78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Sinn des Tages: Via Tania und anderes

Von    |   29. September 2009   |   3 Kommentare

Nach komatösem Schlaf zum Glück erwacht, mit dem Wecker ruft die Pflicht aber viel zu früh. Endloses Arbeiten im stickigen Hobelspan-Staub zwischenmenschlicher Reibungen. Bis unbewusste Gesten, reizvolle Ästhetik und ein zufälliges Stück Musik für frische Luft sorgen. Jeden Tag.

Via TaniaIn dessen Verlauf sich der Nebel lichtet und zum Feierabend die Sonne scheint. Noch ein gemeinsames Bier am See im faszinierenden Zwielicht ihrer Augen, ein zweites in wärmender Gesellschaft ihres Lachens. In lauem Lüftchen tanzen lange Strähnen übers Gesicht und kokettieren mit natürlicher Schönheit. Aber trotz seltenem Wohlgefühl und magischer Geschmeidigkeit des Moments bleibt die harsche Kluft der Verschiedenheit aller Leben, und folgt oft der zu frühe Abschied.

Also wieder allein auf dem Heimweg inmitten aller anderen, die irgendwem vielleicht ähnlich Besonderes bedeuten. Dazu Musik im Ohr und über allem, im Shuffle-Modus wie die Launen des Schicksals. Per Zufall dieser Song und die Verwunderung, wie verschieden alle sind und sich doch so ähneln. Wie gut man sich mit nur Wenigen unter Unzähligen versteht und einander doch fremd bleibt.  

Dennoch reicht ein bestimmtes Lächeln, ein unbestimmter Blick oder eine zufällige Melodie, um die Sinnfrage immer wieder aufs Neue zu klären. Abgesehen vom eigenen, selbstgenügsamen Handeln natürlich. Wie das allnächtlich zufriedene Eindösen. Bis der erbarmungslose Wecker wieder dröhnt und der Sinn vergessen scheint. Aber nicht für lange. Eigentlich nur für den ersten Augenblick. Gut zu wissen.

Ach, aber was will all das leere Gerede, was sollen umständliche Worte – letztlich ist es wohl die Musik, die mich und alles am besten versteht.

>> Den Song ‚Wonder Stranger‘ aus Via Tanias Album „Moon Sweet Moon“ gibt’s hier, Sinn und Unsinn überall und nirgends.

[vimeo 3114249 nolink]

> Zu Via Tanias Song des Tages „Boltanski“