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  • Das vielleicht beste Album des Jahres #2

    Von    |   9. Mai 2008   |   4 Kommentare

    No Age sind keine Prä-1980-Punk-Band aber haben es als Punk-Band mit ihrem Debüt trotzdem ins Feuilleton geschafft. Heute erscheint ihr grandioses Zweit-Werk „Nouns“.

    No Age sind zwei Jungspunde aus Los Angeles, Dean Spunt und Randy Randall, die es mit ihrem Shoegaze-Punk-Sound bis in die Redaktionsstube vom ehrenwerten The New Yorker schafften. Das Blatt diagnostizierte um das Duo und ihren Stamm-Club The Smell die Rennaisance der DIY-Skate-Punk-Kultur in Los Angeles, was durchaus etwas hat, wenn man sich die Institution anschaut, die nicht bloss eine Bühne zur Verfügung stellt, sondern auch eine Bibliothek, ein Veganer-Restaurant und eine Gallerie. Andere „The Smell-Bands“ sind zum Beispiel The Mae-Shi, Lavender Diamond oder Mika Miko. Und all dies motivierte den New Yorker die Wiedergeburt von DIY in jener Stadt auszurufen, die eher für plastische Höchstleistungen bekannt ist als für die DIY-Kultur und Punk-Rock. Und ja, gerade dieser Gegensatz würde perfekt passen.

    No Age haben eine lange The Smell-Vergangenheit. Bereits 2002 spielten sie im Club, der eher einem mexikanischen Lebensmittelladen gleicht als einem Musik-Club, damals allerdings noch unter dem Pseudonym Wives. Danach kamen andere Engagements im Club hinzu. Seit 2006 sind sie als No Age unterwegs und höchst erfolgreich. Ihr Debüt „Weirdo Ripper“ wurde sowohl in den US-Feuilletons wie auch den Szene-Blogs abgefeiert, was ihnen eine erstaunlich enthusiastische Fan-Base bescherte.
    Der Erfolg von No Ager erstaunt, denn ihr Sound ist keineswegs eingängig und auch nicht Hitparaden-tauglich, nicht einmal für die Alternative-Hitparade würde er sich eignen. Wall of Sounds türmen sich auf, Feedbacks kummulieren sich gesundheitsgefährdend, dissonanter Gesang ist Programm, Lo-Fi ist Trumpf, ergo, No Age haben alles, was eine geile „Guge“ haben muss. „Nouns“ ist so cool, dass selbst Steve McQueen in Blässe erstarrt wäre.

    Wie sie das schaffen! Mit ähnlichen Mitteln wie Mondo Fumatore schon im letzten Monat das vielleicht beste Album des Jahres # 1 veröffentlicht haben (78s-Review). No Age greifen in ähnlicher Manier auf die Indie-Rock-Errungenschaften der 80er und 90er Jahre zurück, Heroen wie zum Beispiel The Wedding Present, Sonic Youth, Dinosaur Jr, Sebadoh oder Hüsker Dü. Und dies in einer Art und Weise, die das Augenwasser gefrieren lässt – zuerst rühren sie einen zu Tränen, dann rocken sie arsch-cool ab.

    No Age – Eraser
    [audio:http://www.subpop.com/assets/audio/4260.mp3]

    No Age – Nouns (Albumstream)

    4 Reaktionen

    1. 78s » Blog Archive » Alle lieben Lo-Fi
    1. #1 Don

      09:09 Uhr, 9.5.2008, Link

      Ich kenn das Album leider nicht, aber mit DEM Song gewinnt man keinen Fleischkäse…

    2. #2 Mathias Menzl

      10:19 Uhr, 9.5.2008, Link

      ;)…

    3. #3 Mark

      11:13 Uhr, 10.5.2008, Link

      Whoa! Wohär kennst du den Fleischkäse-spruch??? Dachte der wär im Hinterland entstanden und geblieben..

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