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  • Satan’s Inn: Anthrax-Alarm!

    Von    |   23. Juni 2009   |   1 Kommentar

    satansinnlogo

    Heavy Metal ist eine furchtbar ernste Angelegenheit? Nicht wenn ihn Anthrax spielen. anthrax_man

    Die Rollenverteilung der vier „Grossen“ des US-Thrash-Metal sieht in etwa so aus: Metallica sind die die Kommerzschlampen, Slayer die Bösen, Megadeth die ewig Unterschätzten und Anthrax diejenigen, die es geschafft haben, dem an sich ernsten Genre eine Prise Humor einzuimpfen. Heute Abend sind Anthrax mal wieder in der Schweiz live zu erleben (in der Schüür in Luzern) was ich zum Anlass nehme, euch kurz einen Überblick über das Schaffen dieser Band zu geben.

    Scott Ian, Gitarrist und einziges verbliebenes Gründungsmitglied der New Yorker Metal-Helden, ist sowas wie der Andre Agassi des Metals. Auch er erkannte die Zeichen der Zeit frühzeitig und liess sich sein schütter werdendes Haar zu einer schicken Glatze zurechtstutzen. Und wie Andre Agassi war er ein Paradiesvogel, der sich (und seine Band) gerne etwas anders inszeniert als es üblich war. So trugen Anthrax statt Lederkluft knallbunte Shorts oder Trainerhosen, auf dem Kopf durfte die schräg aufgesetzte Baseballkappe nicht fehlen. Ian zeigte sich auch gerne im Public Enemy-Shirt. So wie in dieser Live-Aufnahme des Band-Klassikers „Indians“ von 1987 vom Album „Among The Living“, das als Höhepunkt der „klassischen“ Thrash-Ära in Anthrax‘ Schaffen gilt. Hier noch mit Joey Belladonna am Mikrofon:


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    Im selben Jahr taten Anthrax etwas Unerhörtes, etwas das mithalf ein ganzes Genre zu begründen: Sie kombinierten Metal mit Rap (Ok, es ist leicht sie heute dafür zu hassen, aber dass es mal sowas wie Limp Bizkit geben würde konnten Anthrax doch unmöglich erahnen!). Der Song „I’m The Man“ wurde zu einem Hit, auch wenn er heute etwas antiquiert klingen mag:


    1991 wiederholten sie das (erfolgreiche) Spiel, diesmal gemeinsam mit Public Enemy und deren Hit „Bring The Noise“:


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    1993 war dann Schluss mit lustig, Anthrax kamen im Grunge an. Der neue Sänger John Bush rückte die Single aus dem Album „Sound Of White Noise“ jedenfalls stark in die Nähe von Alice in Chains. Trotzdem immer noch ein sehr guter Song:


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    Obwohl seither noch ein paar Studioalben erschienen sind, ging’s eher abwärts mit Anthrax. Erst 2001 war die Band wieder in aller Munde, allerdings nicht aus musikalischen Gründen sondern weil in den USA Anschläge mit Milzbranderregern (englisch: Anthrax) für Angst und Schrecken sorgten. Die Band reagierte darauf auf ihre eigene Art und Weise:

    anthrax_name1

    Auch wenn das 2003er-Album „We’ve Come For You All“ von der Metal-Presse gefeiert wurde, erreichte es kaum die Relevanz der frühen Werke. Die Single „Safe Home“ ist zwar ein netter Heavy-Rock-Song, für meinen Geschmack aber auch etwas austauschbar geraten:


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    2005 folgte ein Nostalgie-Trip, die Band ging im Original-Line-Up von 1987 auf Tour. Fans die auf neue Songs mit Joey Belladonna hofften, mussten ihre Hoffnungen aber bald schon wieder begraben, die alte Liebe hielt nicht länger als diese Tour. Auch John Bush hatte die Band zwischenzeitlich verlassen, so dass mit Dan Nelson ein neuer Mann fürs Mikrofon gefunden werden musste. Mit ihm hat die Band aber noch kein neues Material eingespielt, weshalb wir diesen kleinen Karriereüberblick stattdessen mit einem Knaller von 1985 schliessen: „Madhouse“ vom Album „Spreading The Disease“


    Eine Reaktion

    1. #1 jplove

      12:40 Uhr, 23.6.2009, Link

      Schöner Artikel! Wobei sich die (Bay Area)Thrash-Band ja von Anfang an eher gegen das Leder-, Biker- und Drachentöter-Image des damaligen Metal abgegrenzt haben.

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