78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

La Carta De Barcelona N°6: Primavera Sound día 1

Von    |   29. Mai 2009   |   2 Kommentare

Phoenix, The Vaselines und Ebony Bones waren aus meiner Sicht die Highlights am ersten Tag des schönsten Festivals des Universums.

Women und Mujeres haben wir verpasst, dann halt zu den Girls: Sehr gut. eine Mischung aus 60s-Pop und Slow-Motion-Ramones. Man darf auf ein Album der Kalifornier gespannt sein.

The Vaselines: Das Festival ist bekannt für alte Helden. Hier habe ich hier schon The Buzzcocks, The Fall, The Sonics, Devo und andere ältere Semester gesehen, die alle überzeugen konnten. So auch die Vaselines, kein Wunder bei der Fülle an unsterblichen Songs.

Yo La Tengo: Unglaublich vielseitig und abwechslungsreich. Das Spektrum reicht vom Punkrockzweiminüter bis Pianoballade. Zum Schluss konnten sie sich das (bei vielen Bands beliebte) übertriebenlange Feedbackgewitter nicht verkneifen. Das finde ich immer ein poco aburrido.

Phoenix: Grossartig! Ich finde die neue Platte spitze, dennoch habe ich mich am meisten über die älteren Stücke gefreut. Und hätten sie nicht ihre viel zu kurze Spielzeit mit einem zirka zehnminütigen Instrumentalstück verschwendet, hätten sie noch drei Hits mehr rausballern können.

Jay Reatard: Vom Pop-Appeal der Platten bleibt live leider nichts übrig weil die Songs in dreifacher Geschwindigkeit runtergedrescht werden. Enttäuschend.

Ponytail: Wurden mir empfohlen, aber man soll bekanntlich nicht alles glauben, was einem die Leute erzählen. Doublebass, kreischende Gitarren, kreischender Gesang – „kreisch!“, weg da!

The Horrors: Man liest ja nur gutes über diese Band in diesen Tagen. Warum bleibt mir allerdings verschlossen. Was soll an diesem einfallslosen Wave-Punk-Horror mit Grunzgesang bitte gut sein?

Aphex Twin: Eine Viertelstunde lang haben mich Breakbeatgewitter und Visuals völlig fasziniert und in den Bann gezogen, nach weiteren zehn Minuten kämpfte ich gegen den Schlaf.

Ebony Bones: Der krönende Abschluss bildete die wilde, charismatische Show der jungen Britin mit mindestens fünf Tophits im Gepäck. Musikalisch zwischen Postpunk, Funk und Elektro. Behaltet diese Frau im Auge!