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  • Neues aus der Albtraum-Fabrik

    Von    |   21. August 2009   |   0 Kommentare

    Nichts für schwache Nerven: Die Mount Fuji Doomjazz Corporation liefert 40 Jahre nach der Premiere den Soundtrack zum umstrittenen Kultfilm „Succubus“ – und manch sündhaft schönem Albtraum.

    Kilimanjaro Darkjazz Ensemble

    Die zweite Impro-Session (nach „Doomjazz Future Corpses!“) vom Ableger des Kilimanjaro Darkjazz Ensembles entstand während einer Vorführung von „Necronomicon – Geträumte Sünden“ (1966, engl. Succubus), eines schrägen Sexploitation-Films des spanischen Kultregisseurs Jess Franco.

    Doch auch ohne die filmische Referenz passt der Album-Titel „Succubus“ vorzüglich. Als weibliches Gegenstück zum Incubus, zehrt der nachtaktive Dämon an der Lebensenergie schlafender Menschen, mit denen er sich paart, wobei jene sich nach dem Akt höchstens in Form eines (feuchten) Albtraumes an den nächtlichen Besuch erinnern.

    Die Mount Fuji Doomjazz Corporation hingegen beschert unheimliche Tagträume und entführt auf grausiger Geisterbahn in düstere Unterwelten. Rundherum schleicht’s und krabbelt’s im Dunkel, umhuscht und umgarnt von gestaltlosen Schatten. In der Ferne probt sich ein Orchester von Dämonen in Ekstase, schleppende Rhythmen und klagende Posaunen hallen als resignierte Schreie verlorener Seelen von hohen Höllenfelsen wider.

    Ein aufregender, 70-minütiger Horrortrip durch die eigene Psyche. Ein ebenso subtiles wie exzellentes Teufelswerk, das man gerne von sich Besitz ergreifen lässt. Jeglicher Exorzismus wirkungslos – und unerwünscht.

    Ein kleiner Teaser:

    Nach dem gleichnamigen Debüt und der 8-Track EP „Mutations“ darf man vom artverwandten 6-köpfigen Kilimanjaro Darkjazz Ensemble – auch die Schweizer Cellistin Nina Hitz ist fix mit an Bord – auf spätestens Oktober Neues erwarten (diesmal mit mehr Gewähr als damals).

    Shadows (Mutations)

    Auf der kostenlosen Sommer-Compilation vom Label Ad Noiseam kann man mit ‚Embers‘ einen ersten Eindruck vom kommenden Zweitling „Here Be Dragons“ erhaschen. Im Zuge der Veröffentlichung ist für November/Dezember eine ausgedehnte Europa-Tour geplant (Bookings via info@tkde.net).

    [audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2009/08/embers.mp3]

    Mastermind Köhnen alias Bong-Ra hat mit White Darkness übrigens ein weiteres Projekt am Start, das durchaus hörenswert “funeral doom with classical music” paart.


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