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  • Wie José González im Holzfällerhemd

    Von    |   25. Februar 2008   |   0 Kommentare

    Singer/Songwriter, die mittels Stimme und spärlicher Instrumentierung ihre Sehnsüchte in die Welt hinaustragen, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wo sich aber andere Exponenten dieses Genres mit Vierspurrecordern hinter verschlossenen Türen abmühen, hat sich der Amerikaner Sam Amidon illustre Kollaborateure ins Boot geholt.

    Sam AmidonSam Amidon kann auf tatkräftige Unterstützung seines Labels Bedroom Community zählen. Das isländische Label sorgt seit geraumer Zeit mit tadellosen Releases experimenteller Musik für Aufmerksamkeit. Bei „All is well“ stand niemand geringeres als Labelboss Valgeir Sigurdsson himself hinter den Reglern. Sigurdsson, dessen Debutalbum „Ekvilibrium“ von der deutschsprachigen Presse letztes Jahr schmerzlich ignoriert wurde, hatte sich in Vergangenheit durch seine Arbeit mit Björk, Bonnie „Prince“ Billy oder CocoRosie einen Ruf über die Lavafelder hinaus gemacht.

    Die Bedroom Community hilft sich immer wieder untereinander aus, obwohl die musikalischen Hintergründe ihrer Mitglieder nicht unterschiedlicher sein könnten. Das New Yorker Neo-Klassik-Wunderkind Nico Muhly ist dieses Mal für die Orchestrierung zuständig, Avantgarde-Elektroniker Ben Frost programmiert hie und da eine Bassline. Dank ihnen und dem Produzenten Sigurdsson ist „All is well“ nicht einfach ein weiteres kleines, dummes Folkalbum, sondern eine veritable, vielschichtige Produktion, die nirgends zu üppig klingt. Das hilft vorallem dann, wenn Amidons Songs etwas repetitiv und beliebig zu klingen beginnen.

    So beglückt uns Sam Amidon mit zeitlosen, bescheidenen Folksongs, die wir wohl auch noch hören werden wollen, wenn Freak Folk längst in Vergessenheit geraten ist.

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