Schlechte Soundqualität von MP3: Wer hört überhaupt einen Unterschied?
Über die minderwertige Soundqualität von Mp3 wird gerne geklagt. Wer Songs in tiefer Bitrate anbietet, ist des Teufels. Doch wer hört überhaupt den Unterschied?
Technisch ist der Fall klar: Mp3 sind komprimierte Musikdaten, dadurch geht Qualität verloren. Und es ist auch klar: Je mehr komprimiert wird, desto schlechter wird die Qualität. Ein Mp3 mit einer Bitrate von 320 kbps liefert bessere Klangqualität als eines mit den gängigen 128 kbps (wie beispielsweise bei iTunes angeboten). Ob wir den Unterschied tatsächlich hören, ist eine andere Frage.
Ja NATÜRLICH hören wir alle den Unterschied! Wer sich sicher ist, kann sich von diesem Test bestätigen/verunsichern lassen.
I confess: Ich habe zwar die richtige Wahl getroffen, war mir aber alles andere als sicher. Weitere Geständnisse bitte in die Kommentare.









15:40 Uhr 30.3.2008
Hmm ich hab daneben gehauen.
Es kommt sehr darauf an, auf was für einer Anlage man den Test durchführt und welche Musikrichtung man darüber Testet. Ich würde meinen etwas Metaligeres würde man aufgrund dem Flanger und anderen Klangannomalien im Schlagzeug oder der Gitarre besser unterscheiden können. Aber es ist erstaundlich, wie man sich an 128kbps gewöhnt hat in den letzten Jahren.
so long…
16:06 Uhr 30.3.2008
iTunes bietet aber das für Musik etwas bessere AAC Format statt mp3 an, was nochmal einen ziemlichen Unterschied ausmacht, den ich, gerade bei 128kbps, als hörbar empfinde. Ich find 128 aber trotzdem recht lahm und rippe/kaufe/klaue alles in besserer Qualität.
Zum Beispiel bei iTunes Plus, in 256kbps und ohne Kack DRM, oder junodownloads oder so.
Ohne den Test gemacht zu haben, denke ich auch, dass bei hoher Bitrate kein Unterschied zu CD’s hörbar ist. Hifi Leute sollten wohl Vinyl kaufen (ich weiss zwar nicht ob die besser tönen, aber auf jeden Fall anders :-))
16:09 Uhr 30.3.2008
sorry, meinte natürlich junodownload.com
17:04 Uhr 30.3.2008
auch ich habe falsch getippt, jedoch schon immer behauptet, dass wir den unterschied nicht hören können!
17:22 Uhr 30.3.2008
Wesentlich ausführlicher geht’s hier zu; zu beachten bei den im Text verlinkten Artikeln sind insb. die Kommentare!
http://uliuli.twoday.net/stories/4821337/
20:19 Uhr 30.3.2008
Ich habe Jahrelang als DJ fungiert, die Letzten davon nur noch mit dem Laptop und einem minimalistischen DJ-MP3-PLayer.
In Pubs und Clubs wo einfach Sound laufen muss, merkt das keine Sau, nicht mal Zuhause wenn man gemütlich auf der Couch sitzt und noch die Glückspost oder aderen Humbug liest.
99% von jenen Leuten, die sich überschwänglich zu diesem Thema äussern wollen sich nur wichtig machen. Sie sind genau 1mal in ihrem Leben in einer Situation, wo sie dies beurteilen könnten. Ansonsten haben sie ein Knopf im Ohr und schleichen an Orten rum mit duzenden von Nebengeräuschen, selbst Zuhause auf der Couch, wo es unter dem Strich keine Rolle mehr spielt, ob dies nun 128kbps oder 320kbps sind.
Und sind wir ehrlich, geile Songs leben von Melodie und Gesang und würden auch bei 92kbps noch super tönen, Soundqualität hin oder her.
20:27 Uhr 30.3.2008
den unterschied hört man also deutlich,
aber natürlich spielen auch soundkarte, speakers etc. eine wichtige rolle…
achtet doch beim nächsten party-besuch auf die geizigen serato-& finalscratch-djs. die kaufen keine musik mehr, sondern holen sich best-of sammlungen per torrent und einzelne tracks über hypemachine. so schleichen sich des öfteren minderwertige mp3s ins set und das hört man auf einer guten club-anlage sofort heraus…
21:59 Uhr 30.3.2008
Hm, ich hab falsch getippt. Erstaunt mich doch etwas, da ich eine sehr gute Anlage hab und bei meinen eigenen MP3s in der Regel sofort erkenne wenn sich ne mindere Qualität einschleicht. Ich frag mich ob der Song ungeeignet ist? Er tönt in beiden Versionen etwas seltsam.
Aber der Grundsatzfrage stimme ich sicherlich zu, einen derart riesigen Unterschied macht’s bestimmt nicht, bei “normalem Konsum” durchaus vernachlässigbar.
00:31 Uhr 31.3.2008
Es geht doch bei der ganzen Qualitätsfrage auch ein wenig ums Prinzip und so. Ich meine, wenn ich schon Geld für einen kostenpflichtigen Download bei iTunes zahle, dann sollte ich doch zumindest die bestmöglichste, möglichst unkomprimierte Fassung eines Files erhalten, auch wenn ich den Unterschied nicht zwingend höre.
Ich kaufe im CD-Laden ja auch keine zerkratzen CD’s, auch wenn diese einwandfrei laufen würden.
08:47 Uhr 31.3.2008
Zensor,
das stimmt schon irgendwie, der Vergleich hinkt aber dennoch. Kratzer auf einer Cd sind mechanische Fehler, die irgendwann im Produktions- und Vertriebsprozess ungewollt entstanden sind. Die Bitrate eines MP3-Files ist bewusst gewählt vom Anbieter und zwar in einem Tradeoff zwischen Grösse der Datei (und damit Downloadzeit, die zwar beim einzelnen User nicht mehr ins Gewicht fällt, beim Anbieter aber sehr wohl) und der Qualität des Songs. Wenn es also so wäre, ich schätze wild, dass 90% aller Konsumenten oberhalb von 128kbps keine Unterschiede mehr hören, wäre es wohl vernünftig, standardmässig auch nicht mehr anzubieten.
10:57 Uhr 31.3.2008
also oft höre ich den unterschied, manchmal eben auch nicht.
qualitätsunterschiede gab’s schon bei vinyl – gute und schlecht pressungen.
12:22 Uhr 31.3.2008
trivial, dieser artikel.
viel wichtiger wäre es, zum beispiel über neue strömungen in der musikkomprimierung zu berichten. da sind zuerst zwei fakten zu beachten: die harddisks werden grösser und billiger. und die internetleitungen werden schneller und billiger. wieso also ein song auf 5 mb komprimieren? FLAC, das ist die kompression der zukunft. und übrigens: es ist nicht nur die bitrate, die ausschlaggebend ist, sondern auch der encoder. frauenhofer ist nicht itunes und itunes ist nicht lame.
alles ist relativ, intelligenzstrasse nicht.
12:40 Uhr 31.3.2008
iTunes hat womöglich den MP3 Encoder bewusst mies implementiert um ihr Format durchzudrücken. Das muss mal gesagt werden.
Ich hör den Unterschied von MP3 oder CD. Aber nur bei einer Bitrate von unter 160. Was ich mich des öftern schon gefragt habe ist, ob bei der Produktion nicht auch geschlampt wird und dann Dateien in einem Verlust behafteten Format untereinander ausgetauscht werden und am Schluss einfach wieder hochgerechnet werden. Das würde sämtliche Nasen die diese MP3/CD Diskussion führen als lächerlich erweisen.
12:47 Uhr 31.3.2008
intelligenzstrasse,
vielleicht ist der artikel doch nicht so trivial wie du meinst. ein grund, warum nicht höhere bitraten angeboten werden, ist im text angedeutet. klar werden HD und internetleitungen immer besser, grösser, schneller. für dich als konsumenten spielt es da wirklich keine rolle, ob du 4 oder 10MB runterlädst. für den anbieter, der millionen kunden hat, aber sehr wohl…
13:11 Uhr 31.3.2008
Was man glaube ich auch beachten muss, ist, dass sich die konvertierung in mp3s in der vergangenheit stark verbessert hat. Gerade die gut hörbaren frequenzen werden immer besser dargestellt, oder anders gesagt, nur die nicht offen’sichtlichen’ frequenzen bearbeitet/komprimiert. Erwischt man ein “altes” mp3 auf 128kbs so hört man zum teil massive qualitäts unterschiede, wobei bei heutigen konvertierungen auf 128kbs (wie bei iTunes) kein gross hörbarer unterschied mehr herscht.
Beim test habe ich den unterschied glaube ich gehört, aber war mir nicht sicher. Hab schlussendlich richtig getippt :) Wie das aber au einer high-end anlage klingt, würd mich aber noch wunder nehmen…
20:19 Uhr 31.3.2008
david, du hast etwas vernachlässigt: es gibt neben konsumenten auch produzenten.
zudem kommt es neben dem encoder und der bitrate auch auf die sound-anlage an. klar, auf dem ipod mit den weissen playmobil headphones merkt man wenig unterschiede zwischen aiff und mp3… aber auf einer dicken soundanlage geht das ziemlich schnell.
kauf dir doch mal eine richtige anlage.
20:31 Uhr 31.3.2008
intelligenzstrasse, die frage ist doch: wo werden mp3 konsumiert? im promillbereich auf wirklich guten anlagen. mp3 werden auf dem mp3-player mit billigen ohrstöpseln konsumiert oder auf dem pc mit mittelprächtigen pc-lautsprechern. und dort macht es wohl wirklich keinen unterschied ob 128 oder 320 kbps.
16:21 Uhr 3.4.2008
Mit anständigen Kopfhörern hört man den Unterschied sofort.
Auch auf diesem kurzen Soundfetzen sind die tiefen Frequenzen sofort zu unterscheiden.
Nehmen wir eine ander Musikrichtung wird das ganze noch extremer. Die Becken, HighHat oder Blech im allgemeinen beginnen zu “klirren”.
Klar, hört man nur auf guten Kopfhörern/Anlage, aber sind wir ehrlich, Musik macht ja auch erst richtig spass wenn der Sound eben gut ist. Klar ein guter Song bleibt ein guter Song, aber wieviele Male haben wir uns schon genervt… sollte mal ein “guter” Song im Radio laufen, der Song durch die ganze Komprimiererei eigentlich genauso beschissen klingt, wie der Song davor?
23:43 Uhr 5.4.2008
Den Unterschied da zu hören, ist tatsächlich fast nicht möglich. Sowieso über Laptop-Lautsprecher oder Billigkopfhörer.
Und ja, wir haben uns daran gewöhnt, glaube ich.
Was ich schlimmer finde als tiefe Bit-Raten ist die immer lautere und flachere Produktion. Da hört man die Unterschiede sehr gut. Aber auch da werden wir uns daran gewöhnen, wenn das nicht schon passiert ist…
21:13 Uhr 6.4.2008
Das Klangbeispiel war ja schon extrem kompressionsfreundlich: kaum Bässe, kaum Höhen, kaum Spitzenpegel — aber bei der Triangel und dem Orchestertutti hört man den Unterschied klar heraus. Bei mir hängen am PC allerdings ein Paar JBL Control 1G, angetrieben durch einen kleinen Vollverstärker und keine Brüllwürfel für 10 Euro…
Wenn möglich, codiere ich meine CDs mit LAME und 192 kbps VBR aufwärts, für Klassik 256. Der Unterscheid ist aber bei Klassik immer noch hörbar, da helfen dann auch keine 320 kbps mehr, MP3Dklingt einfach matschiger. Und selbst bei CD-Playern gibt’s große Unterschiede — das hätte ich selbst nicht geglaubt, bis ich mir einen gebrauchten h/k HD7725 gekauft habe (vorher hatte ich einen Denon DCD595 mit 1-Bit-Wandler). Bei Cello und insbesondere Klavier haben die Obertöne einen derartigen Einfluss auf das Klangbild, dass auch weniger Klassikbegeisterte einen Unterschied hören — vorausgesetzt, sie haben sich ihre Fähigkeit, Frequenzen oberhalb 15 Kilohertz zu hören, nicht schon durch jahrelangen Aufenthalt vor der Bassbox in der Dorfdisco ruiniert. Und das könnte auch ein Grund für den Erfolg niedriger Bitraten sein, genauso wie der Erfolg von Fastfood-Fraß und aromatisierten Süßigkeiten daher kommt, dass kaum ein Kind mehr weiß, wie gut selbst gekochtes Essen oder eine frisch gepflückte Erdbeere aus dem eigenen Garten schmeckt.
Gruß
P.S.: Vinyl klingt auch deswegen anders (und besser), weil nicht wie bei der CD der Frequenzgang bei 22 Kilohertz abgeschnitten wird, sondern viel weiter nach oben reicht. Und die Obertöne machen den Klang aus…
16:32 Uhr 25.7.2008
Also ich habs nach jeweils 2 mal anhören über Kopfhöhrer gehört, aber ich denke man merkt den unterschied nur, wenn man weiss, worauf man achten muss. Ich höre z.B. eindeutig so ein “klirren” bei dem langen Vibrato. Aber 80% des Tages reicht auch 128 kbps, wenn man bedenkt, mit welchen Gerätschaften Musik produziert/gemixt wird, die meisten Bands (Die ich höre) können sich nämlich garkeine High-End Produktion leisten.
21:29 Uhr 5.10.2008
Ich habe mir gerade einen Nano gekauft und die besonders guten Ohrstöpsel von Apple dazu.
Dann habe ich meine gesamten CD`s auf Itunes geladden und war zufrieden mit der Qualität.
Dann habe ich mir einige Songs aus dem Store geladen.
Beim abspielen der Songs gabs plötzlich ein störendes geklirre und ich wollte herausfinden, ob nun der neue Nano oder die Ohrstöpsel defekt sind und möglicherweise beides umtauschen.
Eben höre ich glücklicherweise noch mal CD-Titel und das geklirre ist weg.
Fazit: großer Haken an die geladenen Titel aus dem Store.
10:40 Uhr 6.10.2008
Ich hab richtig gelegen und ich hab es gehört und ich persönlich höre es auch immer, aber jeder mensch hört unterschiedlich. mir persönlich, ohne jetzt irgend so “ach und bla” sein zu wollen, genügten die ersten paar sekunden, um mich an dem blechernen klang zu stören. meine eltern würden es z.b. nicht bemerken.
grüße.
16:39 Uhr 16.2.2009
welch tolle diskussion!! da bin ich doch richtig.
also das mensch den unterschied hoeren kann wenn er es hoeren will oder sich darauf konzentriert, davon bin ich ueberzeugt, spaetestens auf einer party wenn nach einer vinyl eine mp3 aufgelegt wird un mor sich fragt wo denn ploetzlich dieses wundervolle bauchgefuehl hin ist was einen so schweben laesst. klarer praezieser klang…bei einer mp3 klingt es oft dumpf. die hoehen sind wie abgeschnitten, die mitten schwemmen nur so rum und die baesse rumoren nicht mehr so schoen im magen. oft hat mor fast keine mitten mehr, nur noch schwammbaesse und komische hoehen…das macht mir echt zu schaffen, da ich als dj gerne auch mp3 auflege.auf einer dicken anlage vor 200leuten ist das schnell mal eine katastrophe und mor hoert den unterschied von 128 und 320kps
sofort. dann werden alle hoehen und mitten am mixer reingedreht um irgendwie wieder zur ruhe zu kommen….doch der schleier der ueber den mp3 liegt will einfach nich weichen. es ist verflixt.
daher meine frage: gibt es irgendeine moeglichkeit die mp3s wieder in einen annehmbaren zustand zu versetzen? umzuwandeln mit einem programm, entcoden oder sonstewas? oder neu aufnehmen mt zb audacity und den equalizer striezen um danach den song mit 1000kbs zu speichern?
bin ratlos und freu mich auf antwort.
bless!
01:04 Uhr 11.3.2009
Hey Monstermann
Eines sei klar: wenn was fehlt kann es nicht wieder hervorgezaubert werden. Da Du ja DJ bist, solltest Du schon soviel wissen. Futsch ist futsch. Allerdings kommt es auch auf die Anlage an! Wenn Du eine 1000Watt noName Juhui-Billig-Anlage mit Billg-Amplifer und Spielzeugmixer einsetzt, Conrad-Electronic Boxen und so, musst Du Dich nicht fragen, warum es schlecht klingt.
18:55 Uhr 30.6.2009
Also ich höre bei meiner 1500 Watt Anlage mit High-End Occasion verstärker noname Lautsprecher und Pioneer einen riesen Unterschied. Wenn ichs vom iPhone abspiele tönt es geil sonst ist die qualität scheisse! auch vom PC
13:41 Uhr 8.1.2010
Ich bin Anfänger und Kommentare wie bei “Ekke” sind für mich heute noch undenkbar. Trotzdem. Ich habe Audio schätzen gelernt und gebe mir Mühe, heute mindestens die Basis-Technik in Ordnung zu bringen. Meist höre ich MP3 Daten ab PC über 3 Dell PC Lausprecher, die im Dell Rechner-Originalpaket inbegriffen waren; und dann mit einem neu erstanden AKG K 530-Kopfhörer. Ich möchte anstelle der Dell-”Anlage” mit einer Alternative meine MP3-Musik (Klassik, Jazz, Country) zu einem Genuss machen. Ich bin hin und her gerissen zwischen Harmann Soundsticks II oder Bose Compagnions 3. Ich weiss, dass Bose fast doppelt so teuer ist, aber das liegt an der oberen Budgetgrenze. Was wäre sonst noch gleich teuer — aber besser?
Muss ich auch meinen Standard-PC mit einer speziellen Soundkarte aufrüsten? Wenn ja, mit welcher, um aus den beschränkten MP3-Daten ein Maximun an neutralem Volumen und Feinheiten herausbringt?
PS Den Sound-Unterschied zwischen A und B habe ich bemerkt. Sehr knapp, mit viel Intuition und nur mit dem Kopfhörer.
13:54 Uhr 8.1.2010
Absolut hörbar. 3-4 Versuche brauchts bis man die entsprechenden Nuancen entdeckt, aber das knistern in den Höhen ist deutlich vernehmbar. Alles auf einer “sehr” Preiswerten Mivoc selbstbau Anlange.
18:17 Uhr 25.1.2010
Direkt beim ersten mal richtig. Warum? Hört mal auf die Rasseln oder was das gegen ende sein soll. Bei 128 klingen die wesentlich “dumpfer”, nicht so fein. Daher direkt richtig. Es ist wie bei allem: Wenn man weiß worauf man achten muss, erkennt man sofort Unterschiede…
01:59 Uhr 26.1.2010
fein, ich werfe mich ebenfalls kurz in die schlacht:
das grundproblem wird weiter oben mehrmals indirekt angesprochen – die meisten von euch hören sich die songs mehrmals im vergleich an. tut da draussen keine sau, wenn man nicht explizit dazu aufgefordert wird.
‘musik’ muss heutzutage vor allem laut und nicht all zu herausfordernd sein, unter der 03:30-marke bleiben, und nicht zu stark vom hauptthema abweichen – dieser vorgaben-katalog hat sich seit der späten 90er stetig weiterentwickelt, und kommt nun mit dem aktuellen brickwall-limiting und der mp3-kompression zum ende der technischen machbarkeit: wir sind nicht mehr weit von der ‘perfekten’ radio-single entfernt. dass dabei werte wie musikalität, künstlerischer ausdruck und klanggestaltung übersprungen werden, ist schon lange klar – darum geht es bei diesem format einfach nicht, der markt will davon nix wissen, weil’s den endnutzer nicht interessiert.
tatsache ist nach wie vor: wer qualität sucht, der wird qualität finden. es liegt an euch, all diese schlechten vorgaben zu ignorieren, resp. euch nach lösungen umzusehen – den schwarzen peter den grossen firmen in die schuhe zu schieben, hat noch nie genutzt.
20:04 Uhr 8.2.2010
also eines ist klar: wenn man einen track mit zahlreichen und klaren hohen frequenzen bzüglich der bitrate (128kbit vs 320 kbit) vergleichen würde, würden wohl locker über 90 % der leute, egal auf welcher anlage, den unterschied sofort hören, denn die höhen leiden wegen der 12fachen komprimierung am stärksten. der hier gewählte track hat genau die eigenschaften, die ihn für verschieden hohe bitraten unempfindlich macht: das frequenzspektrum ist sehr mittig und mit viel hall versehen. der gesang ist durch gehaltene töne charakterisiert. wer sich mit sampling beschäftig hat, weiss dass die attackphase (meist die ersten ca. 5-25 ms) qualitätskritisch ist und die sustainphase, also der gehaltene ton im vergleich ein sehr einfaches klangmaterial darstellt. weiter fehlen knackige bässe und brilliante hihats. die tamburin hinten rechts gegen schluss des tracks (welche aber mit viel hall versetzt ist) lässt am ehesten eine beurteilung zu. in version a tönt sie räumlicher, in b etwas harter und “billiger”. ALSO: das gleiche z.b. einmal mit einem gut gemischten clubtrack versuchen und der qualitätsunterschied wird sehr schnell sehr deutlich hörbar!
20:36 Uhr 8.2.2010
Die Klang-Qualität ist einerseits stark abhängig vom Gerät, auf dem das File gespielt wird, andererseits aber auch von der Qualität der Aufnahme/Produktion. Oder anders gesagt: Eine schlechte Aufnahme hört sich so oder so komprimiert schlecht an. Ausgegangen von einer brauchbaren Aufnahme: Für Laptop-Lautsprecher reicht woh mp3 mit 128kbit. Bei 98db an einer Party ist 320kbit das Mindeste!