78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Schnitzer ohne Patzer

Von    |   27. Mai 2009   |   9 Kommentare

„Züri-Indie“ die Zweite. Nach Gabardines Indie-Juwel „Years & Airports“ kommt nun die Hipster-Platte von Schnitzer. Auf 78s gibts das ganze Werk als exklusives Streaming.

Was sind wir gesegnet im Monat Mai. Nach dem 78s Album-Countdown von Gabardines neuer Platte „Years & Airports“, die ein ziemliches Schmankerl ist, kommen wir mit „The Debut of the Quartet“ von Schnitzer schon wieder in den Genuss einer deliziösen Portion Züri-Indie in Weltformat. Zürich entwickelt sich langsam aber sicher zur Indie-Metropole der Schweiz und löst damit Luzern und Lausanne ab. Dies mal als provokative Randbemerkung.

Schnitzer demonstrieren auf ihrem Debüt die ganze Klaviatur der angesagten Indieness. Man hört Vogelgezwitscher, Bläser, Piano, Streicher, Samples, Synthesizer und das Wichtigste: Chöre bis zum Abwinken. So trifft Indie Rock auf Dream-Pop und Synthie-Pop auf Psychedelica. Die Songs selber gehen selten den geraden Weg, Schnitzer zelebrieren lieber die komplexe Songstruktur, ohne dabei mühsam zu werden. Umschweife im Rahmen und stets mit einem grossen Auge auf die alles tragende Harmonie schielend.

Live hat sich die Künstler-Band in Zürich bereits einen hervorragenden Ruf erspielt. Die Konzerte sind jeweils proppenvoll und die Leute summen nicht nur mit, nein sie gehen und singen mit. Die Schweiz, nein, Europa kann kommen.

> Plattentaufe: 3. Juni, Zukunft Zürich (u.a. mit Disco Doom und Yakari als Gäste)

> Schnitzer – The Debut of the Quartet im 78s Soundsystem