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  • Tickley Feather, eine Femme fatale der skurrilen Töne

    Von    |   23. September 2009   |   0 Kommentare

    Hinter Tickley Feather steckt Annie Sachs, eine dieser wunderbar abgedrehten Frauen, die mit ihrer Wohnzimmer-Psychedelia ebenso verstören wie faszinieren.

    Tickley Feather (@The Wire)Ernsthaft zu musizieren begann die Gute erst nach der Geburt ihres Sohnes – wohl um sich ein wenig von der postnatalen Lethargie einer alleinerziehenden Mutter abzulenken. Dieses ‚ernsthaft‘ beinhaltet allerdings ein hohes Mass an Verspieltheit und Experimentierfreude; ganz so, als ob sie sich nach dem Schlaflied für den Kleinen den eigenen absurden Traumfantasien hingibt.

    Mit einfachsten Aufnahme- und Effektgeräten und allem was grad in Reichweite liegt schafft sie sich einen eigenen, blumenbeetbunten Klangkosmos, wo dichter Sternstaubnebel und All-Hall manchmal glatt die ausgeklügelte Stimmakrobatik und das irrsinnige Gespür für ungehörte Melodien verdecken.  

    Tickley Feather kam ihr einfach mal so in den Sinn, als sie die Demotapes für ihre Freunde beschriften wollte. Zu diesen zählen nach einer gemeinsamen Tour übrigens auch die Jungs von Animal Collective, die sich längst als ihr grösster Fan geoutet haben. Kein Wunder, würde die entrückte Pop-Dekonstruktivistin doch perfekt ins (frühe) Kollektiv passen.

    Aber so bleibt sie einfach eine unabhängige, Kopf verdrehende Femme fatale der wunderbar sonderbaren Töne, die durch akustische Hexerei ebenso in Bann zieht wie beispielsweise eine Liz Harris (aka Grouper), Kría Brekkan, Julianna Barwick oder das AvantKlassik-Trio Spires That In The Sunset Rise.

    Am 19. Oktober zaubert die reizende Dame aus Philadelphia ein „Hors D’Oeuvre“ auf den Tisch, das etwas kompakter und ausgefeilter daherkommt als das noch fragment- und skizzenartigere gleichnamige Debüt. Keine leichte Kost zwar, aber doch von exquisit exotischem Frischegeschmack. The Wire serviert mit ‚Don’t Call, Marylin‘ einen kleinen Appetizer auf die ‚Vorspeise‘. Man darf sich auf die weiteren Gänge des ausgefallenen Hör-Menüs freuen. 

    Don’t Call, Marylin (Hors D’Oeuvre)
    [audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2009/09/dont-call-marylin.mp3]

    Fancy Walking (Tickley Feather)

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