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  • Keane: Klebrige Knetmasse auf Abwegen

    Von    |   10. Oktober 2008   |   16 Kommentare

    Keane überraschen: Mit „Perfect Symmetry“ liefern sie das Album des Jahres ab. Das grässlichste Album des Jahres.

    Es war einmal eine Band. Mit einfachsten Mitteln konnten sie monumental grosse Popballaden spielen. Das begeisterte viele Leute, aus der Indie-Sensation wurden Chartstürmer. Und dann ging irgendwie alles schief.

    Keanes Album „Perfect Symmetry“, das heute erscheint, ist ein Lehrbeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Völlig überambitioniert, unfassbar überproduziert und ohne Übertreibung nur sehr schwer zu ertragen. „Perfect Symmetry“ ist ein klebriges Stück Knetmasse, dass jemand in die Disco geworfen hat.

    Okay, Keane sind zum Erfolg verdammt und wollen trotzdem ihren eigenen Sound machen. Dass diese Hürde zu nehmen ist, haben Coldplay unlängst bewiesen. Keane scheitern grandios.

    Zwei Probleme sind offensichtlich: 1. Keane ist offensichtlich die Fähigkeit abhanden gekommen, ganz grosse Stadionmelodien zu schreiben. 2. Sie versuchen das mit pompöser Produktion wett zu machen und machen damit alles nur schlimmer.

    Disco-Beats, Synthies galore und überall-all Hall-all: Das ist das Korsett, in das Keane ihre Songs gesteckt haben (Produzent Stuart Price sei’s gedankt). In der Meinung, die Songs würden dadurch attraktiver, haben sie ihnen die Luft zum Atmen genommen.

    Bezeichnenderweise am erträglichsten sind die Songs, in denen sich Keane auf die Einfachheit zurückbesinnen: „Perfect Symmetry“ und „You Don’t See Me“ sind schöne Balladen, in denen Schlagzeug und Keyboard einen schmucklosen Raum bilden, in dem sich die Stimme von Tom Chaplin voll entfalten kann. Doch auch diese Songs sind furchtbar brav und fast unerträglich seelenlos. Einziger Lichtblick bleibt „Love Is The End“.

    „Perfect Symmetry“, der Albumtitel wirkt wie ein Hohn. Bei Keane passt diesmal rein gar nichts zusammen. Ein Album, das einen ratlos zurück lässt.

    > Keane – Perfect Symmetry: Albumplayer bei Luisterpaal

    16 Reaktionen

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    1. #1 ray gamma

      10:57 Uhr, 10.10.2008, Link

      keine ahnung was da stuart price geritten hat. die neue killers single wurde ja ebenfalls vom zoot woman kopf produziert…und ist leider auch absolut zum vergessen.

      der herr sollte bei seinen eigenen projekten bleiben.

    2. #2 Tom

      11:19 Uhr, 10.10.2008, Link

      Ab in den WalHALL würd ich mal sagen ;)

      Odin wird sich bedanken. ^^

    3. #3 roland ohneland

      13:17 Uhr, 10.10.2008, Link

      „…ein Lehrbeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Völlig überambitioniert, unfassbar überproduziert…“

      sounds like mañana to me. nun ja.

    4. #4 Hnana

      18:05 Uhr, 10.10.2008, Link

      haha, genau. nur haben manana dazu noch schamlos abgekupfert bei der dänischen band mew. aber trotzdem unglaublich langweilig vor sich hin plätschernde songs hingekriegt. erbärmlich.

    5. #5 David Bauer

      18:47 Uhr, 10.10.2008, Link

      Jedem seine Meinung, fair enough. Aber eigentlich müssen wir hier jetzt nicht über Mañana diskutieren, sondern lieber über Keane.

    6. #6 Ryan

      00:21 Uhr, 11.10.2008, Link

      Hnana hat Recht. Überambitioniertheit kann man noch halbwegs entschuldigen, plagieren in diesem Ausmass allerdings überhaupt nicht, sorry. Das wird so nix, Boys.
      Keane waren schon immer klebrig.

    7. #7 Dominique Marcel Iten

      22:32 Uhr, 13.10.2008, Link

      Lustig dass das Album in zahlreichen Magazinen (Print- wie online) ziemlich gut abschneidet…=)

    8. #8 Tom

      10:43 Uhr, 14.10.2008, Link

      also ich finde die neue single „spiralling“ gar nicht so schlecht. klar haben keane keine eigene identität, aber das hatten sie meiner meinung nach sowieso noch nie. keane machen einfach musik für die megamasse. und dass sie dabei doch noch einigermassen ansehliche mucke hinkriegen, dafür darf man ihnen doch auch mal ein bisschen auf die schultern klopfen.

    9. #9 Tom

      11:40 Uhr, 14.10.2008, Link

      Da muss ich mir das wohl in einer ruhigen Stunde zu Gemüte führen… Hab‘ für mich selbst grad das neue Kaiser Chiefs zum miesesten Album des bisherigen Jahres gekürt…

    10. #10 silvius

      14:07 Uhr, 14.10.2008, Link

      Jaaa die Kaiser Chiefs sind bei mir auch ganz weit vorne, genau wie wohl auch die neue von The Killers, wenn man sich „Human“ so anhört…

    11. #11 Tschino

      14:38 Uhr, 14.10.2008, Link

      @Tom:

      „..keane machen einfach musik für die megamasse.“

      richtig, aber das muss man auch erst mal so erfolgreich hinkriegen.

    12. #12 uaaaaahh

      15:26 Uhr, 15.10.2008, Link

      un-er-träg-lich. muss man auch erst hinkriegen.

    13. #13 Don Sarbudo

      13:40 Uhr, 17.10.2008, Link

      …ist schon brutal überproduziert. trotzdem finde ich die scheibe jetzt nicht so übel. sehr gute songs teilweise. schöne melodien. haut mich nicht aus den socken, aber zum arbeiten ideal. ich habe nicht viel und schon gar keine übersongs wie ’somwhere only we know‘ erwartet und bin daher sehr positiv überrascht vom album.

    14. #14 Tschino

      18:56 Uhr, 20.10.2008, Link

      uk-charts: Keane stossen Oasis vom thron:

      http://www.theofficialcharts.com/top40_albums.php

    15. #15 David Bauer

      18:59 Uhr, 20.10.2008, Link

      Man möchte fast sagen: Keane kleben sich vorne fest…

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