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  • Kelley watch the stars

    Von    |   19. März 2008   |   2 Kommentare

    Kelley Polar hat 2005 ein bemerkenswertes Debut eingespielt. Sein retrofuturistischer Disco-Entwurf machte ihn zu einer der raren Zukunftshoffnungen kontemporärer Electronica. Nun legt er nach.

    Internet?Kelley Polar macht es dem Hörer einfach. Seine Songs gehen runter wie Öl. Die Melodien perlen, die Sequenzer pluckern, die Streicher pinseln. Seine Musik kommt einem seltsam bekannt vor, als hätte man irgendwo schon mal zu ihr getanzt – vielleicht in dem Traum, in dem man von Ausserirdischen entführt wurde.

    Der Amerikaner, der eine klassische Musikausbildung hinter sich hat, schreibt Songs für Astronauten mit Plateausohlen. Er macht Cosmic Disco für die interstellaren Charts. Oldschool und doch modern – zeitlos eben.

    Mit „Love Songs From The Hanging Gardens“ hat Kelley Polar vor drei Jahren die perfekte Symbiose aus Herz-, Kopf- und Körpermusik gefunden. Die Platte bewegte und regte die Gedanken ebenso an wie das Tanzbein.

    Mit „I Need You To Hold On While The Sky Is Falling“ (VÖ 20.3.) macht Kelley Polar dort weiter, wo er mit seinem Debut aufgehört hat. Das Album ist geprägt von seinem eleganten Trademark-Sound, dem Morgan Geist von Metro Areo erneut den letzten Schliff verpasst hat. Verändert hat sich im Vergleich zum Debut vor allem der Gesang. War Kelley Polars Stimme damals noch ein verhaltenes Hauchen, gibt er sich heute divenhafter.

    Der aufwändigen Studioarbeit zum Trotz kommt „I Need You…“ sehr schlank daher. Polar und Geist haben die epische Klangreise zu einem stromlinienförmigen Space-Musical geschliffen. Neben einigen balladesken Stücken hat das Album mit dem Human Leaguesken „Entropy Reigns (In The Celestial City)“ auch eine Party-Hymne par excellence zu bieten: „All that’s in my veins / sweat, tears and champagne / heroin, cocaine / over and over again“.

    Während man sich in den Grossstadtdiscos dem Exzess hingibt, sitzt Kelley Polar in seiner einsamen Waldhütte ohne Internetanschluss, liest SciFi-Romane und spielt auf seiner Geige Kammermusik. Und macht sich hoffentlich bald auf seine nächste Space Odyssee.


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    2 Reaktionen

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    2. » Nebenprojekt von Hercules And Love Affair: Deep Red | 78s - Das Magazin für bessere Musik

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