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  • La Carta De Barcelona N°4: The Wave Pictures

    Von    |   24. Mai 2009   |   2 Kommentare

    The Wave Pictures, Englands charmanteste Indiepop-Band, spielten mit neuem Album im Gepäck vor euphorischem, katalanischen Publikum.

    Weniger als ein Jahr nach „Instant Coffee Baby“ , nach zwei EPs und diversen Nebenprojekten veröffentlichte das fleissige Trio Anfang Mai schon ihren nächsten Longplayer. „If You Leave It Alone“ ist ein weiteres Meisterwerk, man braucht nur ein bisschen länger, es als solches zu erkennen.

    Offensichtliche Mitsing-Hits wie „Leave That Scene Behind“ oder „I Love You Like A Madman“ gibt’s auf der neuen Platte nicht. Sie besteht hauptsächlich aus entspannten, leicht melancholischen Balladen, ist aber insgesamt wärmer und stimmiger als ihr Vorgänger. Es gibt mehr Akustik-Gitarren und Bläser und die Stimme David Tattersall’s quäkt nicht mehr wie die einer Comicfigur, sondern hat schon so etwas wie Soul. Auch Punchlines wie das legendäre „a sculpture is a sculpture, marmelade is marmelade, but a scultpure of marmelade is a sculpture but it isn’t marmelade“ sucht man auf dem neuen Werk vergebens. Womit nicht gemeint ist, dass die Texte das kleinste Vergnügen dieses Albums ausmachen. Im Gegenteil, es gibt immer noch einiges zu schmunzeln.

    Schön auch, dass sich meine Befürchtungen nach dem letzten Wave Pictures-Konzert, sie würden auf der nächsten Platte jeden Song mit einem gefühlt fünfminütigen Gitarrensolo erschlagen, nicht bewahrheitet hat. Ein Umstand, der, meiner Meinung nach, die letzte Platte der Wave Pictures-Kumpels Herman Düne (auf deren Album der Wave Pictures-Gitarrist die Soli gespielt und dessen Stanley Brinks auf „If You Leave It Alone“ die Bläser beigesteuert hat) zu einer eher nervigen Angelegenheit verkommen liess.

    Die Wave Pictures nehmen sich da vornehm zurück und sparen sich ihre Solierfreude für die Konzerte auf. Aber auch da haben sie dazugelernt: Die Solos und improvisierten Teile sind kürzer und mehr auf den Punkt gebracht. Ausserdem verfügt die Band über erstklassige Entertainerqualitäten. Wenn sie zum Beispiel erklärt, gerne Publikumswünsche zu erfüllen und eine Coverversion jeder x-beliebigen Band spielen würde, sich dann aber gleich völlig ironiefrei darüber beklagt, dass immer The Clash und nie Dire Straits gewünscht werden. Denn The Clash seien ja nunmal „a really crappy band“ wogegen die Dire Straits eine „really good band“ seien. Als sich eine Stimme aus den hinteren Reihen einen Song von Hefner wünscht, wird das von der Band dankend aufgenommen. Was folgt, ist eine grossartige Version von „Hello Kitten“.

    Noch mehr Lacher ernten die Wave Pictures beim Auftritt ihres Gastmusikers Alberto, „Spains most famous cow bell player“, der dann allerdings am Schluss des Songs, als die Band anfängt zu improvisieren, arg in Verlegenheit gebracht wird und Mühe hat, den Takt zu halten. Nach zwei Zugaben ist Schluss, die Wave Pictures haben Barcelona einmal mehr im Sturm genommen.

    2 Reaktionen

    1. #1 dominic

      09:52 Uhr, 25.5.2009, Link

      hoffentlich auch bald wieder in der Schweiz!

    2. #2 Fetti

      19:13 Uhr, 1.6.2009, Link

      Definitv nicht ganz so gut wie der Vorgänger!

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