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  • Bernard Fevre reist zurück in die Zukunft

    Von    |   10. September 2009   |   1 Kommentar

    Hätte Aphex Twin nicht eine Platte von ihm ausgegraben, wäre der Elektronikpionier Bernard Fevre wahrscheinlich in der Versenkung verschwunden. Nun veröffentlicht der Franzose ein neues altes Album.

    Bernard Fevre by Julia WeckmanAls Aphex Twin’s Label Rephlex 2004 ein Reissue von „The Black Devil Disco Club“ veröffentlichte, zweifelten manche an der Echtheit dieser verschollenen Disco-Perle. Die Platte, die angeblich 1978 erschienen sein sollte, klang futuristischer als mancher Electro der Gegenwart. Das ultrarare Album wurde zu einer Zeit eingespielt, als Sampling noch Zukunftsmusik war. Die französischen Library-Musiker Bernard Fevre und Jacky Giordano behalfen sich mit Tape-Loops anderen aufnahmetechnischen Tricks.

    Nach dem Reissue ihres Debüts sind Black Devil Disco Club wieder aktiv geworden, sind live aufgetreten und haben drei weitere Platten veröffentlicht, bei denen allerdings nie so genau klar war, ob es sich nun um neues oder altes Material handelte. In diesen Tagen öffnet der Black Devil Disco Club die Tore zu seiner mysteriösen Welt ein weiteres Mal. Auch auf „The Strange New World of Bernard Fevre“ (VÖ 11.9.) verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart zu einer Musik, die heute noch so visionär klingt wie gestern.

    Bernard Fevres neues Werk basiert auf seinem 75er-Solo-Album „The Strange World of Bernard Fevre“, auf dem der Franzose sphärischen Moog-Spielereien nachging. Nun veröffentlicht der 63-jährige Klangtüftler das Album in einer überarbeiteten Fassung ein zweites Mal. „The Strange New World of Bernard Fevre“ enthält neue Mixes von alten Stücken sowie bislang unveröffentlichtes Material. Wie viele Komponenten dieser 15 Songs tatsächlich aus den 70ern stammen ist letztendlich Nebensache. Bernard Fèvres Musik existiert in ihrem eigenen Raum-Zeit-Kontinuum.

    Den Hörer erwartet eine wie von Geisterhand eingespielte Traumwelt, in der sich Cyborgmutanten und Roboterzombies an eigenartigen Gerätschaften zu schaffen machen. Sie bändigen ihre überlebensgrossen Maschinen wie virtuose Organisten. Mit undurchschaubaren Kontrollinstrumenten zaubern sie göttliche Klänge in den Raum, die funkelnd in der Schwerelosigkeit verhallen. Man kann zu dieser Musik tanzen oder sie einfach nur bestaunen. Es ist eine kosmische Urmusik, die irgendwo da draussen im Universum schon immer existiert hat. Bernard Fèvre ist es gelungen, sie einzufangen.

    > Albumstream bei LoRecordings

    (Fotocredit: Julia Weckman)

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