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  • Jay Reatard macht endlich gute Musik

    Von    |   11. Juli 2009   |   10 Kommentare

    Jay ReatardJay Reatard ist sowas wie der junge Jason Mascis. Er gilt als ähnlich egozentrisch und ist ebenfalls dem Lo-Fi verfallen. Bisher ist er allerdings mit wenigen Ausnahmen vor allem durch verbale Entgleisungen aufgefallen. Das ändert sich jetzt.

    Jay Reatard hat sich in der jüngeren Vergangenheit einen unerschütterlichen Ruf als egozentrischer Dummschwätzer erspielt und erarbeitet. Schlägereien mit Sicherheitsleuten oder hässliche Wortgefechte mit dem Publikum sind bei Jay Reatard eher die Regel als die Ausnahme. Ausserdem mag er es andere zu dissen. Jüngstes Beispiel: sein Rundumschlag gegen hippe Bands aus Brooklyn und insbesondere The Pain of Being Pure At Heart: „Brooklyn shut up ! most of your bands all suck and you are total wanna bees ! The pains of being boring at heart ….oh it must hurt being so bland“ (via Twitter). Ich war darum auch bitter enttäuscht, dass der Auftritt im vergangenen März im Zürcher Mascotte gesitteter ablief als ein Auftritt der Wiener Sängerknaben. Wofür gehen wir heutzutage noch an ein Konzert, wenn nicht aus dem simplen Grund einer blutigen Schlägerei beiwohnen zu wollen?

    „Watch Me Fall“ heisst der Nachfolger zum Debüt „Blood Visions“ und erscheint am 8. August. Ich konnte bereits ein Ohr voll nehmen und dieses Ohr sagt mir gerade: Jay Reatard verdient sich nun endlich seinen Bekanntheitsgrad auch mit musikalischen Höchstleistungen und nicht bloss mit verbalem Aggro-Pipifatz.

    Jay Reatard – Wounded
    [audio:http://downloads.betterpropaganda.com/download.php?file=Jay_Reatard-Wounded_128.mp3]

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    10 Reaktionen

    1. #1 Xaver Zimmermann

      12:38 Uhr, 11.7.2009, Link

      Wirklich ein übler Zeitgenosse:
      http://www.youtube.com/watch?v=3zOA8i9UnEQ&feature=player_embedded

    2. #2 starttomelt

      15:59 Uhr, 11.7.2009, Link

      Ich frage mich ja, von wem die beiden All Killer & No Filler-Singles Compilations von 2008 und das sehr tolle ‚Blood Visions‘ ist, die in meinem Regal stehen. Muss ein anderer Jay Reatard sein…

    3. #3 kreator

      16:15 Uhr, 11.7.2009, Link

      Der mann ist seit über 10 jahren im musikgeschäft und hat ca. 15 gute alben veröffentlicht (mal abgesehen von den 1000 Singles und eps)

      Er ist manchen Menschen eben nicht nur durch verbale entgleisungen aufgefallen.
      Was wird hier eigentlich für ein mist verbreitet.

    4. #4 Xaver Zimmermann

      16:21 Uhr, 11.7.2009, Link

      Stimmt, finde die Compilations auch grossartig, aber live ist er nix.

    5. #5 kreator

      16:25 Uhr, 11.7.2009, Link

      Okay manchmal übertreibt er es auch wirklich

      http://www.youtube.com/watch?v=jEp4uAQZwoI

    6. #6 Mathias

      17:44 Uhr, 11.7.2009, Link

      blood visions gehört zu den oben genannten ausnahmen. ich schreibe mir nicht auf die fahne das gesamte schaffen dieses mannes zu kennen, aber ich kenne ein paar singles und eps und das meiste ist gelinde gesagt nicht erwähnenswert und rechtfertigt sicher nicht seinen bekanntheitsgrad. Das war der aufhänger. Lesen leute, nicht nur youtube-videos kucken.

    7. #7 kreator

      19:32 Uhr, 11.7.2009, Link

      aus dem artikel geht hervor das sein bekanntheitsgrad aus seinen handlungen rühren und erst durch neuere Veröffentlichungen gerechtfertigt sind, und das stimmt einfach nicht.

      Mit den reatards hat er sich einen legendären status in diversen kreisen gesichert(vollkommen überzogene ebay preise lobpreisungen in entsprechenden Szenen sprechen hier bände), ohne den es wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre mit den lost sounds bei einem heutigen major indie (in the red) unter vertrag zu stehen.

      und im gegensatz zu reatards platten musste man bei neueren solosachen bei ebay nie über 500 euro hinblättern um an ein original zu gelangen

    8. #8 kreator

      19:58 Uhr, 11.7.2009, Link

      ich möchte den geschriebenen Artikel auch gar nicht verbal runtermachen, sondern versuche nur den Eindruck den dieser Artikel vermitteln könnte, jays status speist sich allein aus den letzten beiden veröffentlichungen und seinem manchmal etwas überzogenem Verhalten, entgegenwirken

    9. #9 Mathias

      22:11 Uhr, 11.7.2009, Link

      das tust du, du wirkst entgegen und ich mag dir da auch nicht widesprechen. nur, mir hat sich das universum jay reatard nicht in dem masse aufgetan wie es anscheinend bei dir der fall war, sondern in einem weniger umfangreichen und vor allem weniger überzeugenden rahmen. Und diesen rahmen hab ich oben kund getan. ich mag dir also auch gar nicht widersprechen, sondern es handelt sich demnach einfach um eine unterschiedliche perspektive, auch wenn ich jetzt bei dir wahrscheinlich als banause disqualifiziert bin. fair enough, dem setzen wir uns hier aus. btw: wenn ein paar geeks bei e-bay die preise nach oben treiben macht das noch keine gute band aus. Der kultstatus (bei wem auch immer) ist bzw. war in meinen ohren bisher nicht gerechtfertigt und dazu stehe ich. das kann sich aber natürlich noch ändern, denn die neue platte tönt wirklich vielversprechend. so, und jetzt ein paar bierchen….

    10. #10 kreator

      04:37 Uhr, 12.7.2009, Link

      Nein, auch wenn du seine seitenprojekte hassen würdest, bist du noch lange kein banause. (Die Reatards z.B. machen Musik, bei der ich nachvollziehen kann, dass Menschen, die aggressive Punkmusik nicht mögen, sie ablehenen würden / dass ist nun mal nicht jedermanns Sache)
      Das Wort Kult ist natürlich kein sehr einfach besetzter Begriff. Meistens nehmen nur begeisterte Fans diesen Begriff in den Mund und Menschen die das Mitbekommen und die Musik dann nur „gut“ finden, wundern sich dann.

      Ich mag z.b My bloody valentine überhaupt nicht, wundere mich ab und zu, warum manche Leute wegen ihnen den Verstand verlieren, akzeptiere aber, dass sie für manche die Welt bedeuten und für die Fans Kultstatus besitzen.

      Na dann Prost

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