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  • Ritterschlag von der alten Dame: Stress in der New York Times

    Von    |   28. Mai 2009   |   14 Kommentare

    Man mag von Stress halten was man will: Dass die New York Times ihm einen langen Artikel widmet, ist eine Sensation und beste Werbung für den Musikstandort Schweiz.

    > In Quiet Switzerland, Outspoken Rapper Takes On the Far Right (NYT)

    14 Reaktionen

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    1. #1 insider

      13:45 Uhr, 28.5.2009, Link

      gut gemacht! die schweiz kommt, je länger wie mehr.

    2. #2 CerpinTaxt

      15:48 Uhr, 28.5.2009, Link

      der artikel ist vielleicht werbung für stress, aber nicht für unsere politische landschaft. der artikel hat eigentlich sogar sehr wenig mit musik zu tun, sondern viel mehr mit politik. anders gesagt: ohne blocher gäbe es diesen artikel gar nicht, und der musiker stress wäre nicht in der NYT.

    3. #3 David Bauer

      16:27 Uhr, 28.5.2009, Link

      @CerpinTaxt
      Das ist wohl richtig. Aber was sagt uns das? Dass politische Musik wieder in Mode kommt?

    4. #4 CerpinTaxt

      17:26 Uhr, 28.5.2009, Link

      es sagt uns, dass die NYT eigentlich nicht ihm einen langen artikel gewidmet hat, sondern der politik. so gesehen ist es vielleicht gar nicht so sensationell (wenn man da an die formulierung „on the far right“ denkt). war denn politische musik aus der mode?

    5. #5 the aeschli

      18:47 Uhr, 28.5.2009, Link

      er ist auch nicht mehr als ein trottoirprediger, der grosse parolen schwingt und den mahnfinger hebt. inhalte und lösungen hat auch er keine, ausser *fuck diesen* oder *fuck jenen*
      er schwingt grosse parolen, hat den blocher engeladen, als dieser unerwartet spontan annahm, war die einladung dann plötzlich ganz anders gemeint und er hätte dann von der bühne runter die menge aufgeheitzt, in welcher ebensöttiger blcher stehen täte, mehr nicht! kleines schnäbi, sagt man in meinen kreisen

      wenn das interview einer liest, der noch nie hier war, denkt, dass hier alle gebückt rumlaufen vor angst vor dieser dikdatorischen neofaschistischen regierung, welche hier 7’000’000 menschen unterdrückt.

      jetzt hat er wieder eine grosse plattform bekommen und wieder kann er sich dann allem verwehren und etwas den stinkefinger zeigen. eine grosse tour machen, viele platten verkaufen und ein jahr später wieder die pro helvetia um 40’000.- erleichtern…

      würde er nicht oberflache provokationen auf CD’s pressen, würde man seine kreativität doch als eher erschreckend dünn erkennen und seine freundin wäre höchstens ein bauernkalender-model…

    6. #6 David Bauer

      18:58 Uhr, 28.5.2009, Link

      Auch wenn hier einige richtige Punkte angesprochen werden, so scheint mir doch wieder der klassische Reflex zu spielen: Ein Schweizer Musiker wird im Ausland wahrgenommen und schwupps heisst es: Zu unrecht! Aus den falschen Gründen! Sowieso der falsche!

      Wollte die NYT einfach einen Artikel über die Schweizer Politik schreiben, kann sie das ja jederzeit tun. Dass Sie dabei Stress als Aufhänger nimmt, ist doch mehr als bemerkenswert.

    7. #7 the aeschli

      19:27 Uhr, 28.5.2009, Link

      nein, ist es nicht!
      der journalismus funktioniert wie die politik auch. die SVP würde auch nie eine kroatische familie porträtieren, die seit 20 jahren hier lebt, keine betreibungen hatte, alle super züridütsch können und die frau beim posten die käse auswendig am geruch erkennt.
      so nimmt man im journalismus auch nicht einen langweiligen halbschuh welcher die diplomatische konversation verinnerlicht hat, wenn man kritisch über etwas berichten will, sondern einen scharfmacher, der parolen und sprüche parat hat und die sitzen

      würde irgendeiner, von wo auch immer, hier in der schweiz rumfragen, wen er als solchen scharfmacher mit einer solchen politischen meinung empfielt, der hier genug prominent ist, um auch noch ein paar höhere wellen zu verursachen, würden die meisten jungen und junggebliebenen automatisch stress nennen. dass man dann noch ein wenig etwas über die musik wissen will, ist anstand, nicht mehr.

      ist wie im musikbusiness: stell dir vor, wie populär amy winehouse wäre, wenn sie täglich yoga machen würde und nur tee trinkt! was geschähe mit pete(r) doherty, wenn der ausser für konzerte oder morgenjogging nie sein haus verlassen würde..!

    8. #8 David Bauer

      19:53 Uhr, 28.5.2009, Link

      Gegenfrage: Würde die NYT Stress porträtieren, wenn er wirklich (aus ihrer Sicht) nur ein platter Parolenplauderi wäre?

      Gegenfrage 2: Wie viele Schweizer Künstler wurden schon in einer der renommiertesten Zeitungen der Welt porträtiert?

    9. #9 el pablo

      20:27 Uhr, 28.5.2009, Link

      der artikel ist schon sehr oberflächlich. renommiertes blatt hin oder her. man vermittelt den eindruck als wären die „right-wings“ um kaiser blocher die absoluten macher hier und der stress der einzige der sich dagegen wehrt. von einer starken linken zb steht kein wort.
      und was soll das mit diesem klassischen reflex herr bauer? stress ist nicht mehr als ein servelat-prominenter. sein musikalischer output ist meiner meinung nach keine zeile wert.

    10. #10 CerpinTaxt

      22:06 Uhr, 28.5.2009, Link

      @david
      zu frage 1: ich weiss nicht, wie intensiv sich die leute bei der NYT mit einem auf französisch rappenden schweizer auseinandergesetzt haben. ein portrait ist es nicht. ich bleibe dabei, hier geht es nur um politik – stress ist ein geeigneter aufhänger. mehr nicht.
      zu frage 2: es gibt leute, die haben einen ähnlichen reflex. nur eben in die andere richtung. mir wäre es aber deutlich lieber, wenn dann künstlerinnen wie big zis portraitiert würden.

    11. #11 Don

      13:21 Uhr, 29.5.2009, Link

      Schreibt ihr doch mal einen fundierten Artikel über die politische Situation eines kleinen Landes, in dem ihr nicht seit Jahrzehnten wohnt. Das kann unmöglich ein komplett präzises Bild abgeben. Big Zis wäre mir auch lieb, aber Stress ist nunmal bekannter und erfolgreicher (in Zahlen zumindest).
      Ich finde es bemerkenswert, dass solch ein Artikel, inklusive Stress, in der NYT erscheint.

    12. #12 dominic

      04:20 Uhr, 30.5.2009, Link

      I love u, the aeschli. du bringst es einmal mehr auf den punkt.

    13. #13 silvia

      12:50 Uhr, 31.5.2009, Link

      Und auch diese so grausam renommierte Zeitung recherchiert knallhart, und gibt sogar noch Rapper „Gries“ einige Credits…
      Aber denkt ihr wirklich, dass sich nun auch nur irgendein Leser in den USA oder wo auch immer, für Stress und seine Musik interessieren wird? Vielleicht gehen ihn einige auf MySpace abchecken, doch die Grosszahl der Leser, wird nun denken, die Schweiz sei total rechts und alle beten ihren Blocher an etc., einen anderen Effekt wird es kaum geben.

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