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  • Vorhang auf für Phantom/Ghost

    Von    |   24. September 2009   |   0 Kommentare

    Im Juni dieses Jahres haben Phantom/Ghost auf Dial Records ihr viertes Album veröffentlicht und damit einen überraschend anderen Weg eingeschlagen, der sie morgen auch nach Zürich führt.

    „Thrown out of drama school“ heisst die neue Platte von Phantom/Ghost und eines ist ganz sicher: Was einmal war ist jetzt vorbei. Die Zeichen stehen auf Aufbruch. Also macht man sich miteinander auf den Weg, wie schon in den letzten Jahren, in denen man – von ersten gemeinsamen Gehversuchen in der Disco, einem perfekt inszenierten Abstecher nach Damascus, bis hin zu einem sagenumwobenen Ausflug in den Zauberwald – so einiges erlebt hat und von jeder Reise zum Andenken ein schönes Album mit nach Hause nehmen durfte. 

    Auch diesmal gibt es für Phantom/Ghost viel zu entdecken. Da wandeln von Lowtzow und Mynther auf den Spuren des Beatautors Brion Gysin in einem chimärischen Trip („The Process“) quer durch die Sahara, wo ihnen immer wieder die betörende Sängerin Michaela Meise erscheint. Gemeinsam trifft man auf den französischen Komponisten Olivier Messiaen, der sich auf „Ornithology“ ganz dem Gesang der Vögel verschreibt und in seinen eigenen Kompositionen danach strebt Melodien und Rhythmen zu finden, die die „souveräne Freiheit des Vogellieds“ besitzen. Ganz nebenbei gesteht der Geist von Yves Saint Laurent den Reisenden in “Beautiful Fall”: „I was always allured by the haute couture / although I never really learned how to sew.”

    Phantom/Ghost – Ornithology

    [audio:http://www.fluxblog.net/phantomghost_ornithology.mp3]

    Auf ihrer Reise machen Phantom/Ghost nun auch in Zürich Halt und blättern für uns in ihrem neuen Musik-Album.

    PhantomGhostMit wenig Gepäck haben sie ihre vierte Reise angetreten und ebenso reduziert präsentieren sich Phantom/Ghost nun auch auf der Bühne, die einzig Klavier und Mikrofon Platz bieten muss. Mit einem Glas Champagner prostet man sich noch ein letztes Mal zu, dann greift Mynther in die Tasten, von Lowtzow zum Mikrofon. Lied-Skizzen, mit feinsten Bleistiftminen zu Papier gebracht, werden im Zusammenspiel von Gesang und Piano zum Leben erweckt. Leichtfüssig tingeltangelt von Lowtzow durch die Lieder, sein Vortrag voller Pathos und Koketterie. So reduziert die Instrumentierung, so überzeichnet seine Gestik. Die Stimme so unglaublich präsent, so tief und sonor, dass es einen beim Zuhören im Bauch kitzelt. Mynther setzt da und dort neckisch Akzente oder greift beherzt in den offenen Schlund seines Instruments, das die Akkorde immer wieder verschleppt. Stimme und Klavier umtänzeln sich, der Zuhörer wähnt sich in einem Variété, sieht leichte Mädchen die bauschigen Röcke heben, schwankt zwischen Anerkennung und Amusement.

    „It was a different road that I chose and I still wonder where it goes“ singt von Lowtzow in seiner finalen Zugabe, die Faust in kämpferischer Pose schelmisch gen Himmel gereckt, Mynther huscht ein Lächeln über die Lippen, das Klavier grinst breit. 

    Stille. Der Vorhang senkt sich.

    Und ab.

    > Phantom/Ghost live im Exil: 25.9.


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