• limetorrent latest100
  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

  • kickass lyrics
  • Pearl Jam sind zurück mit neuem Song (The Fixer), neuer Veröffentlichungs-Strategie (Target) und scharfen Anwälten (wuff wuff)

    Von    |   2. Juni 2009   |   22 Kommentare

    Die letzte grosse Grunge-Band ist auch 20 Jahre nach Grunge noch nicht müde. Am Wochenende haben sie einen neuen Song präsentiert und Anwälte auf Blogger gehetzt. Auch der Künstler des Album-Covers scheint eingeschüchtert.

    Zuerst die musikalischen News: „Backspacer“, das neue Pearl Jam-Album, soll im Spätsommer erscheinen. Ein erster Song „The Fixer“ wurde am Wochenende in der Conan O’Brien-Show uraufgeführt. Nein, falsch. Er hätte im Rahmen der Fernsehsendung uraufgeführt werden sollen, aber ein paar Blogger waren schneller. Das hat dann wiederum den Anwälten der Band nicht gepasst, oder waren es doch viel eher die Anwälte des Konsortiums, die für die Veröffentlichung von „Backspacer“ die Kohle locker macht?

    Alles zu schnell gegangen? Also, schön der Reihe nach. Letzte Woche haben Pearl Jam mit ihrem alten Kumpel Cameron Crowe einen Target-Werbespot aufgenommen. Zufällig gerieten da auch ein paar Blogger ins Kameralicht und prompt gelangte die Story über den Video-Dreh ins Netz. Zuerst lediglich in schriftlicher Form, dann auch in musikalischer, als qualitativ schlechte Live-Aufnahme. Alle Beiträge wurden danach entweder zensuriert, so geschehen auf der Fan-Page von Pearl Jam, oder Blogger wurden von den zuständigen Anwälten kontaktiert und gebeten, betreffende Inhalte zu entfernen.

    Ein paar Stunden später sind Pearl Jam dann bei Conan O’Brien aufgetreten und haben den Song live gespielt! Der Song ist mittlerweile natürlich überall im Netz. Ebenfalls als ziemlich schlechte Live-Version.

    So viel dazu. Die ziemlich absurde Abmahnungs-Strategie könnte aber auch einen kommerziellen Hintergrund haben. Die Platte wird nämlich nicht von einem Label veröffentlicht, sondern wie Billboard schreibt, von einem Konsortium. Dazu zählt die Ladenkette Target, ein Telekommunikationsunternehmen, ein Game-Hersteller und ein Netzwerk von unabhängigen Plattenläden.

    Da sind also ziemlich viele Interessen im Spiel und wo viele Interessen im Spiel sind gibt es auch viele Interessenvertreter, und wo es viele Interessenvertreter gibt, gibt es noch mehr Anwälte, die die Interessen der Interessenvertreter und die Interessen der Urheber und der Urheberrechtsvertreter natürlich zu schützen versuchen. Lange Rede, kurzer Sinn: Pearl Jam wollten mit der Trennung vom langjährigen Label-Partner Sony bei der Veröffentlichung ihrer Platten eigentlich unabhängiger werden und haben sich in einem Spinnennetz von kommerziellen Interessen verheddert.

    Das Resultat: Bellende Anwälte, verärgerte Blogger, enttäuschte Fans und eingeschüchterte Geschäftspartner, wie die Reaktion von Tom Tomorrow zeigt, der für das Artwork der Platte verantwortlich zeichnete, aber irgendwie Angst zu haben scheint, darüber zu schreiben. Schöne neue Unabhängigkeit.

    Nachtrag 3.6. 20:58

    > Direkt-Link zum Video

    22 Reaktionen

    1. Links (2. Juni 2009 - 3. Juni 2009) | Testspiel.de
    2. Pearl Jam und die Krux mit dem Konsortium | myoon
    3. » Wochenrückklick | 78s - Das Magazin für bessere Musik
    4. Pearl Jam stellen ersten Song ihres neuen Albums | Musiktipps24 - Deine Musik im Web
    5. QUU.FM - Backstage» Blogarchiv » Pearl Jam: Neuer Track - The Fixer
    1. #1 stefan

      06:39 Uhr, 3.6.2009, Link

      In dem Sinne: „Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von NBC Universal nicht mehr verfügbar.“

    2. #2 Mathias

      07:37 Uhr, 3.6.2009, Link

      tja, und was ist eure reaktion? freut ihr euch jetzt auf das album? ist das gute promotion? wtf! auch auf den anderen plattformen ist das video verschwunden. stereogum hat ein video, das ausserhalb europas nicht abgespielt werden kann. wie ist denn das mit dem album? veröffentlichen sie das in jedem land mit einer anderen warenhauskette und lassen alles geo-blocken?

    3. #3 CerpinTaxt

      08:30 Uhr, 3.6.2009, Link

      ich kenne die hintergründe zwar noch zu wenig, aber pearl jam sind in der regel keine band, die sich um so etwas schert (siehe bootlegs). dass sie neue wege (versuchen zu) gehen, das war absehbar. aber ich denke, die anwälte gehören mehr zum konsortium. die band hat sich ja schon damals wegen ticketmaster ziemlich verheddert. es ist nicht leicht, ein rebell zu sein. aber auf das album freut sich der fan trotzdem. dafür hat er in den fast 20 jahren genug anderes durchmachen müssen, um wegen so etwas enttäuscht zu sein.

    4. #4 Mathias

      09:22 Uhr, 3.6.2009, Link

      @cerpinTaxt: ja, das ist richtig, ich würde pearl jam auch nicht so einschätzen. klar, die haben definitiv nix mit der veröffentlichungsstrategie und den abmahnungen zu tun, jedenfall nicht direkt, umnittelbar schon, denn ihr manager kelly curtis ist da bestimmt anders drauf. die ticketmaster-erfahrung hat sie evtl. auch desillusioniert, worauf sie gar nichts mehr mit dem geschäft an sich am hut haben wollen. die gefahr ihrem image damit zu schaden müssen sie trotzdem begegnen.

    5. #5 CerpinTaxt

      09:46 Uhr, 3.6.2009, Link

      zum thema pearl jam und ihr image könnte man alleine ein buch schreiben ;o)

    6. #6 David Bauer

      09:48 Uhr, 3.6.2009, Link

      Ich habe das Gerücht gehört, dass das Album ausserhalb der USA zwar in die Läden kommt, dort aber mit einer Bärenfalle versehen wird, die zuschnappt, wenn ein nicht-autorisierter Kunde das Album kaufen will.

    7. #7 Dominique Marcel Iten

      10:15 Uhr, 3.6.2009, Link

      Ich freue mich sehr auf das Album. Pearl Jam begleite mich nun seit über 14 Jahren und gehören zu meinen alten Helden.
      Mal schauen, wie das Album kommt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Pearl Jam kein schlechtes Album machen können.

    8. #8 CerpinTaxt

      10:22 Uhr, 3.6.2009, Link

      @david
      ein album mit einer bärenfalle – das würde dann fast schon tool toppen…
      @dominique
      na ja, „binaural“ und „riot act“ waren doch schon ziemlich mässig. auch wenns selber schmerzt, das zuzugeben.

    9. #9 Dominique Marcel Iten

      16:03 Uhr, 3.6.2009, Link

      @CerpinTaxt:
      Sie waren weder grossartig noch aussergewöhnlich. Sie waren okay und einige Songs waren tatsächlich mehr Füller als Brüller.
      Aber trotzdem hatten beide Platten ihre grossen Momente. Ausserdem ist für mich Binaural nach wie vor das Album, bei dem Pearl Jam sich wieder Schwung geholt haben.
      Und auch wenn: Pearl Jam ist und bleibt für mich die einzige Band, bei der ich auf Objektivität pfeife =)

    10. #10 CerpinTaxt

      13:29 Uhr, 8.6.2009, Link

      der song heisst übrigens nicht „the fixer“, sondern „got some“. und weshalb die platte backspacer heisst:
      http://www.nowpublic.com/environment/great-leatherback-turtle-race-pearl-jams-backspacer-wins

    11. #11 lukin88

      18:19 Uhr, 20.7.2009, Link

      tja, ich dachte schon keiner hier hat es bemerkt… das Verwirrspielchen mit ‚got some‘ und ‚the fixer‘ hat weite Kreise gezogen und etliche Kritiker und Geschichten-Schreiber verwirrt.
      Ich sag nur, wer große Neuigkeiten oder schlaue Kommentare verkünden will, sollte sich vorher genauer informieren.

      Zudem finde ich es immer wieder interessant wie die Alben von Pearl Jam kritisiert werden und ‚gute‘ bzw. ’schlechte‘ Musik bestimmt wird. Musik ist und bleibt Geschmacksache. Die einen beklagen das Abkommen von der typischen Linie, die nächsten die Langeweile weil bei jedem neuen Album alte Songs zu erkennen sind.

      Für mich steht ganz klar im Vordergrund, daß eine Band die neue Wege geht und sich weiterentwickelt, gleichsam aber Ihrem Stil treu bleibt, zu den ganz großen dieser Welt zählt.

    12. #12 Dominique Marcel Iten

      20:52 Uhr, 20.7.2009, Link

      „Für mich steht ganz klar im Vordergrund, daß eine Band die neue Wege geht und sich weiterentwickelt, gleichsam aber Ihrem Stil treu bleibt, zu den ganz großen dieser Welt zählt.“
      Bezweifelt das hier irgendwer?

    13. #13 CerpinTaxt

      21:29 Uhr, 20.7.2009, Link

      @lukin88
      der oben performte song heisst „got some“ und die single „the fixer“. was soll daran verwirrend sein? conan o’brien hielt einfach kurz das cover der single in die kamera. „Musik ist und bleibt Geschmacksache“. langsam ein etwas müder kalenderspruch, nicht? man kann auch einfach blind seine lieblinge verehren. mit geschmack hat das dann aber nichts mehr zu tun.
      @Dominique
      nein.

    14. #14 lukin88

      00:11 Uhr, 21.7.2009, Link

      @Dominique Marcel Iten
      dies meinte ich in Bezug auf die Aussage von CerpinTaxt:
      „na ja, “binaural” und “riot act” waren doch schon ziemlich mässig.“
      -> wer diese Alben als ‚mässig‘ bezeichnet oder von ‚Füller statt Brüller‘ schreibt, hat die Veränderungen/Weiterentwicklung nicht mitbekommen oder kann diese nicht recht akzeptieren. Selbstverständlich nur auf das musikalische Können bezogen, der Rest bleibt nun mal Geschmacksache, auch wenn dieser Fakt so manchen nicht passt.

      @CerpinTaxt
      siehe Artikel 2. Absatz: „Ein erster Song “The Fixer” wurde am Wochenende in der Conan O’Brien-Show uraufgeführt.“ -> der dort aufgeführte Song hieß aber meines und Deines Wissens ‚Got Some‘.

      Und zum Thema ‚Blind‘: ich zitiere:
      „na ja, “binaural” und “riot act” waren doch schon ziemlich mässig. auch wenns selber schmerzt, das zuzugeben.“ -> worauf stützt sich diese Aussage (Kritik)… waren Dir diese Platten nicht TEN-like genug? Wenn überhaupt, dann sind solche Aussagen ‚blind‘, denn sie stützen sich auf keinerlei Argument, oder doch? Dann teile das doch bitte mit.

      Es gibt in meinen 17 Pearl Jam – Jahren auch Songs von denen ich weniger begeistert war. ‚Mässig‘ und als ‚Füller‘ würde ich dennoch keinen bezeichnen, musikalisch gesehen sind sie alle eine große Leistung.

      Es geht mir hier nicht darum den angegriffenen, verletzten Super-Fan zu spielen, sondern Meinungen, die rein auf den eigenen Sound-Geschmack bezogen sind, zu kritisieren.

    15. #15 CerpinTaxt

      17:31 Uhr, 21.7.2009, Link

      weisst du, lukin88, solche äusserungen wie „musik ist geschmacksache“ sind meist etwas lächerlich. vor allem wenn sie von leuten kommen, die genau die meinung anderer dann nicht akzeptieren können: „…sondern Meinungen, die rein auf den eigenen Sound-Geschmack bezogen sind, zu kritisieren.“ sorry, aber das ist in bezug auf alles was du schreibst dämlich. da muss ich vor dir auch nichts begründen, du scherzkeks.

      zweitens: „waren Dir diese Platten nicht TEN-like genug?“. das ist eine ebensolche aussage von „fans“, welche allergisch auf kritik ihrer lieblinge reagieren. abgesehen davon unterstellst du mir unwissen und ignoranz. auf der grundlage von WAS GENAU? mein lieblingsalbum von PJ ist „vs.“, ich bin mit der band aufgewachsen und als jugendlicher waren „yield“ und „no code“ meine favoriten. ich weiss, welche bedeutung „binaural“ für pearl jam hatte. und diese band bedeutet mir so viel wie nur ganz wenig andere. aber die angesprochenen platten enttäuschten mich ein wenig, UND DAS IST MEIN GOTTVERFLUCHTES RECHT. trotzdem stehen sie bei mir im regal und werden regelmässig gezückt.

    16. #16 lukin88

      22:41 Uhr, 21.7.2009, Link

      Ok, da muss ich jetzt doch etwas ’schmunzeln‘ :). Wenn ich Deine Antwort so lese frage ich mich wer hier tatsächlich den gekränkten ‚Fan‘ spielt oder tatsächlich gekränkt ist?

      Ich versuche meine Diskussionen meist ohne Beleidigungen zu führen. Entschuldige, daß der Ausdruck ‚TEN-like‘ wohl als solche bei Dir ankam und Dich wohl als ‚richtigen Fan‘ beleidigt hat.

      Nicht weinen, Mama kommt gleich. Sorry, ein wenig Provokation kann ich mir angesichts Deiner Antwort nicht verkneifen, aber leider habe ich das GOTTVERFLUCHTE Recht dazu. LOL

      Zum Schluss noch: Ich akzeptiere durchaus die Meinungen anderer, wenn sie gut begründet sind. Ich lasse mich gern überzeugen und denke auch eine Diskussion lebt davon oder hat ein gutes Ende, wenn alle Beteiligten etwas daraus mitnehmen können.
      Leider hast Du meine darauf bezogene Frage und die kleine Provokation in Deinem Wutausbruch wohl mißvertanden bzw. überlesen. naja… egal :) Dampf ablassen muss auch mal sein.

      Ich danke für diese überaus erleuchtende ‚Diskussion‘ auf einer GOTTVERFLUCHTEN, ’sachlichen‘ Ebene, die mir einmal mehr gezeigt hat, daß getroffene Hunde bellen.
      (Oh sorry, schon wieder ein dummer Kalenderspruch LOL)

    17. #17 Dominique Marcel Iten

      12:40 Uhr, 22.7.2009, Link

      Oh Mensch…bitte versucht doch das Niveau ein wenig zu halten, Leute.
      Binaural und Riot Act waren nun mal keine „typischen“ Pearl Jam Alben. Nichtsdestotrotz waren sie aus meiner Sicht gute, wenn auch durchschnittliche Alben. Insbesonders Riot Act hat uns mit 3 Songs beliefert, welche bereits zu Pearl Jam Live-Klassiker zählen.
      Ich weiss, was du sagen willst Lukin88. Nur drehte sich die Diskussion nicht darum, ob diese Alben im persönlichen Kontext gut waren oder nicht, sondern vielmehr darum, wie diese Alben objektiv im Kontext zu Pearl Jams Schaffen gewertet werden können.
      Und dort fällt Binaural doch ein wenig ab, da es die ganz grossen Pearl Jam Momente vermissen lässt.
      Riot Act hatte dann eher das Problem, dass das Album ein wenig zwitterhaft dastand, unausgegoren. Ein wenig mehr Zeit, und es hätte eines der besseren werden können.
      Uns allen hier ist sehr wohl bewusst, dass die Hörgewohnheiten auseinandergehen, aber darum dreht sich diese Diskussion hier gar nicht.
      Da ist es auch schade, dass gerade deine eher herablassenden Bemerkungen nicht wirklich zu einer guten Diskussion beitragen.
      Manchmal muss man auch die verklärte Fanbrille ablegen können. Glaube mir, auch ich stehe nicht in meinem ersten „Pearl Jam Jahr“, wie du das so schön erwähnt hast (hier muss sich niemand mehr beweisen, wie lange oder wie gut er eine Band kennt).
      Und weiter:
      Ich habe die Weiterentwicklung sehr wohl mitbekommen und begrüsse diese. Leider werden allzu oft durchschnittliche Alben mit dem Prädikat „Weiterentwicklung“ entschuldigt..
      „Binaural“ und „Riot Act“ waren für mich Alben, die nötig waren, damit ein Album wie „Pearl Jam – Pearl Jam“ entstehen konnte.
      Sie waren nicht überragend, aber sie waren interessant und hatten ihre Momente. Und live funktionieren sie so oder so immer wieder.
      Natürlich, ob es jetzt Meisterwerke oder Schrott ist, das darf dann schlussendlich jeder selber entscheiden.
      Aber wie schon gesagt: Das steht hier gar nicht zur Diskussion.

    78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.

  • btscene serials popular