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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

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  • Hat das die Welt noch nie gesehen?

    Von    |   22. September 2008   |   2 Kommentare

    Manchmal muss man über seinen eigenen Schatten springen. Besonders dann, wenn er einen hartnäckig und angsteinflössend verfolgt. Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims sind ein solcher Schatten.

    Nein, ein Freund von Xaviers Musik war ich noch nie. Zu leidend seine Stimme, zu religiös die Inhalte und zu wenig berührend seine Melodien. Als „Wettsingen in Schwetzingen“ ins Haus flatterte, beschloss ich dennoch, Xavier und den Söhnen eine neuerliche Chance zu gewähren. „Wettsingen in Schwetzingen“ ist der Titel der neusten MTV-Unplugged-Veröffentlichung. Naidoo und die Söhne haben im Juli gemeinsam einen Abend im Rokoko-Theater des Schwetzinger Schlosses gestaltet und das Ergebnis nun auf zwei CDs gebannt – zum einen gibt’s Xavier Naidoo solo, zum anderen gemeinsam mit den Söhnen. Das Doppelkonzert stellt als solches ein Novum in der MTV-Unplugged-Geschichte dar.

    Die Musik von den Söhnen Mannheims wirkt unplugged etwas breiter gefächert als gewohnt. Sie gewinnt an Gewicht, wird facettenreicher. Dazu tragen die Streicher einen grossen Teil bei. Stellenweise wird das Ganze jedoch ins Lächerliche gezogen. Etwa dann, wenn im Refrain von „Geh davon aus“ im Hintergrund sinnleere Phrasen eingebaut werden. That’s right. Yeah. Come on. Aha. Solche unvorteilhaften Hintergrund-Raps werden willkürlich auf mehreren Songs gestreut. Dafür wird mit dem Reinhard Mey Stück „Ich wollte wie Orpheus singen“ gross aufgetrumpft.

    Xavier Naidoo hingegen setzt unplugged auf die Wirkungskraft seiner Stimme und auf eine zurückhaltende Instrumentierung. Und wenn er im Song „Wo willst du hin“ einzig vom Schweizer Andreas Vollenweider an der Harfe begleitet wird, so tut sich tatsächlich ein neues, mystisch angehauchtes Türchen in der Soul-Welt Naidoos auf. Einen neuen Fan haben deswegen weder er, noch die Söhne Mannheims gewonnen. Aber der Schatten ist kleiner geworden.

    2 Reaktionen

    1. #1 flo

      16:19 Uhr, 23.9.2008, Link

      Ha! Das mit den «unvorteilhaften Hintergrund-Raps» habe ich mir auch gedacht, als ich das Konzert gesehen habe.

    2. #2 Katha

      22:52 Uhr, 23.9.2008, Link

      diese raps als einschübe findet man aber auf allen seinen platten (jaja, ich gestehe … :-) )

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