78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Get (Meta)Physical: Letzte Ölung fürs Trommelfell

Von    |   11. Februar 2009   |   2 Kommentare

Mit ihrer jüngsten Compilation-Serie „Final Song“ fragt das Electro Label Get Physical DJs, Musiker und Konsumenten nach ihren persönlichen letzten Songs.

Zugegeben, die Idee ist zwar nicht neu, aber trotzdem eines Updates würdig. Die Frage, mit welchem Song man am liebsten zu Grabe getragen werden würde, ist sicherlich spannend. Get Physical fragte aber zugleich auch nach dem Song, welchen man in seinen letzten Minuten noch einmal würde hören wollen.

Persönlich fällt es mir doch recht schwer, diese beiden Fragen mit nur einem Song zu beantworten. Zum Sterben hätte ich nämlich gern etwas Komplexes und Abgedrehtes, bspw. Steinbolt von Squarepusher, zum Beerdigtwerden dann aber doch lieber was Simples, Ruhiges, etwas zum Nachdenken, wie z.B. Driving With My Gears In Reverse (Only Makes You Move Further Away) von den Two Lone Swordsmen…

Im Gegensatz zu mir haben folgende Künstler schon ihren letzten Song gefunden und Final Song #1 (Get Physical/Namskeio) steht seit einigen Tagen in den Regalen und digitalen Bibliotheken zum Kauf bereit:

Final Song #1 Track by Track:
Erik Satie
– 1. Gymnopédie – selected by DJ T.
Rob Gallagher
– Little One – selected by Gilles Peterson
Photek – Modus Operandi – selected by Storm
The Stranglers – Golden Brown – selected by DJ Hell
Cerrone – Supernature – selected by Kevin Saunderson
Radiohead – Sit Down Stand Up – selected by Laurent Garnier
Chloé – Paradise – selected by Chloé
The Beach Boys – ‚Til I Die – selected by David Holmes
Peggy Lee – Is That All There Is? – selected by Ewan Pearson
Inti Illimani – Caramba, Yo Soy Dueno del Baron – selected by Ricardo Villalobos
Link – Amenity – selected by Richie Hawtin
Pharoah Sanders – Astral Travelling – selected by Francois
Brian Eno
– An Ending (Ascent) – selected by Coldcut
(Albumstream)

Leider, aber naturgemäss fehlt es diesem relativ bunten Kompilations-Chüsimüsi an innerer Konsistenz, geht es doch in erster (und letzter) Linie um die einzelnen Songs, die das Leben, Wirken und Hoffen einer Person pointiert wiederspiegeln sollen. Mit den zum Teil ausführlichen Kommentaren gibt das Album jedoch Anstoss, sich selber mit dem musikalischen Ornament der letzten Fragen zu beschäftigen…

Und? Zu wechem Song würdet Ihr gerne Euer Leben aushauchen und darüberhinaus auch noch beerdigt werden wollen?