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  • 50% Robbie Williams für 50 Millionen: Risikoanlage Popstar

    Von    |   22. November 2009   |   13 Kommentare

    Mit dem aktuellen Album hat Robbie Williams seinen Vertrag mit EMI erfüllt. Seinen nächsten Deal will er auf dem Finanzmarkt abschliessen.

    Die Hälfte davon könnte dir gehören (Bild cc: Thomas Wanhoff)

    Der britische Popstar bietet sich als Finanzinvestment an. Wie die britische Zeitung The Times berichtet, sucht das Management von Robbie Williams nach Investoren, die daran interessiert sind, 50 Millionen britische Pfund (rund 85 Millionen Franken) für die Hälfte von Robbie Williams künftigen Einnahmen zu bezahlen. Konkret heisst das: Jedes zweite Pfund, das Robbie Williams mit Platten, Konzerten, Sponsorenverträgen und Merchandise verdient, fliesst zu den Investoren.

    Vorbild für den möglichen Mega-Deal sind die 1997 ausgegebenen „Bowie Bonds“. David Bowie hatte rund 55 Millionen Franken eingenommen, indem er die Tantiemen an seinen alten Songs auf zehn Jahre hinaus verkauft hatte.

    Der nun auslaufende Vertrag zwischen dem Musiklabel EMI und Robbie Williams war mit fast 100 Millionen Franken für vier Alben dotiert. Laut Times hat sich die enorme Investition für EMI gelohnt. Ob Robbie Williams Zukunft indes genauso golden sein wird wie seine Vergangenheit, ist zumindest in Frage zu stellen. Eine Frage, die sich mögliche Investoren stellen werden.

    Für unsere solventen Leser, die sich überlegen wollen, ob sich ein solches Investment für sie lohnen könnte, noch die Milchbüchleinrechnung: Damit bei einer Inflation von 1% über zehn Jahre ein bescheidener Gewinn von 2% pro Jahr herausschaut, muss Robbie Williams in dieser Zeit rund 135 Millionen erwirtschaften. Alle Angaben ohne Gewähr, 78s übernimmt keine Verantwortung für Fehlinvestitionen in Robbie Williams.

    Bild cc: Thomas Wanhoff

    13 Reaktionen

    1. David Bauer. Journalist. » Den Wandel verfolgen: Artikel über die Musikindustrie
    1. #1 boardend

      10:35 Uhr, 23.11.2009, Link

      Ich könnte kotzen… Musik ist Kunst und kein Produkt!

    2. #2 David Bauer

      11:06 Uhr, 23.11.2009, Link

      Wenn ein Monet, ein Chagall oder ein Warhol versteigert wird, ist es automatisch keine Kunst mehr?

    3. #3 nico

      15:47 Uhr, 23.11.2009, Link

      moment. hier muss nicht gleich wieder die alte grundsatzleier heraufbeschworen werden. kommerzialisierung von kunst? längst geschehen – unwiderruflich. und ist auch völlig okay so. die kunstfundis führen ja immer das argument der leidens-kompenente an. dass leiden ein ganz profunder grundsatz sei, um ernstzunehmende kunst zu schaffen und so. auch einverstanden, kann sein, ja. aber popularität schafft auch leid. das leiden eines künstlers schrägstrich einer künstlerin kann nicht nur auf dessen schrägstrich deren unpopularität oder die abwesenheit kommerziellen erfolgs zurückgeführt werden. sowas kann daraus geschlossen werden, glaubt’s mir. worum es lediglich geht ist doch, das spiel ad absurdum zu führen. Kunst = Produkt, basta. die subversion, um kunst von kommerziellen verwertungsmustern wegzubringen, gibts nicht mehr. auch sie wird verwertet. change the system from within, hat mal jemand gesagt. dazu muss man aber erst die neuen spielregeln akzeptieren.

    4. #4 the aeschli

      17:21 Uhr, 23.11.2009, Link

      lässiger vergleich david…
      es ist glaubs ein unterschied, ob etwas, das bereits existiert hoch gehandelt wird oder etwas das erst noch entstehen muss, in der „kunst“!!
      aber ich kann grundsätzlich boardends erste drei worte unterstützen, denn wer sich nur dem kreativ hingibt, wenn genug kohle fliesst, der macht es niemals mit freien gedanken. ob es dann am schluss kunst ist, das entscheiden sowieso die betrachter…

    5. #5 David Bauer

      17:38 Uhr, 23.11.2009, Link

      @the aeschli
      Warhol, wenn ich das nicht komplett verstanden habe, hat seine Kunst immer auch (und vor allem?) als Produkt verstanden. Also bereits bei der Entstehung.

      Es ist einfach absurd Kunst und Produkt a priori trennen zu wollen. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Natürlich ist mir diejenige Musik sympathischer, die aus der Motivation heraus entsteht, Kunst zu erschaffen (was auch immer das sein mag). In dem Moment da die Musik erschaffen ist (sagen wir: als Konzept) und verkauft wird (ob als Performance oder auf einem Tonträger), wird sie zum Produkt. Das heisst aber nicht, dass sie damit ent-kunstet wird. Ob Kunst oder Produkt ist letzlich eine Frage der Betrachtung.

    6. #6 boardend

      18:19 Uhr, 23.11.2009, Link

      @David Bauer
      In dem Moment als die Kunst passieren durfte, ist es für gewisse Künstler eine Notwendigkeit auch einen Profit daraus zu schlagen. Kein Problem, damit kann ich mich abfinden.

      In umgekehrter Reihenfolge macht das aber keinen Sinn. Der Künstler prosituiert sich und MUSS anschliessend Kreativ sein?! Kreativität ist freiheitsliebend und kann nicht wie Aktien gehandelt werden. Aber das werden die Investoren bemerken, wenn die Karriere ein Ende nimmt.

      Der Grad der Kommerzialisierung der ersten Variante ist Diskutabel, die zweite jedoch nur ein Absurdum!

      Mal sehen, vielleicht kommt es ja gar nicht so weit und Mr. Williams landet schon vorher in der Klapse/Reha… Ich möchte seinen Erfolg nicht geschenkt, und begegne der Kunst lieber in Ihrem Sinne: Spontan und frei von Zwängen!

    7. #7 Maren

      18:29 Uhr, 23.11.2009, Link

      Jetzt mal klarstellen: Robbie Williams und Kunst; genauso gut ist auch Zahnpasta ein leckerer Brotaufstrich. RW ist allein für den Kommerz da, die Musik spielt bloß eine untergeordnete Rolle. Oder glaubt jemand ernsthaft, die EMI würde Millionen in „Kunst“ investieren. Für das Geld das in Herrn Williams reingesteckt wurde, könnten auch zwei dutzend Nachwuchsbands gefördert werden. Aber dieses Risiko wird ein so großes Majorlabel nicht eingehen. Entweder fließt das große Geld bei den alten Showgrößen (RW, Take That, Spandau Ballet, Bon Jovi, etc), oder bei den Casting-„Stars“. Kunst findet ihr bei den kleinen Labels.

    8. #8 nico

      20:03 Uhr, 23.11.2009, Link

      kunst hat immer einen hang zur kommerzialisierung. egal ob wenig beachtetes kleinod oder grossproduktion. sie versucht zu gefallen. allein damit ist dieser tatbestand erfüllt. man kann die kuh mästen – oder aber sie frei auslaufen lassen auf einer idyllischen bergwiese. dass sie aber schlussendlich vom bösen menschen gefressen wird, steht ausser zweifel.

    9. #9 Mark

      21:51 Uhr, 23.11.2009, Link

      Nichts steht ausser Zweifel junger Adorno!

    10. #10 David Bauer

      21:58 Uhr, 23.11.2009, Link

      Als erstes würde ich die Analogie von Kuh und Kuhnst in Zweifel ziehen.

    11. #11 Kunst

      23:30 Uhr, 23.11.2009, Link

      „Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber seit der Moderne auch der Prozess selber sein. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt.“

    12. #12 Padde

      23:56 Uhr, 23.11.2009, Link

      Durchgelesen. Ekelig. So flach wie die Geldscheine die sie zählen, egoistische, frivole Bauerntölpel. Kein Pardon dem Herzlosen Mittelmaß, nicht kaufen, nicht investieren, am besten gar nicht drüber sprechen. Es gibt genügend gute Musik für mehrere (!) Leben.

      *wuff*

      Fernab jeder Negativität, dient dies dem Guten! ;-)

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