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  • Mañana: Pop-Hymnen für die Ewigkeit

    Von    |   11. August 2008   |   31 Kommentare

    Endlich: Nach langem Warten erscheint am Freitag das Debutalbum von Mañana aus Basel. Exklusiv auf 78s könnt ihr das ganze Album schon vorab hören – und überprüfen, ob wir trotz Befangenheit richtig liegen mit unserer Kritik.

    MananaDas Debutalbum von guten Freunden zu besprechen ist in etwa so unangenehm, wie wenn die Freundin in einem neuen Kleid vor einem steht und fragt: Gefalle ich dir? Ein Lob wird nur skeptisch angenommen, man steht im Verdacht, dieses nur aus Gefälligkeit oder Harmoniesucht auszusprechen. Und Kritik, ja damit liegt man natürlich auch falsch.

    Im einfachsten Fall sieht die Freundin im neuen Kleid hammermässig gut aus und das ist dermassen offensichtlich, dass man mit reinstem Gewissen überschwänglich loben kann, ohne dafür schief angesehen zu werden. Ganz so einfach ist es mit Mañana nicht, aber allzu weit sind sie davon nicht entfernt. Es folgt der Versuch einer Kritik.

    Produzent Ken Thomas, bekannt für seine Arbeit mit Sigur Ros, war ein Glücksgriff für die Band. Der Spagat zwischen dem untrüglichen Flair für grosse Popmelodien und dem eigenen Anspruch, einen speziellen Indie-Sound zu machen, hat der Band lange Mühe bereitet.

    Mañana - Interruptions„Interruptions“ (Rodeostar) ist ein klares Bekenntnis zur Popmusik. Ein Bekenntnis an die Art von Musik, die Mañana am besten beherrschen und gleichzeitig eine Absage an all jene Pessimisten, für die Popmusik zu einem Art Schimpfwort geworden ist.

    „Interruptions“ bietet Pop-Hymnen, wie Diamanten geschliffen bis sie die perfekte Form und den perfekten Glanz haben, dann aber bewusst nochmals aufgerauht. Entstanden ist ein Album, das im Radio funktioniert, auf grossen Bühnen funktioniert, das mit seinen gezielt eingeflochtenen Zwischentönen aber gleichzeitig für ein intimes Hörerlebnis zu Hause taugt.

    Vorbilder aus Skandinavien (Mew) und England (Andy Yorke, Elbow) sind nicht zu überhören, allerdings nie in einem Masse, dass man Mañana ihre Eigenständigkeit absprechen müsste. Wer die Band über die Jahre verfolgt hat, sieht, wie sie kontinuierlich an ihrem Sound gearbeitet hat und nun an einem Punkt angekommen ist, wo scheinbar alles passt.

    Die bereits veröffentlichte Single „Make A Tiger“ ist dabei keiner der Songs, den ich speziell hervorheben würde. Umso mehr dafür „Berliner Blau“, ein 272 Sekunden langer Steigerungslauf der Gefühle, so etwas wie die perfekte Ballade. Oder „Roadside Museum“, der gespenstische Ausklang des Albums, getragen hauptsächlich von Piano und Gesang sowie dem imposanten Orgelspiel der St. Antonius-Kirche in Basel. Oder die beiden lange bekannten Hits Monster und To Be (das nun Broken Solid Side heisst), die mit der Produktion von Ken Thomas nochmals einen neuen Dreh erhalten haben.

    Wenn man Mañana etwas vorwerfen kann, dann höchstens, dass die ganze Platte etwas zu rund geworden ist. Die Songs gleiten fast unbemerkt ineinander über, den einen Song, bei dem man hängen bleibt, weil er aufregend anders ist als die anderen, den gibt es nicht. Aber das hier, das ist nun definitiv Fehlersuche auf hohem Niveau. Hut ab für dieses Album.

    >> Mañana – Interruptions komplett im 78s Soundsystem

    > Video zu Make A Tiger

    31 Reaktionen

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    1. #1 Tschino

      08:27 Uhr, 11.8.2008, Link

      hey – ISAAC HAYES ist gestern GESTORBEN!

    2. #2 Patrik

      09:01 Uhr, 11.8.2008, Link

      Das Mañana- Alum rührt mich. Bin soeben am Schluss angelangt und nach einem Mal durchhören sehr angetan. „Roadside MUseum“ ist ganz gross!

    3. #3 pianodunst

      18:10 Uhr, 11.8.2008, Link

      elegant! chic! wunderbar, endlich ist sie da!

    4. #4 Flo

      19:55 Uhr, 11.8.2008, Link

      @David: Da hattest du Recht. „Make A Tiger“ ist nicht das Ende der Fahnenstange. „Berliner Blau“: Wirklich wunderbar!

    5. #5 David Bauer

      20:33 Uhr, 11.8.2008, Link

      Gut zu wissen, dass ich nicht zu viel versprochen habe…

    6. #6 freakymind881

      05:34 Uhr, 12.8.2008, Link

      Sorry, aber mir gefällt es garnicht!

    7. #7 Gregor

      12:56 Uhr, 12.8.2008, Link

      Hallo freakymind881,

      Das ist auch gut so, sonst könnte es mir ja nicht gefallen :)

      Mit Deinem Link fällst Du auch nicht in die Zielgruppe:
      http://www.prestigemusic.de/110808albumsarah-connor-sexy-as-hell-tracklist-t11655.html

      ..krass, was sich hier alles tummelt!

      G

    8. #8 jürgen

      13:05 Uhr, 12.8.2008, Link

      also wenn man die vorbilder aus skandinavien gut kennt, ist die grenze mit der eigenständigkeit ein bisschen schwer zu ziehen, aber da mir ebendiese vorbilder äusserst gefallen, find ich auch diese platte nicht schlecht!

    9. #9 jürgen

      02:11 Uhr, 13.8.2008, Link

      nicht nur die musik wurde inspiriert ;)
      http://www.youtube.com/watch?v=uwOMekUff8c

    10. #10 Andrew Shields

      09:53 Uhr, 13.8.2008, Link

      Two personal things I would add to your rave review:

      Lorenz Hunziker’s drumming is absolutely incredible! (But like you, I might be biased, as he is my son’s drum teacher.)

      „Berliner Blau“ is especially touching to me because my daughter’s name is Luisa!

      (And of course I should not really comment at all since I helped Manuel work on his lyrics …)

    11. #11 David Bauer

      10:11 Uhr, 13.8.2008, Link

      Any comment is very welcome, even more so if it’s by a former English teacher of mine…
      Talking about music including professional critique is almost always biased in one way or another. As long as you make clear to others to what extent you are biased and why, I think it’s perfectly acceptable. We needn’t pretend we can be totally objective.

    12. #12 Andrew Shields

      09:48 Uhr, 14.8.2008, Link

      In the English-speaking world, it’s called „full disclosure,“ and it often appears in a footnote or a parentheses. Unfortunately, it does not seem to be as standard in the German-speaking world to admit one’s „Befangenheit.“

    13. #13 chris rosencreuz

      09:49 Uhr, 14.8.2008, Link

      eine sehr, sehr langweilige platte. jesuschrist. darauf warten manche vier jahre?

    14. #14 David Bauer

      09:53 Uhr, 14.8.2008, Link

      Very true. The problem with those disclosures, however, is that they imply that texts are only potentially biased if there’s a disclosure below. That gets us to the miraculous world of constructivism – which perhaps is a bit too off-topic when we speak about Mañana. Though Jan might have his say on this one, too.

    15. #15 Jan

      11:37 Uhr, 14.8.2008, Link

      …All I can say is the song you’re referring to, Andrew, with the ‚Luisa‘ lyrics, is ‚Roadside Museum‘, not ‚Berliner Blau’…but anyways, thanks for all the lovely comments :)

    16. #16 Andrew Shields

      11:40 Uhr, 14.8.2008, Link

      Well, „Roadside Museum“ is a great song, too! :-)

    17. #17 the aeschli

      04:34 Uhr, 15.8.2008, Link

      aus 20min:
      **Als Schweizer Band in der Schweiz wirst du tendenziell belächelt. Da kann es nicht schaden, businessmässig ein Standbein ausserhalb der Schweiz zu haben.**
      richtig, vorallem werden hier bands belächelt, welche vor ihrem lang ersehnten debüt etwas überhebliche sprüche reissen…
      **Ja, in Österreich waren wir in den Indie-Charts vor Coldplay – wenn auch nur für eine Woche. Nicht schlecht, oder?**
      richtig, chapeau, diversen anderen bands sind solche sachen aber auch gelungen, anshelle aus bern haben sogar einen award in toronto gewonnen! sicher sind solche sachen cool, es darf auch stolz machen, aber man sollte hier in der schweiz endlich mal merken, dass solche sachen immer wieder passieren und vorallem, dass es nicht nur schweizer passiert. auch schweden, holländer, porugiesen und österreicher haben verträge bei deutschen labels und werden rund um den globus in indie-charts mal gelistet, und auch die wollen den erfolg…
      dieses debut-album hat einfach zuwenig, um irgendwo grosse gümpe zu machen, Mañana werden das gleiche schicksal erleiden wie navel und nach viel getöse in der versenkung verschwinden

    18. #18 Navi

      09:51 Uhr, 15.8.2008, Link

      MEW!____
      „Gut zu wissen, dass ich nicht zu viel versprochen habe“ …da hörts dann auf mit der unbefangenen Befangenheit. Beiss dir auf die Lippen.

    19. #19 David Bauer

      11:24 Uhr, 15.8.2008, Link

      @Navi
      Da muss ein Missverständnis vorliegen, oder jedenfalls verstehe ich deine Kritik nicht. Ich hatte lediglich in einem früheren Kommentar geschrieben, dass Make A Tiger bei weitem nicht der beste Song des Albums wäre und dass man auf die restlichen Songs warten solle. Und offenbar lag ich mit dieser Einschätzung nicht ganz falsch.

    20. #20 David Bauer

      11:26 Uhr, 15.8.2008, Link

      @the aeschli
      Überhebliche Sprüche? Viel Getöse? Hab ich was verpasst?

    21. #21 Lukas

      12:51 Uhr, 15.8.2008, Link

      sehr schön geworden, danke für die musik!

      http://www.infiniteabyss.de/index.php/2008/08/14/manana-interruptions/

      http://www.rtl.de/musik/musik_940831.php?set_id=16754

      http://www.visions.de/news/9767/Newsflash-II

      http://www.trespass.ch/Web/de/Bands_A-Z/M/Manana/Manana_Interruptions_Rodeostar_RecordsMusikvertr.htm

      http://www.partyguide.ch/music/trespass_details.php?item=10&feed=default

      http://www.78s.ch/2008/08/11/manana-pop-hymnen-fur-die-ewigkeit/

      http://www.20min.ch/unterhaltung/sounds/story/31750517

      http://www.citydisc.ch/music/detail.cfm?lang=d&section=&art_nr=9497571

      http://www.artist-area.de/Manana/Interruptions/

      http://www.cdstarts.de/kritiken/99349-Interruptions.html

      http://www.popfrontal.de/news/entries/4292.html

      http://www.popmonitor.de/include.php?path=content/articles.php&contentid=2308

      http://www.vienna.at/news/om:vienna:musik/artikel/ma241ana-veroeffentlichen-endlich-ihr-erstlingswerk/cn/news-20080813-10513340

      http://www.monoton.at/?s=manana

      http://www.students.at/magazin/details/8418/Maana—Interruptions

      http://www.hushhushattack.com/archives/2008080482.html

      http://res1999.blogspot.com/2008/08/finally.html

    22. #22 Marcus

      16:01 Uhr, 22.8.2008, Link

      Es tut mir Leid, aber Interruptions ist mir viel zu wenig eigenständig – das könnte auch ein verschollenes Coldplay-Album sein. Und bei „Berliner Blau“ wird die grosse Geste mit der Brechstange gesucht.

    23. #23 diogenes

      09:06 Uhr, 2.9.2008, Link

      also die jungs sollten zuerst mal wirklich gute songs schreiben
      bevor sie alles mit synthies und hall zukleistern.
      das fundament ist nicht unbedingt vorhanden…. schade

    24. #24 marco vom rockstar

      11:31 Uhr, 23.9.2008, Link

      ähem, david, was trägt denn deine freundin jeweils für kleider, dass dir diese frage so unangenehm ist?? haha. nein, deine kollegen haben einen super job abgeliefert. und du natürlich auch!

      cu then

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