78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

Vom Rasenmähen und Kehlenaufschlitzen

Von    |   25. April 2008   |   1 Kommentar

„Mow Grass, Slit Throats, The Like“ (VÖ 5.5, A Tree In A Field Records) heisst das neue Album des umtriebigen Basler Musikers Marlon Mc Neill alias Combineharvester (deutsch: Mähdrescher). Es enthält 13 kleine, leise Lo-Fi-Miniaturen, die zu gefallen wissen – wenn man sich darauf einlässt.

MarlonZugegeben, leichte Kost ist es nicht, was der Bassist der Grindcore Band Speck uns mit seinem Soloprojekt vorsetzt. Diese psychedelischen Songs bleiben skizzenhaft. Melodien, Refrains, Ausbrüche: alles wird nur angedeutet, genau das ist es aber, was diese Platte so faszinierend macht und einem zum Zuhören zwingt.

„Mow Grass, Slit Throats, The Like“ ist stellenweise so leise und schüchtern, dass man sich über Momente freut, an denen man sich festhalten kann. Kurze, kleine Melodien zum Beispiel, aus denen andere Pop-Hits schreiben würden, lässt Combineharvester nur erahnen und dann ist das Lied auch schon wieder vorbei und lässt einen mit einer Mischung aus Ratlosigkeit und Verzückung zurück.

„Ich sehe meine Lieder nich im Sinne klassischer Rock-Songs, sondern eher als Musik, die sich um kleine Gedichte hüllt, Gedichte manchmal so kurz, dass sie locker als Einzeiler durchgehen könnten. Es bedarf nicht vieler Worte um zu sagen was gesagt werden muss“, sagt der Künster selbst, und: „Man kann Combineharvester als Knotenpunkt aller Projekte in die ich involviert bin interpretieren, oder umgekehrt: Die Grundlage und Inspiration verschiedenster musikalischer Kuriositäten.“

Combineharvester wird live unterstützt von Anita Rufer und Gabriele De Mario von Disco Doom.
Die nächsten Termine:
26. April, Plattentaufe, Hirscheneck, Basel (mit Aie ça gicle)
3. Mai, Kalki, Zürich
31. Mai, Bad Bonn Kilbi Düdingen

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