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  • La Carta De Barcelona N°1: Indierock im Warenhaus.

    Von    |   17. April 2009   |   2 Kommentare

    Wir freuten uns auf das erste Open-Air-Konzert der Saison in entspannter Atmosphäre direkt am Meer und fanden uns vor einer Bühne in einem charmefreien Saal neben H&M und Starbucks wieder.

    Das Maremagnum ist ein riesiges, hauptsächlich von Touristen frequentiertes Einkaufszentrum im Hafen von Barcelona, dort findet dieses Wochenende das La Plaça Odissea-Festival statt. Der erste Abend stand ganz im Zeichen einheimischen Schaffens.

    A Band Called Valero (Bild) aus Barcelona, die früh und vor wenig Publikum spielen mussten, hätten mit ihrem Indiepop genau meinen Geschmack getroffen. Leider konnte man die Qualität, der an die Beach Boys und Teenage Fanclub erinnernden Songs in der fürchterlichen Sound-Sosse nur erahnen.

    Bei Marcel Cranc füllte sich der an eine Gymi-Aula gemahnende Raum langsam. Von Cello, Gitarre und verhalten pluckernden Beats unterstützt, schmachtete sich der klavierspielende Songwriter aus Mallorca inbrünstig durch sein Set. Auch ohne ein Wort katalanisch zu können, hatte man das Gefühl, dass hier ganz furchtbar Emotionales und Sozialkritisches vorgetragen wurde.

    Höchste Zeit für etwas Party mit Joël Iriarte alias Joe Crepúsculo und seinem Partner (so etwas wie die spanischen Saalschutz). Ihr mit Analogsynthies und Drumcomputer fabrizierter Elektro-Rock schüttelte den Laden ordentlich durch. Der feiernden und mitsingenden Menge nach zu urteilen, scheint Joe Crepúsculo hier ziemlich bekannt zu sein. Auch wir fanden’s durchaus ansprechend, bis auf den grölenden „Gesang“ – die Muttenzerkurve ist ein Knabenchor dagegen!

    Zum Schluss dann noch eine echte Entdeckung: Extraperlo. Das Quartett verbindet schnittige Postpunk-Gitarren mit enorm tanzbaren Tropical-Beats. Dazu gesellt sich ein zugegeben etwas gewöhnungsbedürftiger Gesang, der dem Ganzen aber das gewisse Etwas verleiht. Sehr sympathische, originelle Band, die mich zuweilen etwas an Vampire Weekend oder die – ebenfalls aus Barcelona stammenden – El Guincho erinnerten.

    Joe Crepúsculo – La Cancion de Tu vida
    [audio:http://www.20jazzfunkgreats.co.uk/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/Joe_Crepusculo-la_cancion_de_tu_vida.mp3]

    Extraperlo – Negroni
    [audio:http://www.20jazzfunkgreats.co.uk/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/Extraperlo-Negroni.mp3]

    Extraperlo – Las Palmeras Del Amor
    [audio:http://www.hotlinkfiles.com/files/2369699_yxixg/02Laspalmerasdelamor.mp3]

    2 Reaktionen

    1. #1 David Bauer

      16:03 Uhr, 17.4.2009, Link

      In Zeiten, wo sogar die NZZ beim Korrespondentennetz spart, leistet sich 78s einen Korrespondenten in Barcelona. Find ich super.

    2. #2 Uas

      01:52 Uhr, 22.4.2009, Link

      Ach, dem ist doch sonst langweilig da unten, bei all dem guten Wetter.

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