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  • kickass lyrics
  • Tricky enters the dancehall

    Von    |   8. Dezember 2009   |   0 Kommentare

    Tricky hat sein letztes Album mit Hilfe der South Rakkas Crew überarbeitet. „Knowle West Boy“ betritt die Dancehall und wird des Tanzens nicht müde.

    Tricky Meets South Rakkas Crew„Digga, du willst Bass? Hier!!!“, las ich unlängst im Media Markt auf einer Produktebeschreibung, die neben einem auf Tieftonfrequenzen spezialisierten Kopfhörer angebracht war. Dieselbe Beschreibung könnte man im Plattenladen auch auf dem Album „Tricky Meets South Rakkas Crew“ anbringen. Es wummert, bumst und wrumst ohne Ende. Genau die richtige Musik, um sich auf der Tanzfläche die Magenwände massieren zu lassen oder um sein Auto auseinanderzuschrauben, ohne einen Schraubenzieher in die Hand zu nehmen.

    „We come in peace and leave you in pieces“ heisst es zu Beginn des Albums. Tricky und die South Rakkas Crew lassen bei ihrer Kollaboration, die zu grossen Teilen auf Trickys letztem Album „Knowle West Boy“ basiert, keinen Stein auf dem anderen. Dancehall ist der Grundbaustein der Zusammenarbeit des TripHop-Urgesteins und des Produzentenduos, das bereits mit Dancehall-Grössen wie Beenie Man und Bounty Killer zusammengearbeitet hat und Remixes für verschiedenste Popsternchen angefertigt hat. Unter die jamaikanischen Riddims werden weitere Ingredienzien wie Elektro, R&B und Favela Funk gemischt. Das klingt mitunter als hätten M.I.A. und Sean Paul einen hyperaktiven Bastarden gezeugt.

    Man kann davon ausgehen, dass nicht alle Tricky-Fans mit diesem Album gleichviel anfangen können. Von der diabolischen Lethargie des Briten ist auf seinem neuen Werk nämlich wenig zu hören. Zu hoch ist die BPM-Frequenz und zu selten ergreift Adrian „Tricky“ Thaws das Mikrofon, das meistens von Raggamuffins vereinnahmt wird. Manchmal klingt das Booty-lastige Gebräu etwas gar billig. Einige Stücke erinnern an die nervtötenden Sounds, die man in öffentlichen Verkehrsmitteln aus den Handylautsprechern von Teenagern vernimmt. Andere Songs aber grooven mit einem wuchtigen Minimalismus, der vermuten lässt, wie Dancehall im Jahr 2020 klingen könnte.

    > Albumstream „Tricky Meets South Rakkas Crew“

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