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  • Frische Musik aus New Weird America

    Von    |   6. Mai 2008   |   0 Kommentare

    Das amerikanische Label Paw Tracks veröffentlicht in regelmässigen Abständen verschrobene Musik, die so manchen Zuhörer etwas ratlos zurücklässt. Drei Veröffentlichungen dieses Jahres, alle irgendwo zwischen Trash und Traum angesiedelt, werden kurz vorgestellt.

    paw-tracks2.jpgMusik muss nicht immer mit ausschweifenden Adjektiven umschrieben werden. Manchmal genügt auch ein Labelname, und man weiss in etwa, auf was man sich einlässt. Paw Tracks ist ein gutes Beispiel dazu: Das in Washington D.C. ansässige Label amtet als Hort für unbändigbare, ausschweifende Experimentalmusik, die manchen Musikkritiker zu entzücken vermag, sich der Verschrobenheit wegen trotzdem nicht so recht zum Hype hinaufjubeln, geschweige denn in wenigen Zeichen einigermassen treffend beschreiben lassen will.

    Trotzdem grosse Bekanntheit erlangt haben Avey Tare, Geologist, Panda Bear und Deakin. Unter dem Namen Animal Collective bescheren uns die vier Jungs seit geraumer Zeit sperrige Musik, die es mittlerweile auch schon mal ins Feuilleton einer grossen Tageszeitung schafft. Auf ihrer neusten EP „Water Curses“ gibt sich die Gruppe wie schon auf dem letzten Longplayer „Strawberry Jam“ relativ unkompliziert und überraschend relaxed. Ab und zu scheint sich sogar eine gewisse Logik in den Songstrukturen abzuzeichnen; die Band scheint das Schrammeldickicht endgültig verlassen zu haben. Die „Water Curses EP“ enthält vier wunderbare Tracks für den Frühlingsabend am See.

    Ähnlich ans Werk wie das Animal Collective gehen Rings (früher unter dem Namen First Nation aktiv); sie muten wie eine überdrehte All-Girl-Coverband des Animal Collective an. (Boomkat spricht auch von Schoolgirl-Freak Folk, was den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft). Das kommt wohl nicht von ungefähr, wirkt bei Rings nicht nur die Schwester des Animal Collective-Mitglieds Avey Tare mit, sondern auch dessen Freundin Kristín Anna Valtýsdóttir. Sie geistert uns noch als einstige Stimme der isländischen Band Múm im Gedächtnis herum und stand bei „Black Habit“von Rings hinter den Reglern.

    Am Rande der Erträglichkeit musizieren schliesslich Excepter. Das Performance-Outfit aus Brooklyn ist nach eigener Definition „an electronic performance group devoted to the destruction of boundaries between the psychic friends network and reality television.“ Das lassen wir doch einfach mal so stehen. Der erste Paw Tracks-Release ist mit „Debt Dept“ betitelt; Albumname sowie Musik passen auf jeden Fall vorzüglich zu der aufgekratzten Stimmung in Übersee nach der Subprime-Krise.

    Animal Collective – Street Flash
    [audio:http://www.rcdc.it/audio/maps/Audio//Animal%20Collective%20-%20Street%20Flash.mp3]

    Rings – Is he handsome
    [audio:http://www.merryswankster.com/mp3/Rings_Is_He_Handsome.mp3]

    Excepter – Kill People

    [audio:http://www.michaelbeijer.com/image/sb/Excepter%20-%20Kill%20People.mp3]

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