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Múm vs. Borko: Where I end and you begin

Von Michael Fässler

Die fruchtbare Liaison zwischen dem deutschen Labelbesitzer Thomas Morr und der isländischen Musikszene geht in die nächste Runde. Borko ist das neuste Signing auf Morr Music. Er führt den musikalischen Weg fort, den die Labelgenossen Múm vor einem Jahr verlassen haben.

borkoAls die Múm-Sängerin Kristín Anna Valtýsdóttir letztes Jahr bekannt gab, die Band zu verlassen, um künftig mit ihrem Ehemann unter dem Pseudonym Avey Tare & Kria Brekkan zu experimentieren, erahnte man nichts gutes für das Künstlerkollektiv aus Reykjavik. Múm auch nach Abgang der Sängerin unter demselben Namen weiterzuführen, erschien ein mutiges Unterfangen, war doch Valtýsdóttirs fragiles Stimmorgan das zentrale Element, das jeden Múm-Song unverkennbar machte.

Die Befürchtungen bestätigten sich letztes Jahr mit dem ersten Múm-Album ohne Valtýsdóttir: Die einst bahnbrechende Band mutierte zum verwechselbaren Kunst-Kitsch-Outfit, dem jegliche Dringlichkeit abhanden gekommen ist.

Trotzdem ein guter Grund für alle Nostalgiker, eines der zwei Schweizer Múm-Konzerte dieser Woche zu besuchen, bietet deren Vorband. Björn Kristjánsson, ein etwas rundlicher, bärtiger Hornbrillenträger, der durchaus auch als Max Küng-Double Karriere machen könnte, knüpft mit seiner Klangkunst unter dem Pseudonym Borko nahtlos an frühere Múm-Zeiten an. Auf seinem heute erscheinenden Debut-Album “Celebrating Life” (Morr/Namskeio) schlachtet er sämtliche Island-Klischees aus, bricht diese aber gekonnt mit einer gesunden Portion Ironie. Borko, das ist erfrischender Instrumental-Freistil-Pop, der an keiner Stelle kopflastig wirkt. Gut so.

Borko – Shoo Ba Ba

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Múm & Borko live:

04. März 2008: Kaserne, Basel

06. März 2008 Fri-Son, Fribourg


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    Hymnos - In Wirklichkeit Gar Nicht Anwesend » Mund-Zu-Mund vs. Plakat-Propaganda (Múm - Go Go Smear The Poison Ivy)

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