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  • Platte der Woche: Joakim – Milky Ways

    Von    |   25. August 2009   |   3 Kommentare

    Joakim schickt seine Hörer auf eine Reise ans Ende der Milchstrasse. „Milky Ways“ ist ein bestechendes Argument für das in letzter Zeit oft hinterfragte Albumformat.

    Joakim - Milky WaysJoakim macht einem den Einstieg in sein neues Werk nicht leicht. „Milky Ways“ (VÖ 28.8, !K7) beginnt mit verspulten Stimmen, Schlagzeuggeschepper und Gitarrengedröhn. „Back To The Wilderness“ macht seinem Namen alle Ehre, bis der Song durch einen treibenden Beat plötzlich an Struktur gewinnt, und Joakims Rakete endlich startklar ist. Mit seinem dritten Album kommt der französische Multiinstrumentalist weit herum. Auf seiner Reise ans Ende der Milchstrasse entert er kosmische Tanzflächen und jammt mit extraterrestrischen Krautrockern.

    Bereits auf „Monsters & Silly Songs“ neigte Joakim Bouaziz zu Ausschweifungen, doch im Vergleich zu „Milky Ways“ wirkt der Vorgänger geradezu kompakt. Mit Hilfe seiner Backing-Band The Disco wirft er diesmal noch mehr Zutaten in einen Topf: Klirrende No-Wave-Gitarren, brachiale Rockriffs, funkelnde Synthesizer, intergalaktische Vocoderstimmen, Italodisco-Arpeggios, poppige Hooklines, funky Licks, Afrobeat-Anleihen und krautige Psychedelia.

    Joakim dekonstruiert die Musikgeschichte von den 70ern bis in die Gegenwart, würfelt die Bruchstücke wild durcheinander und setzt daraus seinen eigenen Klangkosmos zusammen, in dem das Unmögliche möglich ist: Neu gründen eine Kommune mit The Whitest Boy Alive, Giorgio Moroder remixt Animal Collective und Sonic Youth gehen mit Kraftwerk in den Proberaum. Verwunderlicherweise endet der Eklektizismus von Joakim nicht in einem Stilwirrwarr. „Milky Ways“ ist ein konstanter Fluss, der in den unterschiedlichsten Klangfarben leuchtet.

    Auch wenn es den einen oder anderen Hit enthält, der losgelöst vom Ganzen funktioniert, ist dieses Album nicht für die Shuffle-Wiedergabe gemacht. Nur wer diese zehn Songs am Stück geniesst, kann den grösseren Zusammenhang erahnen. Solange es Platten wie „Milky Ways“ gibt, behält das Albumformat seine Berechtigung.

    Joakim – Love & Romance & A Special Person
    [audio:http://thefader.cachefly.net/Joakim-Love-Romance-A-Special-Person.mp3]

    > Albumstream

    > „Milky Ways“-Mikrosite (inkl. Gratisdownload „Glossy Papers“)

    http://www.myspace.com/jimibazzouka

    3 Reaktionen

    1. Twitter Trackbacks for » Platte der Woche: Joakim – Milky Ways | 78s - Das Magazin für bessere Musik [78s.ch] on Topsy.com
    1. #1 acdc

      14:20 Uhr, 28.8.2009, Link

      super Album! fast so gut wie „Fantomes“. Logisch sind solche Alben gerechtfertigt. Im Gegenteil, da kann sich ein Künstler beweisen das er/sie auch etwas drauf hat über 40 Minuten und nicht nur für 3 Minuten.

    2. #2 nico

      10:09 Uhr, 21.9.2009, Link

      travel in vain macht dich zum kosmonauten! alles in allem ein höchstabenteuerliches erlebnis, welches sich so unter einige end-of-the-year-recaps mischen dürfte..

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