #13 David Bauer

      10:51 Uhr, 3.2.2010, Link

      Natürlich hat der Swiss Music Award mit Schweizer Musik zu tun. Da wird viel Geld investiert, um Schweizer Musik zu pushen. Bloss werden dabei die immergleichen begünstigt, die ohnehin bei Geld und Medienpräsenz nicht zu kurz kommen. Dagegen darf man ja ruhig anschreiben, mit Abgrenzungsneurose hat das meines Erachtens wenig zu tun.

    14. #14 Dominique Marcel Iten

      10:51 Uhr, 3.2.2010, Link

      @Johannes: Es wird laut offiziellem Statement „nationales“ und internationales Musikschaffen ausgezeichnet. Es gibt offensichtliche „Schweizer“ Kategorien. Entweder wird die Definition oder der Name geändert.
      Und eigentlich geht es ja nicht einmal darum, sondern eher um die Nominationen, welche grundsätzlich jeden Musikinteressierten erstaunen lassen… und langweilen.
      @David: Da gebe ich dir Recht. Die Beweihräucherung der ewig gleichen Acts langweilt und enttäuscht…und dann wird auch noch die spannendste Kategorie abgeschafft Um auch den letzten Indie gebliebenen Acts die Chance zu verwehren.

    15. #15 Johannes

      11:41 Uhr, 3.2.2010, Link

      Ihr könnt natürlich gerne auch eine Volksabstimmung für die Wahl der Nominierten des Swiss Music Awards durchsetzen, das Vorgehen ist bekannt. Mit aller Wahrscheinlichkeit hätte dabei die Ansicht der «Musikinteressierten» (nach Dominique’scher Definition) ebenfalls nicht viel zu piepsen.

      Weder Geld noch Medienpräsenz ist ein Menschenrecht. Aber selbstverständlich darf man beides einfordern und die fehlende Demokratie einer Showbiz-Veranstaltung reklamieren. Wenn man es für nötig hält.

      Ich frage mich bloss, warum man es für nötig hält. Sowas machst sonst nur die SVP, wenn die SP mal wieder fünf Minuten mehr Redezeit hatte in der Arena auf SF1.

    16. #16 Mathias Menzl

      12:54 Uhr, 3.2.2010, Link

      @johannes: Aus jeder Kritik eine Idedentitäs- und Heimats-Diskussion vom Zaun zu reissen, ist schwachsinn und entbehrt auch jeder Grundlage. Nur weil Sabrina die Auswahlkriterien der SMA kritisiert ist sie doch keine Schweiz-Verächterin. Man kann darauf übrigens auch übersensibel reagieren. Die SMAs sind nicht bloss sehr weit weg vom „Musikschaffen“, sondern legen auch ihre Inkompetenz in Sachen ausländischem Musikschaffen zu Tage. Natürlich darf man die Organisatoren nicht kritisieren für den schlechten Musikgeschmack von Herrn und Frau Schweizer. Aber die Organisatoren könnten auch Kategorien anbieten, in welchen auch CH-Künstler und Indies präsent sind. Da kann man durchaus dran schrauben. Und wenn dann aber genau eine solche Organisation kommt und sich „Swiss Music Awards“ schreit, dann muss die Stimme ergriffen werden, denn alle Indies zusammen sind in der Schweiz bestimmt auch eine Grösse und nicht nur die Majors. Somit ist „Swiss Music Awards“ ein Anspruch, der nicht erfüllt ist. Denn die „Swiss Music Awards“ nehmen für sich in Anspruch für die Schweiz zu sprechen und das ungefiltert und unkritisiert an die Öffentlichkeit zu lassen, wäre fast schon eine Unterlassungsklage wert. Ausserdem: Wenn die SMAs klar sagen würden, wir zeichen die jeweils drei meistverkauften Künstler mit einem Preis aus, fair enoug, daraus aber eine „best“-geschichte zu machen ist nicht korrekt, da es nicht um „best“ geht sondern um „Most sold“. Das ist Ettiketenschwindel und das darf kritisiert werden. Ebenso darf kritisiert werden, dass der CH Durschcnitskonsument dem europäischen Massengeschmack ziemlich weit hinterherhinkt. Das ist Fakt und z.T. irgendwie etwas beschämend, wie man oben bei den Nominationen sieht. Daraus aber grad eine Helvetik-Neurose zu drehen ist wirklich lächerlich.

    17. #17 David Bauer

      13:05 Uhr, 3.2.2010, Link

      Johannes, deine Provokationslust in Ehren. Es wäre trotzdem der Diskussion zuträglich, wenn deine Äusserungen auch nur im entferntesten mit dem zu tun hätten, was wir schreiben.

    18. #18 Lucas

      13:09 Uhr, 3.2.2010, Link

      Bloss keine Demokratische Wahl! Wo das hinführt hat ja das SF mit den grössten Schweizer Hits gezeigt..

    19. #19 Sabrina Stallone

      13:24 Uhr, 3.2.2010, Link

      Sehr wohl hat das etwas mit Schweizer Musik zu tun. „Die Liste der Nominierten ist ein guter Mix aus bekannten und neuen Namen, die sich eine treue Fangemeinde aufgebaut haben. Das widerspiegelt den Musikgeschmack im Land perfekt.“ Diese Aussage des IFPI-Präsidenten Sacchi wird wohl den wenigsten hier zustimmendes Nicken entlocken. Oder findet man alle Schweizer Persönlichkeiten aus den Nominierungen auch in deinen Jahresbestenlisten, Johannes? Und „helvetische“ Abgrenzungsneurose ist das sowieso nicht. Im Gegenteil, meine Entrüstung kommt nur daher, dass ganz eindeutig nur ein kleiner Teil der Schweizer Musikszene gefördert bzw. wahrgenommen wird und dann auch noch jemand behauptet, dies sei der „nationale Musikgeschmack“. Eine ernstzunehmende Showbiz-Veranstaltung, wie du sie nennst, sollte ein Gleichgewicht zwischen grosser Medienpräsenz und solcher, die es noch werden soll, gewährleisten können. Wenn du das aber nicht so siehst und du dich sozusagen von uns „Abgrenzenden“ abgrenzen möchtest – auch gut.

    20. #20 David Bauer

      13:33 Uhr, 3.2.2010, Link

      Auch die geschätzten Kollegen vom Klatschheftli widmen sich dem Thema. Und liefern das Bild zu unserem (gut abgestützten) Gerücht, dass Baschi für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. http://www.klatschheftli.ch/die-grossten-swiss-music-awards-schweizer-hits/12729

    21. #21 schoki

      14:03 Uhr, 3.2.2010, Link

      also chfind das e supersach. git ja meistens gratis cüpli. bini debi!

    22. #22 Dominique Marcel Iten

      14:55 Uhr, 3.2.2010, Link

      @Johannes: Tut mir leid, aber ich kann dich mittlerweile gar nicht mehr ernst nehmen. Deine ständigen Provokationen und ständigen Angriffe gegen Alles und Jeden zeugen nur von einem: Dass du nicht fähig bist, mit Menschen zu diskutieren. Gerade du solltest das ja aber können, oder?
      Diese Diskussion dreht sich darum, dass sich die Verantwortlichen selber lächerlich machen, indem sie musikalische Kompetenz vermissen lassen (und jetzt versuch bitte nicht auch noch zu behaupten, das zähle nicht zu einer Musikawardshow).
      Eine musikalische Kompetenz, welche für so eine Show (insbesondere mit solch einer Aussage der Verantwortlichen) unabdingbar ist.
      Auf deiner Homepage steht das Zitat: „Gute Kommunikation ist vernetzt und verbindet.“ Ich kann dir sagen: Du hast da grundlegend etwas falsch verstanden. Provokation kann spannend, fördernd oder amüsant sein. Dauernde Provokation ist aber nur ermüdend und verliert mit der Zeit ihre Wirkung. Zu Beginn fand ich das ja noch herausfordernd aber mittlerweile ödet es mich ein wenig an.
      Ganz im ernst: Es lohnt sich nicht, mit Leuten wie dir eine angeregte Diskussion zu führen. Ich diskutiere hier mit, weil es mir Spass macht und sich hier viele „anregende“ Gesprächspartner finden, was du leider nicht bist. Also versuch doch wenigstens ein mal, ich auf die Diskussion zu beschränken, anstelle bei jedem deiner Beiträge den Zweihänder auszupacken.
      @Sabrina: Gerade von Herrn Sacchi hätte ich ja aber eigentlich ein wenig mehr erwartet. Ein Swiss Music Award hat seine Berechtigung und könnte sogar relevant sein, wenn auch die tatsächliche Schweizer Musikszene bewertet und gefördert werden würde. Das ist bei den SMA’s aber (noch) nicht der Fall.
      Irgendwie ist das mehr so eine „Gefallens-Hin-und-Her-Schieberei“.

    23. #23 Johannes

      19:52 Uhr, 3.2.2010, Link

      @David: Ich sehe da durchaus Zusammenhänge. Und der Umstand, dass DMI, Kollege Menzl und Sabrina sich zu Höchstleistungen bezüglich Argumentation motivieren lassen, gibt mir doch irgendwie recht, nicht?

      @DMI, Menzl, Sabrina: Wenn ihr ernsthaft denkt, das Ziel der Schweizer Indieszene müsse es sein, an den Swiss Music Awards vertreten zu sein, dann frage ich: Womit bitteschön?

      Ich bin ernsthaft gespannt, ob ihr euch alle hier einig werden würdet und setzte CHF 100.- (sic!) auf «eher weniger».

      Und falls doch, lade ich euch allesamt ein am Freitag zu David Bazans Konzert in den Papiersaal, Zürich. Die CHF 100.- könnt ihr dann in Form von Gratisbier einlösen.

      http://www.78s.ch/2010/02/03/david-bazan

    24. #24 Mathias Menzl

      20:57 Uhr, 3.2.2010, Link

      @johannes: na ja, die ganze indie-szene müsste nicht wirklich präsent sein, es dürfte aber wohl der credibility und relevanz dieser veranstaltung nicht schaden, sich etwas zu öffnen. die 100 franken in gratisbier nehme ich gerne, in einer woche, dann wenns gute ch bands zu bestaunen gibt :)

    25. #25 David S.

      22:18 Uhr, 3.2.2010, Link

      Ich glaube, die Frage ist schon berechtigt, ob die schweizer Indie-Szene an so einer Veranstaltung überhaupt vertreten sein muss (nebenbei: in diesem Jahr wird wenigstens diskutiert, letztes Jahr bliebs ruhig im Blätter- und Digitalwald). Für irgendwas soll Indie ja stehen und die Kategorie „Alternative“ an den MTV-Music-Awards ist immer irgendwie beschämend. Von daher, möchten wir uns liebe Bands von einer Ex-Miss-Schweiz angekündigt sehen? Vielleicht ist Ignoranz das probate Mittel. Und das die Veranstaltung ein Witz ist, steht ja ausser Frage.

    26. #26 David Bauer

      23:04 Uhr, 3.2.2010, Link

      Letztes Jahr wurde nicht diskutiert? http://www.78s.ch/2009/01/21/swiss-music-awards-die-nominierten-2/ (man vergleiche).

    27. #27 David S.

      01:15 Uhr, 4.2.2010, Link

      Ok, in den Printmedien blieb eine kritische Betrachtung zumindest aus.

    28. #28 Johannes

      09:33 Uhr, 4.2.2010, Link

      @Menzl: So einfach geht das nicht! Erst musst du mit deinen Kollegen von der IG «Pro Indie am Swiss Music Award» über die drei Nominierten der Kategorie «Indie» einig werden. Oder wollt ihr die Auswahl etwa der IFPI überlassen?

    29. #29 David Bauer

      11:31 Uhr, 4.2.2010, Link

      @Johannes
      Es geht doch nicht darum, dass wir uns komplett einig werden müssen. Wir kritisieren, dass die Nominationen jenseits von gut und böse sind und die Vielfalt Schweizerischer Musik so konsequent ignoriert wird wie es nur geht. Über Nominationen und Awards kann man im Detail immer diskutieren, aber hier geht es um Grundsätzliches. Ich denke, viele Leute wären durchaus zufrieden, wenn es eine Art „Indie-Kategorie“ gäbe, egal, wer dann dort tatsächlich nominiert wäre (solange es nicht auch wieder Baschi und Stress wären). Die Live-Kategorie wurde letztes Jahr durchaus positiv wahrgenommen. Ausgerechnet diese hat man nun wieder gekippt.

    30. #30 Johannes

      12:45 Uhr, 4.2.2010, Link

      @David: Die Swiss Music Awards haben weder das Ziel noch die Aufgabe, der Vielfalt Schweizerischer Musik gerecht zu werden, mal abgesehen davon, dass dies mit einer Indie-Kategorie bei weitem nicht getan wäre.

      Mich wundert, dass sich die «Indies» überhaupt mit der Nomination der Swiss Music Awards auseinandersetzen. Und ich behaupte: Gäbe es eine Indie-Kategorie, würde das Geschrei erst richtig los gehen. Meine Wette steht.

      Mich stört ganz generell, wenn sich eine Szene ihre Gemeinschaft durch Abgrenzung heraufbeschwört, nur weil sie sich inhaltlich nicht einig wird (/werden kann). Wenn ihr euch einig seit, dass die Nominationen jenseits eurer Ideale sind, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr die selben Ideen von besserer Musik habt.

      Und überhaupt: «Indie» und «Nomination» passt so wenig zusammen wie «Rastas» und «Glanz&Gloria».

    31. #31 David Bauer

      14:40 Uhr, 4.2.2010, Link

      Du reproduzierst deine Argumentation, indem du willkürlich Widersprüche konstruierst. Niemand sagt, dass die Indies sich einig werden müssen. Natürlich könnten wir die SMA ignorieren und die Berichterstattung den braven Leuten von Blick am Abend und 20min überlassen. Wollen wir aber nicht. Die SMA hätten Potenzial, etwas für die Schweizer Musikszene zu tun. Nicht immens viel, aber immerhin. Darum machen wir die SMA zum Thema. Und sicher nicht, weil wir die SMA zur Identitätsbildung brauchen.

    32. #32 Johannes

      15:09 Uhr, 4.2.2010, Link

      @David: Das mit dem Konstruktivismus hab ich anders verstanden. Aber zum Glück macht ihr die Swiss Music Award zum Thema, I like! Du solltest meine Kritik an den «Indies» nicht auf 78s münzen.

      Allerdings finde ich schon, man müsste sich zumindest über die Bewertungskriterien einig sein, um bei einem Award eine Kategorie für die eigene Szene durchzusetzen. Wäre ich für die Kategorien beim SMA verantwortlich würde ich sagen: Sehr guter Input, Herr Bauer, bitte formulieren Sie uns die Kriterien für die Nomination ihrer Rubrik «Indie/Alternative Switzerland».

    33. #33 Mathias Menzl

      15:17 Uhr, 4.2.2010, Link

      Es gibt wunderschöne beispiele von awards, allen voran der Mercury Prize. Es gibt ja grundsätzlich die Trennung zwischen einer Preisverleihung eines Branchenverbandes i.e IFPI, welche die best-verkauften Alben und Singles auszeichnet, so wie auch die SMAs funktionieren, oder es gibt die Möglichkeit sogenannte Musikschaffende oder Musikshops/Download-Stores die Nominationen übernehmen zu lassen, wie es der Mercury Prize macht. Das Problem bei den SMAs ist, dass wir keinen Mercury Prize haben und sie nun beides unter einem Hut vereinigen. Sie nominieren die bestverkauften als „best“. Das ist Etikettenschwindel und der Hauptgrund des Anstosses. Wie du richtig argumentierts @johannes geht es den SMAs nicht um Ausgewogenheit. Aber warum soll es denn nicht darum gehen? Wäre doch super oder? Wieso nicht noch eine oder zwei zusätzliche Kategorien fahren die dem Beispiel des Mercury Prizes folgen? eventuell sogar mit einem eigenen Sponsor oder wie auch immer. Wer sagt denn dass es eine „Brit-Award“-Kopie mit falscher Affichée bleiben muss? Der Kredibilität der Veranstaltung würde das extrem helfen und ich wäre der erste, der Fan der SMAs wäre. Und wie du siehst geht es auch gar nicht darum, dass sich die Indies einigen werden und jemanden zusammen nominieren und sich etwas darauf einbilden können. Von mir aus kann die Alternative/Indie-Whatever-Kategorie dann auch von Blick- und 20min Journis bestückt sein. Denn die haben einen guten Musikgeschmack, auch wenn sie nur über die immergleichen fünf Bands berichten. Was wir aber erreichen würde: Wir hätten eine Musik-Veranstaltung hinter der man stehen kann und die sich nicht dem Hohn aussetzt, der ihr hier entgegenschwappt. Dass wir als 78s dann die Nominationen von 20min und Blick kritisieren würde, da kannst du Gift draufnehmen. Das liegt aber in der Natur der Sache.

    34. #34 Johannes

      17:01 Uhr, 4.2.2010, Link

      @Menzl: Wenn es um die Natur der Sache geht, dann will ich euch selbstverständlich nicht aufhalten.

    35. #35 the aeschli

      18:44 Uhr, 4.2.2010, Link

      wenn man die nominationen national anschaut, kann man sich eigentlich selber ausmalen, wer gewinnt. es geht ja eigentlich nur darum, top-acts zu stützen, damit sie etwas mehr in der bio haben, worauf man im ausland vielleicht achten könnte.
      es ist wie bei dj antoine: dem ist scheissegal, wenn er an 15’000 vrkauften platten keinen cent verdient, aber wenn er wieder #1 ist in den charts und gold erreicht hat, steigt seine gagenforderung, und er bekommt sie…!!
      und das probiert man hier dieses jahr auch mit den ch-acts, damit sie mehr gagen verlangen können an konzerten und im ausland einen „vermeintlichen“ trumpf mehr haben.

    36. #36 Andreas

      19:30 Uhr, 4.2.2010, Link

      Ich weiss nicht, es wird den Swiss Music Awards soviel Kalkül unterstellt und Industriegeschiebe, weswegen immer die gleichen Künstler erwähnt werden… aber ist nicht viel schlimmer, das sie offenbar einfach keine Ahnung haben? Und dann wird es ja doch schmerzhaft. Siehe Kings Of Leon als Nachwuchsband. Denke sie werden nächstes Jahr Coldplay entdecken.

    37. #37 Johannes

      09:56 Uhr, 5.2.2010, Link

      Fazit: 1. Der SMA wird dem schweizerischen Musikschaffen nicht gerecht (obwohl es schön wäre). 2. Die Veranstalter haben nicht die leiseste Ahnung von Musik (oder aber sie haben einen ganz hinterhältigen und moralisch verwerflichen Plan wie die Förderung der helvetischen Top-Acts) und 3. Sie betreiben Etikettenschwindel, weil «Best» für sie «bestverkauft» und nicht «beste Musik» (frei nach Menzl) bedeutet. 4. Das einzige, was die Veranstaltung retten könnte, ist eine Rubrik «Indie/Alternativ», deren Nomination man natürlich nicht der IFPI überlassen will, selber aber auch keine Idee hat, wie man dafür Kriterien festlegen könnte.

      Ich denke ja, das könnte was werden!:)

    38. #38 the aeschli

      10:42 Uhr, 5.2.2010, Link

      klar kann das was werden, der anlass aller anlässe würde es sogar vormachen vom system her, ich wäre sofort dafür

    39. #39 David Bauer

      11:59 Uhr, 5.2.2010, Link

      @Johannes
      Danke für die Zusammenfassung. Der einzige Fehler darin ist die Unterstellung, dass wir keine Idee haben, wie man Nominationen für die Indie-Kategorie hinkriegen würde. Man nehme ein Dutzend Leute, die etwas von (Schweizer) Musik verstehen, sperre sie einen Abend lang mit genügend Bier in einen Raum und lasse Sie fünf Bands/Künstler nominieren. Jede Wette, dass das zu einem guten (logischerweise dennoch streitbaren) Ergebnis führen würde.

    40. #40 the aeschli

      12:54 Uhr, 5.2.2010, Link

      da muss man ja nicht einmal einen abend lang in einen raum sitzen…:
      ich habe das irgendwo schon mal geschrieben, ähnliches system wie beim OSCAR:
      man mache eine jury, die beinhaltet:
      – je eine person ALLER radiosender in der schweiz
      – je eine person ALLER fernsehsender
      – je eine person der grössten 15 printmedien (täglich)
      – je eine person der grössten 10 printmedien (wöchentlich)
      – je 5 personen der 4 grössten schweizer musikwebseiten
      – alle ehemaligen (schweizer) gewinner eines awards in der vergangenheit (max. 4 pro band)
      +++
      man mache 10-15 kategorien, klar definiert und lasse alle jurymitglieder eine liste ausfüllen, wo sie zu allen kategorien 5-10 namen nach freier wahl, die den jeweiligen kriterien entsprechen, ausfüllen.
      daraus ernennt man die jeweilig 5 meistgenannten zu nominierten…
      mit denen macht man dann ein voting, der sieger bekommt den award
      wenn man will kann man ja auch noch ein publikumsvoting einfliessen lassen
      +++
      und so kann man auch easy irgendwelche indie-kategorien machen, so hat es andere bands bei den newcomern, es hätte vermutlich sogar leichten, aber weitläufigen einfluss auf die medienberichterstattung und die airplays

    41. #41 Mathias Menzl

      13:11 Uhr, 5.2.2010, Link

      @johannes: zwei von drei punkten leider falsch. 1. punkt ist korrekt. zweiter punkt: dass die veranstalter keine ahnung von musik haben, behaupte ich nicht. sie nominieren ja nur jene künstler, welche am meisten verkaufen, so ist das prinzip der SMAs. Daran wäre ja grundsätzlich nichts auszusetzen, wäre da nicht punkt 1. und punkt 3: idee ist von david, mir und the aeschli beschrieben, in langen und ziemlich offensichtlichen worten. sicherlich gibt es noch alternativen und andere optionen, es geht ja nur darum mal aufzuzeigen, dass die sma’s so wie sie jetzt laufen, „nöd verhebbäd“ und es ein versuch wert wäre, mal was auszuprobieren. es geht in keinerlei hinsicht um einen wahrheitsanspruch. und überhaupt: von uns jetzt den masterplan zu erwarten und ofenfertig serviert zu bekommen, das hättest du wohl gerne.

    42. #42 Johannes

      13:20 Uhr, 5.2.2010, Link

      Gute Vorschläge. Mir persönlich gefällt der von David besser, zumal ich Oscar nicht derart viel Vorbildfunktion attestieren möchte. Jetzt bleibt die Frage, wie man diese Idee jemandem verkauft, von dem man denkt, er habe keine Ahnung und dessen Engagement man vor lauter Kleingeist pausenlos mit Argwohn begegnet.

      Ich bin für einen alternativen Swiss Music Award, der jeweils gleichzeitig wie der SMA stattfindet und nach davideskem Prinzip Bands nominiert. Dafür biete ich Lokal und Kommunikation. Wer macht den Rest?

    43. #43 David Bauer

      13:46 Uhr, 5.2.2010, Link

      @Johannes
      Bist du damit nicht selber mitten in der Abgrenzungsneurose?

    44. #44 Dominique Marcel Iten

      13:58 Uhr, 5.2.2010, Link

      @Johannes: Es geht nicht darum, ob die Schweizer Indieszene vertreten sein soll. Denn die schwierige Grundfrage ist ja bereits hier: Was ist die Indieszene in der Schweiz? Zählen da Pegasus noch dazu? Und meine Freunde, die gerade eine Band gestartet haben, auch?
      Es wäre vermessen zu fordern, dass man die gesamte Indieszene mit einbinden sollte…das wäre ja schon beinahe ein weltweites Novum in einer Awardshow.
      Mich stören an den SMAs folgende Dinge:
      – Die weltweite musikalische Entwicklung wird einfach mal ignoriert (Stichwort: Kings Of Leon).
      – Best Newcomer national: Pegasus und Liricas Arnalas? Beide haben schon mehr als ein Album draussen, beide sind etabliert, sei es in den Medien und der Clubszene. Wo bleibt ein Act wie Bonaparte, welcher tatsächlich DER Newcomer dieses Jahres war? Alles andere ist doch schlichtweg Schwachsinn und Verfälschung des Schweizer Musikschaffens.
      – Das System dieser IFPI-Awards ist ähnlich dem der Grammys: wer viel verkauft, gewinnt. Da hier aber von „Repräsentation des qualitativen Schweizer Musikschaffens“ gesprochen wird, frage ich mich, ob die werten Jurymitglieder in diesem Jahr auch nur 5 Minuten etwas anderes als DRS 3 Sonntagscharts gehört haben.
      Alles in allem ist die Auswahl (Schweiz wie auch International) mehr als bieder und vor allem vorhersehbar. Hätten Nickeblack im 2009 ein Album veröffentlicht, sie wären ganz bestimmt mit dabei.
      Es geht nicht nur um Indietum. Es geht darum, dass sich die SMA’s als ein Preis für Qualität ausgeben…und dabei massiv am Ziel vorbeigeschossen haben.

    45. #45 Johannes

      14:02 Uhr, 5.2.2010, Link

      @David: Doch, vom gemeinschafts-sinnstiftenden Genörgel, das «Indies» zu «Musikexperten» machen soll, grenze ich mich hier offiziell und öffentlich ab – falls das jemand interessieren sollte. Ich bin für Inhalte und Themen, die auch ohne Diffamierung anderer funktionieren. Dazu zählt «Indie/Alternativ», zweifelsohne. Das Genörgel nicht unnötig und wenig konstruktiv.

    46. #46 the aeschli

      14:24 Uhr, 5.2.2010, Link

      @ johannes
      also anderswo wird nur genörgelt, hier fliessen ja noch etliche ideen mit ein, die müssen ja nicht unnütz sein, nur weil sie dir nicht ins gesamtkonzept passen
      hier sind einfach alle unzufrieden mit dem system hinter diesen SMA, wirklich niemand hat grundsätzlich etwas dagegen, dass die lovebugs, stress, pegasus oder die kings of leon preise bekommen sollen, ist doch lässig. aber wir hier, die meisten, wollen es einfach etwas „freier“, mehr chancen für andere…
      wenn die nominationen nach einer musiklastigen 100köpfigen jury immer noch gleich aussieht, sind wir dann alle zwar nicht happy, aber sagen locker: jänu..
      und ich finde, bevor eine gegenveranstaltung ausgerufen wird, obschon ich das auch schon oft und laut verschrien habe, sollte man vielleicht wirklich mal eine kleine gruppe zusammenrufen, die sich im federal im zürcher HB zu 2 bier trifft, eine idee ausbrütet, vielleicht noch 3-4 gewichtige leute aus dem musicbiz für die grundsatzidee begeister kann und dies dann der IFPI unterbreitet.
      sollte sie sich grundsätzlich dem verwehren, bin ich einer der ersten, der im papiersaal für das alternativ-SMA-backstage-catering salat rüstet und gitarrenkoffer schleppt

    47. #47 Mathias Menzl

      14:36 Uhr, 5.2.2010, Link

      @johannes: jetzt versteh ich dich aber wirklich nicht mehr (genau wie david). mit deinem vorschlag offenbarst du ja selber das, was du sabrina im ersten kommentar dieses threads vorwirfst. und dass wir uns als indies vom mainstream abgrenzen wollen, davon ist ja gar keine rede!? vielmehr ist es ja deine idee, wie du in deinem kommentar offenbarst. soviel zu deiner „abgenzungs-neurose“. abgesehen davon: Idee wäre ja an sich cool, umsetzung hapert wohl, weils niemand machen wird und es wohl auch nix bringt. das ziel sollte doch vielmehr sein, die kohle und organisation der SMAs „zu nutzen“ und dort etwas mehr Kredibilität reinzubringen. Das würde den „sogenannten“ indies ja auch was bringen. denn schliesslich: jene die dort feiern und gefeiert werden, profitieren ja auch von den Indies, indirekt quasi, also haben sie auch ein recht auf die cüplis!

    48. #48 David Bauer

      14:36 Uhr, 5.2.2010, Link

      Wie wir hören, wird 78s als Stimme bei den Verantwortlichen der SMA durchaus wahrgenommen. Man hat zwar keine Freude an unserer Kritik, aber sie kommt an. Und ich persönlich glaube nicht, dass die SMA nicht wandelfähig sind. Es braucht wohl einfach Zeit. Wir bleiben hartnäckig.

    49. #49 Johannes

      17:23 Uhr, 5.2.2010, Link

      @Menzl: Es ist nicht ganz so kompliziert. Meiner Ansicht nach gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Ein geistreicher Vorschlag zuhanden SMA, wie eine Kategorie ‚Indie/Alternativ‘ berücksichtigt werden könnte. Zu diesem Vorschlag bräuchte es Bewertungskriterien für die Nomination und etwas mehr Diplomatie. Oder dann 2. Es besser machen als diejenigen, von denen man denkt, sie hätten keine Ahnung. Am sinnvollsten mit einem eigenen Award. Der könnte ja dann dem Schweizerischen Musikschaffen gerecht werden, oder jedenfalls dem, was ihr darunter versteht.

    50. #50 the aeschli

      17:42 Uhr, 5.2.2010, Link

      das problem ist mit einem eigenen/alternative award, dass es dann zwei gibt, einen cüplipromianlass und ein wollkragenpulloverhornbrillenmeeting. vom einen berichten dann alle medien die irgendwie schreiben, sprechen und filmen können und vom anderen die WOZ und 78s.ch, und das erfüllt den zweck nicht. denn der sinn hinter jeder verleihung eines preises ist immernoch die aufmerksamkeit. und die wird dadurch genau nicht grösser.
      und dann könnte man auch ein simples onlinevoting machen und nachher mit den siegern ins EL LOKAL essen gehen und davon ein paar fotos veröffentlichen.

    51. #51 David Bauer

      17:52 Uhr, 5.2.2010, Link

      @aeschli
      Genau darum halte ich es für falsch, einen Gegenaward aufzubauen. Es gilt die SMA weiterzuentwickeln. Ob dafür mehr Diplomatie nötig ist, wie das @johannes schreibt, werden wir sehen. Diplomatie gehört jedenfalls nicht zu den Kernkompetenzen von 78s…

    52. #52 Johannes

      18:50 Uhr, 5.2.2010, Link

      Genörgel durch konkrete Vorschläge ersetzen wäre Diplomatie genug. In der Klatschspalte einfach mal alles bisschen doof finden, reicht definitiv nicht. Kernkompetenz woauchimmer.
      Aber da sind ja jetzt doch ein paar Punkte zusammen gekommen. Thanks god hat 78s.ch eine Kommentarfunktion…;)

    53. #53 David Bauer

      21:43 Uhr, 6.2.2010, Link

      Johannes, geh doch mal davon aus, dass nicht alles, was 78s tut, direkt auf 78s.ch sichtbar ist.

    54. #54 Johannes

      21:52 Uhr, 6.2.2010, Link

      Aber David, davon gehe ich nicht nur aus, das setze ich sogar voraus! Und streckenweise weiss ich es sogar. I <3 78s!

      Nur soviel noch: Ein eigener Award muss kein Gegenaward sein. Es kann einfach ein eigener sein. Die Schweiz ist gross genug für mehrere Awards. Jedenfalls in meinem Kleingeist.

    55. #55 David Bauer

      22:02 Uhr, 6.2.2010, Link

      Wir haben das sogar schon mal gemacht. Ganz unspektakulär und online-only: http://www.78s.ch/2008/12/15/beste-schweizer-band-78s-music-awards-2008/ (und die weiteren Kategorien: http://www.78s.ch/tag/78s-music-awards/).

    56. #56 Johannes

      02:26 Uhr, 7.2.2010, Link

      2008. 2009? 2010?

    57. #57 the aeschli

      09:44 Uhr, 7.2.2010, Link

      johannes, dich hält niemand auf! mach doch selber!
      es gibt nichts was dagegen spricht:
      – du findest es brauche einen
      – du weisst es besser als alle anderen
      also, hopphopphopp
      wenn du mehr bist als ein nörgler, nämlich ein macher, dann ist das eine „kleinigkeit“ für dich.

    58. #58 Johannes

      13:09 Uhr, 7.2.2010, Link

      @Aschli: 1. Ich kritisiere hier nicht die SMA sondern den zweidimensionalen „He, da steht Schweiz und Musik drauf und ich bin nicht drin, also muss ich draufhauen“-Kurzschluss, der hier den meisten Statements zugrunde liegt. Ich finde, der SMA hat in seiner Form Berechtigung, deklariert sein Auswahlverfahren korrekt und ist in mancher Hinsicht eine Bereicherung für die Schweiz.
      2. Dass es paralell dazu einen Award braucht, ist nicht mein primäres Bedürfnis, sondern mein Vorschlag an alle die, die ein Problem mit dem SMA haben und es besser machen möchten. Ich bot oben meine Mithilfe an.
      3. Obwohl ich finde, man kann sich durchaus auf rein theoretischer Ebende mit dem Thema auseinander setzen, kannst du dich von meinem Macherwahn am kommenden Samstag (13.2.) in Zürich überzeugen: Monkeys on stage! findet dann zum dritten Mal statt und ist – wenn man so will – jeweils mein ganz persönlicher Affenaward. Nominationskriterien unbekannt.
      http://www.monkeysonstage.ch

    59. #59 Dominique Marcel Iten

      16:22 Uhr, 7.2.2010, Link

      @Johannes: Monkeys On Stage ist eine gute Sache. Ist das deine Kiste?
      Betreffend zweidimensionalem Kurzschluss: Es geht ja wirklich nicht darum, dass man sich jetzt als „Indiependent“-Anhänger darüber effochiert, dass da zu wenig Indie vorkommt…ich persönlich denke auf jeden Fall so.
      Mich stört diese verblendete Sicht, welche die SMA an den Tag legen, von wegen Qualitätsspiegel und Repräsentation der Schweizer Musikszene.
      Die SMA’s geben vor etwas zu sein, was sie nicht sind und lassen ein nötiges Fachwissen vermissen. Das ist es, was mich stört.
      Das die SMA’s ihre Berechtigung haben, da stimme ich dir voll und ganz zu. Alles, was der Schweizer Musik weiterhelfen kann, ist gut.
      Nur, warum muss man denn alles immer nur „halbbatzig“ machen, wenn die Möglichkeiten doch so viel weiter gehen würden?
      Drei weitere Kategorien? Juroren, welche nicht direkt von den Plattenfirmen/IFPI stammen oder mit den jeweiligen Bands ja so oder so schon Cüpli trinken?
      Die SMAs sind klar eine Bereicherung, aber ich hoffe, dass au da noch eine Weiterentwicklung stattfinden wird.
      Betreffend eines Paralellawards: Eine Mail genügt.

    60. #60 Johannes

      23:37 Uhr, 7.2.2010, Link

      @DMI: In welchem Fach fehlt deiner Ansicht nach Wissen beim SMA? Oder ist es nicht vielmehr so, dass du andere Qualitätskriterien ansetzt? Meiner Ansicht nach ist der SMA nicht «halbbatzig» sondern in sich sehr schlüssig. Halbbatzig ist die Kritik, die hier geäussert wird und eine Indie-Kategorie am SMA halte ich nicht für eine Weiterentwicklung sondern bestenfalls für eine gutschweizerische Kompromisslösung. Dagegen einzuwenden aber habe ich nichts.

    61. #61 the aeschli

      04:21 Uhr, 8.2.2010, Link

      – ich denke nicht, dass hier den machern des SMA fehlendes wissen unterstellt wird.
      – ich denke nicht, dass hier jemals jemand von qualitätskriterien gesprochen hat.
      – ich habe auch niegends gelesen, dass man explizit eine „indie“-kategorie will, das ist etwas, wovon eigentlich nur du immer sprichst, johannes
      was hier gefordert wird, ist eine öffnung und erweiterung der bestehenden kategorien, damit unbekanntere acts auch chancen haben unter dem gesammtsynonym „swiss music“ irgendwo aufzutauchen, nominiert zu werden oder gar preise zu gewinnen.
      und wenn man sich gedanken macht, wie man etwas verbessern/verändern kann, von dem man jetzt bereits zum dritten mal enttäuscht wurde, ist das weder nörglerei noch ist es halbherzig. und es ist ja nicht so, dass sich nur die „indie“-szene am ganzen stört, sondern man sich auch auf seiten des sog. „mainstreams“, das wurde an anderer stelle auch schon öfter und auch ausführlich kritisiert, auch unter prominenten bands.
      und wie gesagt, ich finde es in der kleinen schweiz nicht falsch, etwas bestehendes zu erweitern, auszubauen. wir haben hier nicht die mittel und kapazitäten, für jeden eigenen furz etwas neues zu machen. das hat man etwas weiteres, „besseres“ „wasweissich“ hat, am schluss mussten dann immer alle leiden, wie die vergangenheit aufzeigt, siehe info-medien, siehe internetseiten, siehe clubs, siehe musikindustrie, siehe erlebnisgastronomie, siehe kunst-veranstaltungen/istitutionen, siehe privatfernsehen, siehe privatradios usw.
      lernen aus fehlern wäre mal angesagt

    62. #62 Johannes

      12:52 Uhr, 8.2.2010, Link

      @the aeschli:
      > – ich denke nicht, dass hier den machern des SMA fehlendes wissen unterstellt wird.
      DMI, 20cm weiter oben.

      > – ich denke nicht, dass hier jemals jemand von qualitätskriterien gesprochen hat.
      Eben nicht. Nur von Qualität ist dauernd die Rede. Fernab jeglicher Kriterien.

      > – ich habe auch niegends gelesen, dass man explizit eine “indie”-kategorie will, das ist
      Dann lies nochmals, vielleicht etwas genauer.

    63. #63 David Bauer

      13:12 Uhr, 8.2.2010, Link

      Ein paar Punkte nochmals von meiner Seite

      1. Johannes‘ Beharren auf einen Kriterienkatalog zielt an der Sache vorbei. Klar definierte Kritierenkataloge sind etwas für wissenschaftliche Untersuchungen. Für die Vergabe eines Awards oder die Nominationen dafür reicht es m.E. aus, eine kompetente Jury zusammen zu stellen und dafür zu sorgen, dass diese Jury zum Diskutieren kommt. Kriterien kristallisieren sich in der Diskussion von alleine heraus.

      2. Ich persönlich, ohne dabei für 78s zu sprechen, würde eine Indie-Kategorie bei den SMA einem zweiten (Gegen)Award absolut vorziehen, beziehungsweise eine allgemeine Trennung in Kategorien, die rein quantitative Erfolg prämieren (was absolut legitim ist) und solche, die musikalische Qualität und künstlerische Innovation küren. Zwei Awards sorgen nur für weitere Zersplitterung einer ohnehin sehr überschaubaren Szene. Ein Award, der Kommerz und künstlerischen Anspruch zusammen bringt, gewinnt an Glaubwürdigkeit und an Aufmerksamkeit. Beides sollte im Sinne der SMA sein.

      3. Ich bin zuversichtlich, dass die SMA sich in eine solche Richtung weiterentwickeln können. Könnte die Finanzierung von der IFPI losgelöst werden, würde dieser Schritt den Veranstaltern sicher leichter fallen.

    64. #64 Johannes

      16:43 Uhr, 8.2.2010, Link

      @David: Mit deinem Punkt 1 bin ich natürlich überhaupt nicht einverstanden: Weder ist die Definition von Kriterien zur Beurteilung von Qualität ausschliesslich etwas für wissenschaftliche Untersuchungen, noch kristallisieren sich die Kriterien in dieser Diskussion in einer nützlichen Form heraus. (Ich lass mich gerne mit einer Zusammenfassung vom Gegenteil überzeugen). Einig ist man sich hier doch eigentlich nur in einem Punkt: Der SMA bringt es für den hier gültigen Musikgeschmack nicht. Das kann sogar ich unterschrieben, halte es aber nicht für relevant.

    65. #65 Dominique Marcel Iten

      20:26 Uhr, 8.2.2010, Link

      Ok. Es war vielleicht falsch von mir, der SMA fehlendes Fachwissen zu unterstellen. Trotzdem haben sie ihre Hausaufgaben nicht gut gemacht, und daran halte ich fest.
      Natürlich setzte ich auch andere Qualitätskriterien, so wie das jeder tut. Aber bei dieser Awardshow ist das einzige Kriterium die Plattenverkäufe…und von daher ist es natürlich in sich stimmig. Aber aus meiner Sicht eine verworfene Chance.
      Es braucht ja auch nicht unbedingt fünf zusätzliche Kategorien. Aber z.B. bei den Newcomern doch bitte Acts, die auch wirklich als Newcomer bezeichnet werden können (gemessen am Schweizer Standard).
      Und warum nicht neben zwei gestandenen Bands auch zwei Indie Acts nominieren? Und dann diese nochmals völlig objektiv neu bewerten und den Award dann vergeben.

    66. #66 Marc

      00:13 Uhr, 9.2.2010, Link

      Für die Schweiz würde ich vorschlagen zuerst einmal eine Basis zu schaffen für die geforderte Kategorie „Indie/Alternative“.

      Unsere „uncoolen“ Nachbarn haben die „Indie Charts“ bereits seit Jahren und es waren da auch schon (u.a. meine eigenen Acts) diverse CH Bands vertreten:

      http://www.indiecharts.at
      http://www.gotv.at/charts.php

      Die CH „Indie Radios“ müssten noch besser Kooperieren und zusammen
      mit den „Indie-Club-DJ’s“ diese Charts herausgeben.
      So braucht es dann am Ende auch keine „Vetterli-Wirtschaft-Jury“

      78s.ch hat natürlich auch eine Chart Stimme verdient – for sure ;)

      CHeers!

      p.s. Am Mittwoch spielen Dúné (DK) im Abart ZH.
      Ilike!

    67. #67 Johannes

      10:21 Uhr, 9.2.2010, Link

      @Marc: Sehr gut gebrüllt, Löwe! Solche Charts wären auch ein gutes Übungsfeld, für das definieren von Kriterien. Zum Beispiel der Kriterien für Kompetenz beim Zusammenstellen einer kompetenten Jury. Ansonsten müsste man sich innert Kürze selber Vetterli-Wirtschaft vorwerfen lassen.

      Übrigens: Ist Dúné eigentlich Indie?;)

    68. #68 Marc

      22:24 Uhr, 9.2.2010, Link

      @ Johannes: Ich glaub Indie ist OUT – nur hat es noch niemand bemerkt :) Mir geht diese Bezeichnung irgendwie auf den Sack. Auf jedem scheiss Zettel steht „Indie“, dabei heisst es nichts anderes als „trotz Anstrengung kein Erfolg“ LOL .Ist Indie nicht eher der Lebenstil der Musiker & Converse, als eine Musikrichtung ;)?

      Ist Indie noch Indie, wenn eine Band in die Top 10 einsteigt?
      Fragen über Fragen.

      Dúné ist wohl eher NewWave/Electro/Pop – sie sehen aber aus wie Indies und sind liebenswert wie Indies :)

    69. #69 sagt mal

      17:48 Uhr, 10.2.2010, Link

      gehts?

    70. #70 Leonie Strahl

      21:23 Uhr, 11.2.2010, Link

      Oh man, da wäre ich liebend gerne auch mal dabei, bei so einem Event!

    71. #71 Mimi

      15:10 Uhr, 12.2.2010, Link

      das wäre mal eine nomination wehrt: stiller has feat. kutti mc (live), sehr amüsant (-;

      http://www.youtube.com/watch?v=sLDgYq7FtH0

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