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	<title>Kommentare zu: Piratenpartei marschiert nach Brüssel und (vielleicht) bald auch nach Bern</title>
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		<title>Von: Moritz Zimmer</title>
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		<dc:creator>Moritz Zimmer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 00:26:51 +0000</pubDate>
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		<description>@Schubert Was meint denn wohl ein Cédric Wermuth zur piratischen Huldigung der Strasse als Privatsphäre eines Herr Mörgeli? Da bin ich aber gespannt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Schubert Was meint denn wohl ein Cédric Wermuth zur piratischen Huldigung der Strasse als Privatsphäre eines Herr Mörgeli? Da bin ich aber gespannt&#8230;</p>
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		<title>Von: Moritz Zimmer</title>
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		<dc:creator>Moritz Zimmer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 12:58:53 +0000</pubDate>
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		<description>@Schubert Darf ich fragen, in welche politische Richtung, das &quot;leicht extremere&quot; denn zielt? Noch weiter an den altlinken Rand? Oder in die Mitte?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Schubert Darf ich fragen, in welche politische Richtung, das &#8220;leicht extremere&#8221; denn zielt? Noch weiter an den altlinken Rand? Oder in die Mitte?</p>
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		<title>Von: Fritz</title>
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		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 12:56:03 +0000</pubDate>
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		<description>Piratenpartei? Als Musiker und Komponist werde ich die Urheberrechte verteidigen! Woher soll das Geld für das Musik machen kommen , wenn nicht auch über Urheberrechte? Nicht alle machen Musik als Hobby! Erfolgreiche und Bekannte Musiker verdienen eigentlich jetzt schon zu wenig. Darum können sich viele Acts heute auch nicht lange halten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Piratenpartei? Als Musiker und Komponist werde ich die Urheberrechte verteidigen! Woher soll das Geld für das Musik machen kommen , wenn nicht auch über Urheberrechte? Nicht alle machen Musik als Hobby! Erfolgreiche und Bekannte Musiker verdienen eigentlich jetzt schon zu wenig. Darum können sich viele Acts heute auch nicht lange halten.</p>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84565</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 08:31:14 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde die Idee und die Partei sehr unterstützenswert, allerdings muss genau definiert werden, ob es nun eine Partei ist, oder &quot;nur&quot; eine politische Interessensgemeinschaft. Um wirklich Gehör zu finden und auch in gewissem Masse Einfluss zu nehmen, müsste eine Partei entstehen, welche sich auch zu weiteren Zielen äussern muss. Klar besteht der Hauptteil in den benannten Zielen, allerdings ist dies zu wenig um wirklich beachtet zu werden. Weitere Ziele zu Sicherheit, Verkehr, Wirtschaft, Bildung... müssen in kleinerer Form angehängt werden.

Was ich mich aber stark frage, wie weit ist die Partei sozial, oder ein Anhängsel der Sozialisten (gibt es in der Schweiz eine einflussreiche sozialdemokratische Partei überhaupt?)?!? Gerade diese Partei und die Mitte/Mitte links stehenden Parteien sind es im Parlament, welche Ziele verfolgen die genau in die andere Richtung gehen. Ebenfalls kommen auch fast ausschliesslich alle Motionen von den Parteien SP und CVP.
Man sollte sich auch nicht in eine gewisse Ecke drängen lassen, denn so verliert man sehr viel Wählerpotenzial, lieber klare Ziele und eindeutige Meinungen als ein Parteien-HickHack wo man sich nun genau anzusiedeln hat. Ein gutes Beispiel sind hierbei die Grünliberalen, klar Umweltbezogen, allerdings auf Wirtschafts- und Freiheitskurs.

Wenn man sich als kollegiale Partei der Sozialen sieht, dann muss man sich wohl 60% der Wähler an den Hut streichen, weil dies sich mit den eigenen Themen der Bürger nicht deckt. Eine Verbindung zu Jugendparteien ist sinnlos, denn diese verfolgen ähnliche Themen, finden aber kein richtiges Gehör und haben dadurch zu wenig Einfluss. Ebenfalls greifen sie meist Themen (alle politischen Lager) auf, welche zu absurd sind. Dies würde ich so nicht mit der Piratenpartei vergleichen.

Wenn die Partei als eigenständige Partei gegründet wird, und sich weitere Ziele anhängt ist mein Beitritt relativ klar.


&quot;Die Schweiz ist nun mal etwas anders...&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde die Idee und die Partei sehr unterstützenswert, allerdings muss genau definiert werden, ob es nun eine Partei ist, oder &#8220;nur&#8221; eine politische Interessensgemeinschaft. Um wirklich Gehör zu finden und auch in gewissem Masse Einfluss zu nehmen, müsste eine Partei entstehen, welche sich auch zu weiteren Zielen äussern muss. Klar besteht der Hauptteil in den benannten Zielen, allerdings ist dies zu wenig um wirklich beachtet zu werden. Weitere Ziele zu Sicherheit, Verkehr, Wirtschaft, Bildung&#8230; müssen in kleinerer Form angehängt werden.</p>
<p>Was ich mich aber stark frage, wie weit ist die Partei sozial, oder ein Anhängsel der Sozialisten (gibt es in der Schweiz eine einflussreiche sozialdemokratische Partei überhaupt?)?!? Gerade diese Partei und die Mitte/Mitte links stehenden Parteien sind es im Parlament, welche Ziele verfolgen die genau in die andere Richtung gehen. Ebenfalls kommen auch fast ausschliesslich alle Motionen von den Parteien SP und CVP.<br />
Man sollte sich auch nicht in eine gewisse Ecke drängen lassen, denn so verliert man sehr viel Wählerpotenzial, lieber klare Ziele und eindeutige Meinungen als ein Parteien-HickHack wo man sich nun genau anzusiedeln hat. Ein gutes Beispiel sind hierbei die Grünliberalen, klar Umweltbezogen, allerdings auf Wirtschafts- und Freiheitskurs.</p>
<p>Wenn man sich als kollegiale Partei der Sozialen sieht, dann muss man sich wohl 60% der Wähler an den Hut streichen, weil dies sich mit den eigenen Themen der Bürger nicht deckt. Eine Verbindung zu Jugendparteien ist sinnlos, denn diese verfolgen ähnliche Themen, finden aber kein richtiges Gehör und haben dadurch zu wenig Einfluss. Ebenfalls greifen sie meist Themen (alle politischen Lager) auf, welche zu absurd sind. Dies würde ich so nicht mit der Piratenpartei vergleichen.</p>
<p>Wenn die Partei als eigenständige Partei gegründet wird, und sich weitere Ziele anhängt ist mein Beitritt relativ klar.</p>
<p>&#8220;Die Schweiz ist nun mal etwas anders&#8230;&#8221;</p>
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		<title>Von: Schubert Thommen</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84552</link>
		<dc:creator>Schubert Thommen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 01:14:17 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht darf ich kurz Stellung nehmen. Ich war bei den Diskussionen rund um die Gründung, bzw. Wiedergründung der Piratenpartei Schweiz dabei. Die Partei sollte als &quot;Nebenverein&quot; der Sozialdemokratischen Partei, der Partei der Arbeit, der Grünen dienen, um leicht extremere Meinungen zu vertreten, wie es dies bei der Volkspartei mit der AUNS gibt. Die AUNS versteht sich zwar nicht als Partei, aber als politische Vereinigung, wodurch dann eben kein Zwang besteht, zu jeder Thematik eine Meinung zu haben, und wodurch auch bekannte Persönlichkeiten die Cédric Wermuth der &quot;Partei&quot; beitreten können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht darf ich kurz Stellung nehmen. Ich war bei den Diskussionen rund um die Gründung, bzw. Wiedergründung der Piratenpartei Schweiz dabei. Die Partei sollte als &#8220;Nebenverein&#8221; der Sozialdemokratischen Partei, der Partei der Arbeit, der Grünen dienen, um leicht extremere Meinungen zu vertreten, wie es dies bei der Volkspartei mit der AUNS gibt. Die AUNS versteht sich zwar nicht als Partei, aber als politische Vereinigung, wodurch dann eben kein Zwang besteht, zu jeder Thematik eine Meinung zu haben, und wodurch auch bekannte Persönlichkeiten die Cédric Wermuth der &#8220;Partei&#8221; beitreten können.</p>
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		<title>Von: Mathias</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84519</link>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 13:53:28 +0000</pubDate>
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		<description>da stimme ich dir natürlich in allen punkten zu. eine ergänzung noch: ich weiss nicht wie lange die Vorläufer der Grünen Parteien wirklich gebraucht haben, um sich zu formieren und dann auch noch ein Parteiprogramm auf die Beine zu stellen, das alle gesellschaftspolitischen Fragen abdeckt, ich wage aber zu bezweifeln, dass dies innerhalb eines Jahres oder noch kürzer der Fall war. Die Piratenpartei ist noch ein sehr junges Phänomen, das erst dieses Jahr wirklich eine Art Massenwirkung erzielen konnte. Ausserdem sollten die Jungs wohl auch nochmal über ihre Namensbezeichnung drüber gehen, wenn sie für voll genommen werden wollen. Aber das ist dann wiederum ein anderes Thema. Und last but not least, könnten die Anliegen der Piratenpartei auch gerade im Programm der Grünen Parteien aufgehen und dann sowieso wieder verschwinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>da stimme ich dir natürlich in allen punkten zu. eine ergänzung noch: ich weiss nicht wie lange die Vorläufer der Grünen Parteien wirklich gebraucht haben, um sich zu formieren und dann auch noch ein Parteiprogramm auf die Beine zu stellen, das alle gesellschaftspolitischen Fragen abdeckt, ich wage aber zu bezweifeln, dass dies innerhalb eines Jahres oder noch kürzer der Fall war. Die Piratenpartei ist noch ein sehr junges Phänomen, das erst dieses Jahr wirklich eine Art Massenwirkung erzielen konnte. Ausserdem sollten die Jungs wohl auch nochmal über ihre Namensbezeichnung drüber gehen, wenn sie für voll genommen werden wollen. Aber das ist dann wiederum ein anderes Thema. Und last but not least, könnten die Anliegen der Piratenpartei auch gerade im Programm der Grünen Parteien aufgehen und dann sowieso wieder verschwinden.</p>
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		<title>Von: Moritz Zimmer</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84517</link>
		<dc:creator>Moritz Zimmer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 13:32:44 +0000</pubDate>
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		<description>@Mathias Vielen Dank für Deine Antwort: Ich kannte den deutschen Begriff nicht und hab ihn wohl deshalb missverstanden; Wie gesagt, ich kann diese Tendenz im Allgemeinen sehr gut verstehen und begrüsse sie sehr. Giddens hat meiner Meinung nach die richtige Argumentationslinie formuliert: Das Problem liegt wohl kaum in einee allgemeinen Politmüdigkeit, sondern vielmehr in der Abspaltung der politischen Klasse von der Lebensrealität der Bürger und die Vernachlässigung zivilgesellschaftlichen Engagements - wobei er diverse Studien zitieren kann, die sogar ein stärkeres politischen Engagement innerhalb der Zivilgesellschaft feststellen.

Meine Skepsis richtet sich aber nicht an die Form, sondern mehr an die Inhalte; Wenn man so liest was die Schweizer Piraten (auf ihrer Website, Artikel der Homepage) so zusammenbrauen, dann erkenn ich darin vorwiegend eine sehr punktuelle Anti-Haltung. Gegen Verpot von Inhalten im Internet, gegen Verbot von Killerspielen, Kritik am Urheberrecht. Und ich bezweifle, dass man ohne Programm, dass klarre Positionen aufzeigt und auch pragmatische _Lösungen_ enthält, heute noch Politik machen kann. Ein Beispiel:

Auf der Website der Piraten wird - wohl zu recht* - gegen ein Verbot von Killerspielen eingetreten. Ebenfalls berechtigt wird die Frage gestellt, wieso man dann nicht gerade über eine Ausweitung des staatlichen Gewaltmonopols diskutiert. _Für_ ein generelles Verbot von Schusswaffen in privaten Händen wird dann aber doch nicht votiert. Wieso nicht? Woher kommt diese Scheu eine klare gesellschaftspolitische Position einzunehmen, wo die Partei sich doch vorwiegend gesellschaftspolitischer Themen annehmen will?

Klar, die Bewegung ist neu und formiert sich erst und es kann gut sein, dass solche Entwürfe erst im entstehen sind - allerdings bin ich der Meinung, dass klare Positionsbezüge unausweichlich sind. Parteien, die vor der Komplexität der neuen politischen Herausforderungen kapitulieren, haben wir wahrlich schon genug.

Ich sehe hier auch einen klaren Unterschied zur &quot;grünen Bewegung&quot;: Ich wage zu behaupten, dass ihr Erfolg vor allem darauf zurückzuführen sei, dass sie relativ schnell den Weg von einem punktuellen Anti-Haltung zu einer umfassenderen, pragmatischen Poltik gefunden hat. Für die Piraten müsste das in meinen Augen auch heissen, das sie ihren sicheren Hafen &quot;Netz&quot; verlassen und sich den basalen gesellschaftlichen Fragen zuwenden, die das Netz anreibt - und aufwirft. Oder ums zuzuspitzen: Wieviel Feldarbeit braucht relevante Politik?

* Man muss dazu vielleicht anmerken: Wie meist sind die Schlüsse aus psychologischen Studien zu diesem Thema  widersprüchlich. Soviel ich weiss ist aber ein Einfluss von Gewaltdarstellung auf die Psyche deshalb längst nicht von der Hand zu weisen. Politisch ist das schlussendlich meines Erachtens schlussendlich irrelevant, weil es ja um eine gesellschaftliche und eben gerade nicht um eine individuelle Betrachtung geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Mathias Vielen Dank für Deine Antwort: Ich kannte den deutschen Begriff nicht und hab ihn wohl deshalb missverstanden; Wie gesagt, ich kann diese Tendenz im Allgemeinen sehr gut verstehen und begrüsse sie sehr. Giddens hat meiner Meinung nach die richtige Argumentationslinie formuliert: Das Problem liegt wohl kaum in einee allgemeinen Politmüdigkeit, sondern vielmehr in der Abspaltung der politischen Klasse von der Lebensrealität der Bürger und die Vernachlässigung zivilgesellschaftlichen Engagements &#8211; wobei er diverse Studien zitieren kann, die sogar ein stärkeres politischen Engagement innerhalb der Zivilgesellschaft feststellen.</p>
<p>Meine Skepsis richtet sich aber nicht an die Form, sondern mehr an die Inhalte; Wenn man so liest was die Schweizer Piraten (auf ihrer Website, Artikel der Homepage) so zusammenbrauen, dann erkenn ich darin vorwiegend eine sehr punktuelle Anti-Haltung. Gegen Verpot von Inhalten im Internet, gegen Verbot von Killerspielen, Kritik am Urheberrecht. Und ich bezweifle, dass man ohne Programm, dass klarre Positionen aufzeigt und auch pragmatische _Lösungen_ enthält, heute noch Politik machen kann. Ein Beispiel:</p>
<p>Auf der Website der Piraten wird &#8211; wohl zu recht* &#8211; gegen ein Verbot von Killerspielen eingetreten. Ebenfalls berechtigt wird die Frage gestellt, wieso man dann nicht gerade über eine Ausweitung des staatlichen Gewaltmonopols diskutiert. _Für_ ein generelles Verbot von Schusswaffen in privaten Händen wird dann aber doch nicht votiert. Wieso nicht? Woher kommt diese Scheu eine klare gesellschaftspolitische Position einzunehmen, wo die Partei sich doch vorwiegend gesellschaftspolitischer Themen annehmen will?</p>
<p>Klar, die Bewegung ist neu und formiert sich erst und es kann gut sein, dass solche Entwürfe erst im entstehen sind &#8211; allerdings bin ich der Meinung, dass klare Positionsbezüge unausweichlich sind. Parteien, die vor der Komplexität der neuen politischen Herausforderungen kapitulieren, haben wir wahrlich schon genug.</p>
<p>Ich sehe hier auch einen klaren Unterschied zur &#8220;grünen Bewegung&#8221;: Ich wage zu behaupten, dass ihr Erfolg vor allem darauf zurückzuführen sei, dass sie relativ schnell den Weg von einem punktuellen Anti-Haltung zu einer umfassenderen, pragmatischen Poltik gefunden hat. Für die Piraten müsste das in meinen Augen auch heissen, das sie ihren sicheren Hafen &#8220;Netz&#8221; verlassen und sich den basalen gesellschaftlichen Fragen zuwenden, die das Netz anreibt &#8211; und aufwirft. Oder ums zuzuspitzen: Wieviel Feldarbeit braucht relevante Politik?</p>
<p>* Man muss dazu vielleicht anmerken: Wie meist sind die Schlüsse aus psychologischen Studien zu diesem Thema  widersprüchlich. Soviel ich weiss ist aber ein Einfluss von Gewaltdarstellung auf die Psyche deshalb längst nicht von der Hand zu weisen. Politisch ist das schlussendlich meines Erachtens schlussendlich irrelevant, weil es ja um eine gesellschaftliche und eben gerade nicht um eine individuelle Betrachtung geht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mathias</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84502</link>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 18:59:31 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Neue Soziale Bewegung&quot; ist ein stehender Begriff für Grassroots-Bewegungen, die ausserhalb der institutionellen Politik Reformen versuchen herbeizuführen. Diese Bewegungen drangen zu einem späteren Zeitpunkt in die Politik. Im aktuellen Beispiel nimmt die Piratenparteien eine gesellschaftliche Entwicklung politisch auf und vertritt die entsprechenden Anliegen. Natürlich könnten sie dies auch ausserhalb der Politik mittels Referenden versuchen, der Missstand ist aber anscheinend so gross, oder wird als so gross empfunden, dass es zu Parteibildungen gekommen ist. Ähnliches passierte in den siebziger Jahren mit den Grünen. Auch dort hat das traditionelle Parteienspektrum deren Anliegen nicht genügend berücksichtigt. Dass sich diese Parteien zu Beginn immer an einem konkreten Thema orientieren, liegt in der Natur der Sache. Auch die Grünen haben sich erst nachher diversifiziert, im Sinne von, nachhaltiges Handeln betrifft alles Wirtschaft, Kultur, Sport etcl. Die Piratenpartei könnte in dem Sinn die Partei für die Wissens- und Informatinosgesellschaft sein und werden. In dem Sinn könnte es sich um eine &quot;Neue Soziale Bewegung&quot; handeln, die sich rund um ein gesellschaftliches Nischen-Thema gruppiert und damit aufs politische Parkett dringt.  Inwiefern deren Anliegen gut, sozial oder whatever sind, darüber kann man nun streiten. Es ist aber durchaus vorstellbar, dass sich die Piratenpartei als neue politische Alternative für die Informations- und Wissensgesellschaft entwickelt und auch andere Themen aus einer neuen Perspektive betrachtet, genau wie es die Grünen mit der Perspektive &quot;Nachhaltigkeit&quot; getan haben. Wer weiss...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Neue Soziale Bewegung&#8221; ist ein stehender Begriff für Grassroots-Bewegungen, die ausserhalb der institutionellen Politik Reformen versuchen herbeizuführen. Diese Bewegungen drangen zu einem späteren Zeitpunkt in die Politik. Im aktuellen Beispiel nimmt die Piratenparteien eine gesellschaftliche Entwicklung politisch auf und vertritt die entsprechenden Anliegen. Natürlich könnten sie dies auch ausserhalb der Politik mittels Referenden versuchen, der Missstand ist aber anscheinend so gross, oder wird als so gross empfunden, dass es zu Parteibildungen gekommen ist. Ähnliches passierte in den siebziger Jahren mit den Grünen. Auch dort hat das traditionelle Parteienspektrum deren Anliegen nicht genügend berücksichtigt. Dass sich diese Parteien zu Beginn immer an einem konkreten Thema orientieren, liegt in der Natur der Sache. Auch die Grünen haben sich erst nachher diversifiziert, im Sinne von, nachhaltiges Handeln betrifft alles Wirtschaft, Kultur, Sport etcl. Die Piratenpartei könnte in dem Sinn die Partei für die Wissens- und Informatinosgesellschaft sein und werden. In dem Sinn könnte es sich um eine &#8220;Neue Soziale Bewegung&#8221; handeln, die sich rund um ein gesellschaftliches Nischen-Thema gruppiert und damit aufs politische Parkett dringt.  Inwiefern deren Anliegen gut, sozial oder whatever sind, darüber kann man nun streiten. Es ist aber durchaus vorstellbar, dass sich die Piratenpartei als neue politische Alternative für die Informations- und Wissensgesellschaft entwickelt und auch andere Themen aus einer neuen Perspektive betrachtet, genau wie es die Grünen mit der Perspektive &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; getan haben. Wer weiss&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: David Bauer</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84489</link>
		<dc:creator>David Bauer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 13:20:54 +0000</pubDate>
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		<description>Gute Fragen von Moritz. Meine bisher einzige Begegnung mit den Piraten hatte ich vor zwei Wochen auf dem Frankfurter Römer. Die haben Techno abgespielt und standen rum. Nicht mal mich zu entern haben die versucht, diese Piraten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Fragen von Moritz. Meine bisher einzige Begegnung mit den Piraten hatte ich vor zwei Wochen auf dem Frankfurter Römer. Die haben Techno abgespielt und standen rum. Nicht mal mich zu entern haben die versucht, diese Piraten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Moritz Zimmer</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84488</link>
		<dc:creator>Moritz Zimmer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 13:08:57 +0000</pubDate>
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		<description>@Ced Ich muss eingestehen, dass ich mich bisher noch nicht eingehender mit den &quot;Piraten&quot; beschäftigt habe, trotzdem sie mir als Schuss ins Blaue eine Frage erlaubt:

Ich begrüsse es sehr, wenn die demokratische Kraft des Netzes ins reale Leben überschwappt. Gleichzeitig werde ich nicht müde, zu betonen, dass man Netz-kultur und -Gesellschaft nicht mit den Kernbegriffen gleichsetzen sollte. Das Netz ist ein Medium mit Wirkung auf Kultur und Gesellschaft. Ein Beispiel:

Da man davon ausgehen kann, dass das Netz die Entwicklung pluralistischer Gesellschaftsformen begünstigt bis beschleunigt, kommt einer Partei, die die Netz-&quot;kultur&quot; politisch vetreten will, meiner Meinung nach auch die Verantwortung zu, sich der Fragen zu stellen, was denn denn den kleinsten gemeinsamen moralischen Nenner sicherstellt, der schlussendlich Kultur und Gesellschaft ausmacht? Was, wenn nicht Gesetze? Auch Gesetze, wie das Urheber- und Patentrecht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ced Ich muss eingestehen, dass ich mich bisher noch nicht eingehender mit den &#8220;Piraten&#8221; beschäftigt habe, trotzdem sie mir als Schuss ins Blaue eine Frage erlaubt:</p>
<p>Ich begrüsse es sehr, wenn die demokratische Kraft des Netzes ins reale Leben überschwappt. Gleichzeitig werde ich nicht müde, zu betonen, dass man Netz-kultur und -Gesellschaft nicht mit den Kernbegriffen gleichsetzen sollte. Das Netz ist ein Medium mit Wirkung auf Kultur und Gesellschaft. Ein Beispiel:</p>
<p>Da man davon ausgehen kann, dass das Netz die Entwicklung pluralistischer Gesellschaftsformen begünstigt bis beschleunigt, kommt einer Partei, die die Netz-&#8221;kultur&#8221; politisch vetreten will, meiner Meinung nach auch die Verantwortung zu, sich der Fragen zu stellen, was denn denn den kleinsten gemeinsamen moralischen Nenner sicherstellt, der schlussendlich Kultur und Gesellschaft ausmacht? Was, wenn nicht Gesetze? Auch Gesetze, wie das Urheber- und Patentrecht?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ced</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84483</link>
		<dc:creator>Ced</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 11:16:52 +0000</pubDate>
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		<description>Das politische Engagement dass bei vielen durch die Piraten-Partei ausgeloest werden koennte ist wichtig. Es kann daraus durchaus eine soziale Bewegung entstehen, dies ist aber nicht die Mission der Piraten-Partei. Ich denke mal, dies war so gemeint vom Autor dieses Blog-Eintrags.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das politische Engagement dass bei vielen durch die Piraten-Partei ausgeloest werden koennte ist wichtig. Es kann daraus durchaus eine soziale Bewegung entstehen, dies ist aber nicht die Mission der Piraten-Partei. Ich denke mal, dies war so gemeint vom Autor dieses Blog-Eintrags.</p>
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	<item>
		<title>Von: Moritz Zimmer</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84482</link>
		<dc:creator>Moritz Zimmer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 11:03:10 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Der Beginn einer neuen sozialen Bewegung&quot;... Hm hm. Ich frag mich, wie &quot;sozial&quot; eine politische Bewegung ist, die weder zu Bildungsfragen, noch zur Sicherheitsfragen wirklich Stellung nimmt. Datenschutz, Patenrecht und Filesharing sind Probleme einer sehr kleinen Elite. Ich werd&#039; meine Augen trotzdem offen halten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Beginn einer neuen sozialen Bewegung&#8221;&#8230; Hm hm. Ich frag mich, wie &#8220;sozial&#8221; eine politische Bewegung ist, die weder zu Bildungsfragen, noch zur Sicherheitsfragen wirklich Stellung nimmt. Datenschutz, Patenrecht und Filesharing sind Probleme einer sehr kleinen Elite. Ich werd&#8217; meine Augen trotzdem offen halten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: the aeschli</title>
		<link>http://www.78s.ch/2009/06/09/piratenpartei-marschiert-nach-brussel-und-bald-auch-nach-bern/#comment-84471</link>
		<dc:creator>the aeschli</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 05:49:07 +0000</pubDate>
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		<description>eigentlich bin ich gegen solchen gugus...
aber da sich (erfolgreichere) schweizer musiker, die das nicht lustig finden werden, dazu erst äussern, wenn dann schon gegründet wurde und etwas passiert ist, und auch dann erst, wenn man sie konkret dazu befragt, finde ich das doch unterstützenswert</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>eigentlich bin ich gegen solchen gugus&#8230;<br />
aber da sich (erfolgreichere) schweizer musiker, die das nicht lustig finden werden, dazu erst äussern, wenn dann schon gegründet wurde und etwas passiert ist, und auch dann erst, wenn man sie konkret dazu befragt, finde ich das doch unterstützenswert</p>
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