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  • Song des Tages: Guillemots – Annie, Let’s Not Wait

    Von    |   20. Januar 2010   |   4 Kommentare

    Eigentlich soll’s hier um Fyfe Dangerfield und dessen Solo-Debüt gehen. Nur leider reicht keiner der Songs den Klassikern seiner Band Guillemots das Wasser.

    Mit ihrem zweiten Album „Red“ (2008) haben Fyfe Antony Dangerfield Hutchins und die von ihm 2004 gegründeten Guillemots in der Heimat England zwar den Durchbruch geschafft, sich auf dem Festland aber gleich selbst von der Geheimtipp-Liste gestrichen. Der beachtliche 9. Rang in den UK-Charts bedeutete nicht mehr als die Bestätigung eines hartnäckigen Indie-Klischees: Je schlechter die Musik, desto grösser der Erfolg.

    Während „Through The Windowpane“ (2006) noch durchwegs mit berührenden Balladen und spannendem AvantPop erfrischte (und bis heute unsere Radio-Stimme entzückt), verschluckten auf „Red“ Antimelodie und übermütige Kopfstimmeinlagen noch die letzten geniessbaren Momente.

    Nicht viel besser verhält es sich nun mit des Leadsängers Solo-Ausflug, der sich zu ähnlich anhört, um nicht damit verglichen zu werden. Obschon das Ganze auf „Fly Yellow Moon“ (VÖ 18.1.) erträglicher ausfällt bleibt der Himmel leider finster.

    Daran ändert auch die mutmassliche Zeile des Albums „When my days are rolling stones / when my memories ring like telephones“ in ‚She Needs Me‘ wenig. Und selbst ein Geschenk in Form von ‚Walk In The Room‘ vermag da nichts mehr auszubaden. Eher im Gegenteil.

    Walk In The Room
    [audio:http://thefader.cachefly.net/fyfedangerfield_walkintheroom.mp3]

    Deshalb muss für den Song des Tages mit ‚Annie, Let’s Not Wait‘ auf ein kleines Highlight der frühen Guillemots ausgewichen werden. Und wie es Dangerfield an den Guillemots-Konzerten zu machen pflegt(e), soll auch hier das leise ‚Blue Would Still Be Blue‘ einen doch noch versöhnlichen Abschluss bilden.


    Blue Would Still Be Blue
    [audio:http://villageindian.com/guillemots_Blue_Would_Still_Be_Blue.mp3]

    > Guillemots zu Gast bei Blogothèque

    4 Reaktionen

    1. #1 Susanne

      09:55 Uhr, 20.1.2010, Link

      Schönes Lied! Gefällt mir schon, das Video kann ich aber irgendwie gar nicht sehen. Danke für den Beitrag, interessant!

    2. #2 liv

      16:11 Uhr, 20.1.2010, Link

      es ist auch ein indie-klischee dass man alles was in die charts kommt gleichermaßen scheiße finden muss. ich bin froh, dass die ära „klingeltoncharts“ vorbei ist. aber anstatt sich zu freuen, dass nicht mehr alles so schlecht ist, wie zu beginn der 00er, macht man gute mainstreampopmusik nieder, weil sie „nicht indie genug“ ist. seit myspace ist die plakette indie sowieso nur noch eine einzige lachnummer. musik als statussymbol funktioniert nicht mehr. also get over it. zeit erwachsen zu werden. ich finde den discobeat von she needs me übrigens hinreißend. haut dem indie in die fresse. amen.

    3. #3 Geri

      10:29 Uhr, 5.2.2010, Link

      Liv, ganz deiner Meinung. Musik ist entweder gut, weil mit Leidenschaft und Kreativität gemacht, oder sie ist nicht hörenswert, egal wie man sie nennt, ob Indie oder Hip Hop, Ländlermusik oder deutscher Schlager. (Was nicht heisst, dass man alle Kategorien gleichsam lieben soll…)

    4. #4 Marco Durrer

      14:08 Uhr, 6.2.2010, Link

      @liv: man soll sich freuen, dass nicht mehr alles so schlecht ist wie zu beginn der 00er? was war denn da schlecht? gibt doch immer gute musik, für welchen geschmack auch immer. man muss sich bloss auch mal abseits der (klingelton-)charts rumhören…

      jedenfalls ist es meinem geschmack unfassbar egal, ob ein stück nun in den charts ist oder es sonst keine sau kennt, ob der sound nun aus der schweiz kommt oder aus dem nimmerland: hauptsache es spricht mich an.

      und das haben die guillemots früher gemacht, heute weniger. dafür scheints umso mehr anderen zu gefallen. ist doch schön. und war eine blosse feststellung. für mich persönlich zwar irritierend (und schade, dass die neue richtung den eigenen geschmack nicht mehr trifft), aber für band und neue fans doch super. so what?
      der letzte indie’aner kann sich ja zum glück mit der alten platte trösten… die übrigens noch genauso gut wäre, wenn sie in sämtlichen hitparaden der welt auf 1 stünde. aber wen kümmern schon hitparaden? die einzige ‚hit-parade‘ woraufs ankommt sollte man zuhause stehen oder im herzen bewahrt haben. womit sich dieses auch immer zufrieden gibt…

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