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  • Basels Oberpopper sind…Navel

    Von    |   12. November 2009   |   22 Kommentare

    Grosse Überraschung bei der Vergabe des 1. Basler Poppreises: Aussenseiter Navel hat die 15’000 Franken abgeräumt.

    Navel by Chrigel Fisch

    Angesichts der Nominierten hatte die Jury zwei Möglichkeiten: Entweder sie würdigt das jahrelange erfolgreiche Schaffen der Lovebugs oder sie greift einem aufstrebenden Act unter die Arme, um dessen Karriere einen weiteren Schub zu geben („Das Ziel dieser Spitzenförderung muss doch sein, eine zweite regionale Band auf das Level der Lovebugs zu hieven“, sagte Jurymitglied Philipp Schnyder von Wartensee). Dass sie sich für letzteres entschieden hat, offenbar nach langem Ringen, ist erfreulich. Dass dabei aber Navel berücksichtigt wurden, erstaunt dennoch.

    Ohne den Leuten von und hinter Navel zu nahe treten zu wollen (was hiermit wahrscheinlich bereits geschehen ist – Chrigel Fisch, du hast ja unsere Adresse noch), aber wenn in letzter Zeit eine Basler Band ihr Potenzial unter Beweis gestellt hat, dann waren das (die ebenfalls nominierten) The Bianca Story. Zahlreiche (unkonventionelle) Konzerte, eine EP mit fünf Videoclips, das Unique Copy Album und die Elektro-Oper Chris Crocker sind nur einige Beweisstücke für den unheimlichen Schaffensdrang dieser Band. Meine Meinung darum: Die einzige Alternative zu den Lovebugs und damit die richtige Entscheidung für den 1. Basler Pop-Preis wären The Bianca Story gewesen.

    Den Publikumspreis, der auf Grund einer Abstimmung auf BaZ Online vergeben wurde, ging an die Lovebugs.

    (via Basler Zeitung)

    22 Reaktionen

    1. #1 franz branntwein

      11:26 Uhr, 12.11.2009, Link

      liebe leute,
      eigentlich müsste es bei diesem preis doch darum gehen, denn wirklich BESTEN basler pop-act auszuzeichnen. worthülsen wie „potenzial“, „aufstrebend“ oder „unkonventionell „sind doch nur der klägliche versuch, eine diskussion über qualität zu vermeiden. machen wir uns nichts vor, die musik von lovebugs, navel und co. ist gefühlte 100 jahre alt. und deswegen wird in fünf jahren auch kein schwein mehr über diese bands sprechen, lokale meinungsbürger ausgenommen.
      verdient hätte den preis eindeutig und ausschliesslich anna aaron. sie macht einfach die beste und innovativste musik dieser zeit in dieser stadt. nur: dieses eingeständnis war der jury dann wohl doch zuviel. abegesehen davon, braucht anna aaron auf dem weg in die welt diesen provinzzirkus auch nicht. gut so. word. franz

      ps. wieso standen eigentlich keine hiphop-acts zur wahl…zu black?

    2. #2 patrik

      11:38 Uhr, 12.11.2009, Link

      ich komme aus zürich, interessiere mich herzlich wenig für basler lokalkolorit und bin auch kein navel oder lovebugs hörer. auch die musik von anna aaron fühlt sich für mich alt an. soll nicht negativ wertend sein, aber innovativ ist anna aaron bestimmt nicht – sie ist eine gute musikerin… aber machen wir uns doch nichts vor: jury bedeutet immer auch ein stück weit subjektivität. gut, dass musiker geld kriegen. allein das ist wichtig.

    3. #3 flo

      12:15 Uhr, 12.11.2009, Link

      Navel haben den Preis meiner Meinung nach mehr als nur verdient. Die touren sich die Ärsche wund wie keine zweite Band in der Schweiz. Die Aufmerksamkeit, die sie international erhalten, gibt ihnen recht dabei.

    4. #4 seb

      15:52 Uhr, 12.11.2009, Link

      es ist einfach enttäuschend. gerade wenn man eine band auf das niveau der lovebugs hieven will, dann doch bitte auch solche die das niveau dann auch halten könnten…
      denn viele gigs spielen auch top40 bands, aber innovative projekte, eine besondere stimme, unverwechselbarer stil oder sonstige argumente sind bei navel nicht zu entdecken…attitude ist weder pop noch innovativ, vor allem nicht wenn sie so abgelutscht ist wie die der navelgang…

    5. #5 flo

      15:59 Uhr, 12.11.2009, Link

      «… dann bitte solche, die das niveau auch halten können …»

      Auf welchem Niveau befinden sich den die Lovebugs in den letzten paar Jahren musikalisch? Ich sage nicht, dass die Musik von Navel wahnsinnig innovativ ist, aber glaubwürdig sind sie allemal.

    6. #6 tom

      16:28 Uhr, 12.11.2009, Link

      gebe david völlig recht. bianca story haben soviel potenzial wie alle anderen zusammen. es besteht einzig die gefahr dass sie sich etwas zu sehr verzetteln, aber vielleicht wär da so ein preis gerade das richtige gewesen. jetzt braucht’s nämlich mal ein richtiges bianca story album, das erste ist ja leider gerade im vergleich zu ihren live-qualitäten eher mittelmässig ausgefallen.

    7. #7 Johannes

      16:30 Uhr, 12.11.2009, Link

      Ich kann mir auch noch nicht ganz vorstellen, wie Navel «arschtrittmässig unterwegs» (BaZ von heute) sein wird. Bin aber gespannt darauf! Die Wahl ist nachvollziehbar: So beeindruckend sie auch sein mag, die Biografie von Bianca Story ist nicht, was als «straight forward» bezeichnet werden kann. Das birgt für Förderer das Risiko, aufs falsche Pferd zu setzen. Beruhigend zu wissen: Bianca Story werden auch ganz ohne Pop-Preis allen in den Arsch treten.

    8. #8 Patrik

      16:41 Uhr, 12.11.2009, Link

      Die einzige Band, die in diesem Land immer noch sämtlichen Bands den Hintern versohlt, und das mit einer Hand hinter dem Rücken, und auf einem Bein stehend, sind Honey for Petzi, und die kommen nicht aus Basel, sondern aus Lausanne.

    9. #9 patrik

      16:47 Uhr, 12.11.2009, Link

      zum glück gibt es mehr als eine band in diesem land, die hintern versohlen kann…

    10. #10 jonas

      17:14 Uhr, 12.11.2009, Link

      ROCK-Förder-Verein Verleiht nen POP Preis. Sind navel jetzt Pop…sind das nicht Bianca Story? Egal, Hauptsache die Bands bekommen die Kohle. Ist mir lieber, wie das es sonstwo hinfliest.
      Aber ob Wettbewerbsieger den Durchbruch schaffen, sei mal dahingestellt. Wüsste keine Band die am emergenza, battle of bands usw Gewonnen hat und danach den Sprung schaffte. Oder haben FAVEZ, CATARACT, BONAPARTE, GOTTHARD, YELLO etc ihren Ursprung auch als wettbewerbsieger?
      Darum regt euch nicht auf und gönnt es den Jungs.

    11. #11 Malcolm McLada

      18:02 Uhr, 12.11.2009, Link

      @ David et al
      ja ich hab alle adressen noch, ;-)
      die JURY hat den preis verliehen und wer etwas mehr tut, als rumzubloggen und mp3 zu klauen, der weiss, dass diese leute einiges mehr von musik und business verstehen:
      Christof Huber (Openair St.Gallen), Marius Kaeser (Pro Helvetia, Pop), Philipp Schnyder von Wartensee (Migros Kulturprozent/m4music), Michael Schuler (DRS 3, Leiter Musikredaktion) und Marc Krebs (Basler Zeitung).

      Ich bin stolz auf die band, die ich 2004 entdeckte und mit der ich seit über 5 jahren einen langen weg gegangen bin. nur noch das: ich hätte im leben nie geglaubt, dass navel den preis kriegen. NEVER! ich habe auf anna aaron getippt, folk aus uralten mystischen landen, very good und dann 2010 am drücker. es geht nicht alles von heute auf morgen. und: pop kommt von popkultur, wer bücher lesen kann, hier meine empfehlungen: greil marcus: im faschistischen badezimmer. john robb: punk rock. nelson/gonzales: bring the noise. ulf poschardt: dj culture. gina arnold: route 666: road to nirvana. – music has history, folks. musicians are workers, don’t you know.
      dann doch noch ein navel-video: Ye Ye Ye, so der song:
      http://www.youtube.com/watch?v=BwDlTmy_tMg

    12. #12 Dominique Marcel Iten

      20:35 Uhr, 12.11.2009, Link

      @Jonas: Lustig…die Lovebugs Biografie beginnt ja mit einem gewonnenen Bandwettbewerb…

    13. #13 the aeschli

      21:10 Uhr, 12.11.2009, Link

      irgendwie kann ich wettbewerben und fördergeldern im musikalischen bereich nichts abgewinnen, denn:
      alle schweizer bands, die wirklich „abgedrückt“ haben im ausland, die hatten nie sowas bekommen oder daran teilgenommen…
      man kann von ihnen halten was man will, das ist ja dann etwas anderes…:
      krokus, dj bobo, yello, celtic frost, the young gods, stephan eicher… – alle haben ohne pro helvetia und sonstigen gugus-institutionen ihre wege gemacht, und von denen redet man heute noch, und nicht nur im BLICK oder auf klatschheftli.ch, nimmt mich mal wunder, ob wir dann in 15 jahren noch all diese 7navelbiancas, die sophie happy’s oder sonstige swisstopvomseptember-gewinner und mx3-fetischisten kennen… wenns so ist mag ich das wirklich allen gönnen!
      herr von rohr (man kann halten von ihm was man will und dazu gleich noch ein „happy birthday *metal rendez-vous* – 30 jahre und immer noch einmalig erfolgreich in sachen schweizer musik) hat mal in einem buch (das sehr viele lächerlich finden, vorallem die, die nie so erfolgreich waren und wurden wie er…) geschrieben „erfolgreich wird man nicht mit geschenktem geld und permanentem schulterklopfen…“
      darum lasst diese diskussionen um gewonnene oder zerronnene preise und lasst das versohlen irgendwelcher hinterteile und macht einfach musik! das macht allen beteiligten viel mehr spass!
      am ende werden diese NAVEL eh auf einem podest stehen und sagen: „ach, solche preise sind uns nicht so wichtig, wir machen nicht wegen preisen musik“ und sagen das, was dann eh alle gesagt hätten…

    14. #14 jojo

      01:24 Uhr, 15.11.2009, Link

      navel hat den preis definitv verdient. diese selbstgerechten artyfarty-pop pussies von bianca story sind ja eh nur ein schlechter scherz.

    15. #15 gregor

      18:51 Uhr, 16.11.2009, Link

      1. Navel haben es verdient. The bianca Story wird ab dem nächsten Album „brillieren“ und nicht mit Ihrem Debut. Live sind sie jetzt schon ganz weit vorne!

      2. Der Pop Preis ist eine Auszeichnung und kein Wettbewerb! Da kann niemand mitmachen oder bewerben. Da wird zu 100% von einer Jury nominiert. OK!?
      3. Das dumme Geschwätz mit BONAPARTE und co. hätten nie Gelder erhalten oder Auszeichnungen eingesteckt ist falsch und eben nur dumm.

      Bonaparte ist ein guter „Kunde“ von Swiss Music Export und sonstigen Förderstellen, obwohl es praktisch eine deutsche Band ist ;)

      Früher hatten die Plattenfirmen die Kohle, jetzt muss dieses Loch eben anderweitig gestopft werden. Wer das immer noch nicht kapiert hat, soll sich erst über den Markt informieren und dann schreiben.
      thx

    16. #16 the aeschli

      22:42 Uhr, 17.11.2009, Link

      @ gregor
      die plattenfirmen haben immer noch genug geld, die majors haben im vergleich zu vor 20 jahren etwa 3mal mehr releases. also kann man ihnen nicht vorwerfen (auch wenn man ihnen sonst alles vorwerfen kann), sie investieren nicht in bands. (soviel zum kapieren des marktes)
      in was für bands und in welche musikstile, darüber lässt sich streiten, aber das konnte man auch bereits vor 20 jahren…
      und wer denkt, gute musik braucht (gewonnenes, gefördertes, verschenktes oder investiertes) geld um erfolgreich zu werden, dem widerspricht eigentlich die ganze musikgeschichte wenn es um eigenständige musikprojekte geht, denn diese wurden entdeckt, als sie bereits da waren, und dann gefördert… was man dann daraus machte steht auch wieder auf einem anderen blatt…
      aber die dämliche aussage, dass man mit solchen geldern löcher stopfen muss, zeugt von einem grandiosen wohlstandskulturverständnis

    17. #17 gregor

      01:00 Uhr, 19.11.2009, Link

      @ the aeschli: „wohlstandskulturverständnis“
      jetzt hast du es mir aber gegeben.

      „die majors haben im vergleich zu vor 20 jahren etwa 3mal mehr releases“

      du musst es wissen!

      eine veröffentlichung muss nicht zwingend gut gemacht sein und
      und viel geld kosten.

      die meisten dieser bands verkaufen in der schweiz 200-1000 alben und das promo budget reicht ganz bestimmt nicht für eine anständige kampagne. viele veröffentlichungen sagen nichts über das investment der plattenfirmen aus.

    18. #18 chris

      16:47 Uhr, 28.11.2009, Link

      Verdient haben es wohl alle der nominierten Künstler!
      Bin absolut zufrieden mit der Wahl! Und sowieso, wir haben nun einen Pop-Preis…das gibt doch Anlass zur Freude!
      Den Erfolg von Bands sollte man auch nicht an der Präsenz in lokalen zeitungen messen…manche haben halt auswärts mehr Erfolg!Und transportieren somit auch den namen Basel oder (viel wichtiger) schweiz in die Welt hinaus.
      in einem Interview mit einer angesagten new yorker indieband fiel die Frage, ob und welche schweizer band sie kennen – sie nannten eine band namens nomad on venus…hatte von diesen jungs noch nie was gehört… . Also, alles ist relativ und geschmacksache und erfolg in der heutigen multimedialen zeit eh schlecht messbar. navel, die lovies und alle „funktionierenden“ und „herzblutigen“ bands haben es verdient.Freue mich auf das nächste mal.

    19. #19 Tschino

      17:37 Uhr, 1.3.2010, Link

      Louisville meldet insolvenz an:

      http://www.mediabiz.de/musik/news/louisville-records-streicht-die-segel/286508

    20. #20 Gott

      18:10 Uhr, 2.2.2011, Link

      Wenn wir hier sind um über Bands die sich gegenseitig angeblich in den Arsch treten zu reden, dann haben wir die Sprache der Musik grundlegend Missverstanden!!!!

      Alles was ich hier lese ist. Konkurenzkampf, Arschtreten und Neid.
      Worum gehts hier eigentlich? Gehts hier um Musik und Freude oder um engstirnige Vergleiche? seien wir doch froh, dass lokale Musik im allgemeinen, sei es nun Navel, Lovebugs oder Bianca Story, überhaupt gefördert werden kann. Seinen wir doch froh darüber, dass es überhaupt Bands gibt und von der Seite der Jugend ein gemeinsames Interesse an Musik besteht.

    21. #21 Affenwärter

      08:14 Uhr, 3.2.2011, Link

      @Gott: Du hast den Rock ’n‘ Roll nicht verstanden. Drei Felder zurück.

    22. #22 zotto

      15:00 Uhr, 9.6.2012, Link

      verdammt was für eine geile diskussion hier, hab mich kaputtgelacht. beste unterhaltung…

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