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  • Forever (Sonic) Youth

    Von    |   5. Juni 2009   |   6 Kommentare

    Sonic Youth sind wie ein Monolith im reissenden Strom namens Musikbusiness, und das seit 30 Jahren. Früher waren sie Avantgarde, heute gehören sie zum alternativen Mainstream aka Indie Rock, den sie gegründet haben und dessen Lead sie immer noch inne haben. 

    Sonic Youth sind Sonic Youth. Wie ein Paar eingetragene Schuhe, die fühlen sich immer gleich gut an, denk ich mir so vor dem ersten Hördurchgang. Sonic Youth sind nicht Beck, der sich Platte für Platte neue erfindet. Denkste. Nach „Rather Ripped“, dem Pop-Album, werden auf „The Eternal“, dem ersten Album für ihr neues Label Matador Records, zuerst mal die dissonanten Akkorde und das Verzerrer-Pedal kräftig bearbeitet. Los geht’s mit „Sacred Trickster“ (Hommage an Yves Klein und Noise Nomads) und „Anti-Orgasm“ (Hommage an Uschi Obermaier und die Kommune 1) und ich denke, hell yeah, das rockt. Und dann dieser Break bei „Anti-Orgasm“, zuerst ganz laut und kraftvoll und dann wieder leise, zärtlich und erhaben, Gitarrenspiel so virtuos wie ein Orchester voller bezaubernder Violinistinnen und wir sind erst bei Song zwei. Danach geht’s natürlich im gleichen Stil weiter, in Sachen Heaviness schalten sie auf den folgenden Tracks zwei Gänge zurück, abgesehen von ein paar Zwischensprints, aber die Referenzen gehen im Stil der Auftaktsongs weiter, und die Strukturen werden natürlich nicht weniger farbig.

    „The Eternal“ ist  in seiner Gesamtheit vital und jugendlich, hat einen kräftigen Beginn und mit dem knapp zehn-minütigen „Message The History“ einen bombastischen Schluss, die Platte stimmt. Klar, eine Neuausrichtung ist das nicht, eher eine Rückkehr zu früheren Tagen von „Daydream Nation“ oder „Bad Moon Rising“. Beeindruckend ist ausserdem die rohe Kraft und Innovation, die Sonic Youth Jahr für Jahr auspacken und in wunderbar zeitgenössische Songs verpacken. Früher waren sie die Avantgarde, heute gehören sie zum alternativen Mainstream, den sie gegründet haben und den sie anführen, auch noch mit über 50 Lenzen. Diese geballte innovative Kraft und dieses ewige Streben nach Neuem sind mehr als bewundernswert.

    Und so erinnert man sich verlegen an den ersten Gedanken zurück, wie blasphemisch der doch war, dieser erste Gedanke, als man auf Play gedrückt und sich gedacht hat, da wird sich ja nicht viel getan haben, das sind ja bloss Sonic Youth. Erstarren sollte ich, ich Narr. Das Fazit ist leicht gezogen: Alles andere muss hinten anstehen, Sonic Youth ist die Band-gewordene Gottheit von meiner, gewiss kleinen, Rock ’n Roll-Welt.

    > The Eternal erscheint am 5. Juni

    > The Eternal auf Facebook streamen

    > Sonic Youth-Woche auf Pitchfork TV ab dem 8. Juni

    6 Reaktionen

    1. POPMAT » So 90s
    2. » Musik im Juni: Die Zusammenfassung | 78s - Das Magazin für bessere Musik
    1. #1 Adrian Meyer

      14:52 Uhr, 5.6.2009, Link

      Apropos forever youth: wie schaffen es Thurston und Kim bloss, so frisch auszusehen wie 1991, The Year Punk (supposedly) broke? täglicher SY-Konsum als schlüssel zur ewigen jugend?

    2. #2 timo

      16:32 Uhr, 5.6.2009, Link

      dem facebook link fehlt noch n h am schluss

    3. #3 Cranny

      23:47 Uhr, 6.6.2009, Link

      Great band, but the last few albums are boring.

    4. #4 Luca

      12:50 Uhr, 15.6.2009, Link

      Auch Beck wiederholt sich in den letzten beiden Alben. Da müsste ein anderer Vergleich her.

    78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.

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