78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Seelisches Pepsin aus Luzern

Von    |   30. Mai 2009   |   6 Kommentare

Portobello-Sänger- und Gitarrist Markus Burri hat ein Solo-Album veröffentlicht, das nicht der Verdauung hilft, aber dem seelischen Wohlbefinden.

P for Pepsine steht im Gegenteil zu Burris Stammband nicht für beschwingten Alternative-Indie, sondern bewegt sich in der Schnittmenge von träumerisch-melancholischem Singer/Songwriter, Indietronic und Folk. Das Debüt „Plans to Leave for Good“ hat Burri in Eigenregie in seinem Wohnzimmer aufgenommen. Und so tönt es auch. Ziemlich intim und trotzdem gelassen. Die DRS 3-Musikredaktion findet den Luzerner auch ganz dufte. Er wurde darum vor einem Jahr mit seiner damals veröffentlichten Maxi-Single zum „mx3-Künstler der Woche“ gewählt. Und jetzt kommt er sogar auf 78s. Wenn das mal nichts ist. Das kann nur ganz steil nach oben gehen. Den nächsten Gipfel erklimmt Burri am 11. Juni und der heisst La Catrina und hat seines Zeichens eine ziemlich begrenzte Fallhöhe. Trotzdem, in Zürich ist es der als Place-to-play und Burri hats geschafft.

„The Map of The World“ befindet sich auf dem Debüt „Plans to Leave for Good“, das letzte Woche auf dem zurzeit sehr umtriebigen Luzerner Label Goldon Records (u.a. auch Count Gabba) veröffentlicht wurde.

P for Pepsine – The Map of the World
[audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2009/05/p-for-pepsine-the-map-of-the-world.mp3]

6 Reaktionen

  1. #1 Phil

    12:26 Uhr, 30.5.2009, Link

    an portobello erinnert hier nur noch wenig – ausser die stimme. erinnert mich in durchaus positivem sinne an bright eyes oder graham coxon und konsorten. Popnopop – gut so.

  2. #2 Goldon

    18:13 Uhr, 30.5.2009, Link

    … und hier der videoclip …

    P FOR PEPSINE – the map of the world
    http://www.youtube.com/watch?v=RNATrnFa90c

  3. #3 seb

    08:20 Uhr, 2.6.2009, Link

    zu goldon gehört auch lallaby, die mit „fairy lines“ eine sehr schöne ep produziert haben. auch ein paar ohren wert, leider hier noch ohne beachtung.

  4. #4 Noah

    15:08 Uhr, 4.6.2009, Link

    Da probiert mal wieder einer aus dem Schatten der verblichenen CH-Lo-Fi Truppe schlechthin (Sportsguitar) herauszutreten, was nur vereinzelt gelingt: ‚the map of the world‘, ’since i live in this town‘ oder ‚frozen fragments‘ haben durchaus Potential. Die restlichen Songs sind ausstauchbar, sorry.

  5. #5 Peter

    08:48 Uhr, 5.6.2009, Link

    …natürlich ist das Album speziel, aber dies macht es ja gerade aus. Sehr eigenwillig und fernab von musikalischen Modeströmungen. Beim mehrmaligen Hören kommt man dem Song näher, er „entdeckt“ sich dadurch selber und das ist spannend an diesem Werk. Die Songs werden dadurch wunderbar!

  6. #6 Noah

    20:18 Uhr, 6.6.2009, Link

    @ Peter: für mich wirken die Songs konstruiert und schwerfällig! Wem’s gefällt …

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