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  • 78s Motel: Subventionen für Graubünden-Rock

    Von    |   19. Januar 2008   |   3 Kommentare

    Rock – Fels. Davon gäbe es eigentlich genug in unserem östlichsten Kanton. Seien es die mächtigen Malmkalke des Helvetikums im Norden (von wo der Name des allseits beliebten Calanda-Bieres herkommt), die Penninischen Decken in der Mitte (von woher das Wasser kommt, mit welchem es gebraut wird) oder die tektonisch eigentlich schon zu Österreich gehörenden Einheiten des Ostalpins im Südosten; als Bündner ist man eigentlich ständig von Fels – also Rock – umgeben. Eine Bestandesaufnahme von Corsin Capaul* und Shimon Spitzhorn**.Shimon Spitzhorn: Rockmusik in Graubünden?

    Corsin Capaul: Ist dies (der viele Fels) also der Grund, warum hierzulande der immer dünner werdenden Besiedlung zum Trotz immer noch kräftig gerockt wird? Wir wissen es nicht und selbst die Experten tappen nach wie vor im Dunkeln.
    Tatsache ist aber, dass bei uns ein paar wenige Künstler beheimatet sind, welche regelmässig interessante Töne von sich geben. Tatsache ist auch, dass diese kleine aber feine Szene von öffentlicher Hand unterstützt wird – und das ist auch gut so. Ja ja, den Staat schlank behalten und so – schon gut, aber wir Bündner Rocker haben das echt verdient. Denn wir sind aktiv und die kleinen Zustupfe mit denen wir auskommen haben Frau Widmer-Schlumpf auch nicht daran hindern können unsere Staatsfinanzen zu sanieren.

    S.S.: Aber was macht ihr eigentlich?

    C.C.: Oh yeah, sorry. Zurück zum Kerngeschäft: Das Organ, über welches die hiesige Szene die öffentlichen Zuwendungen adsorbiert nennt sich vereinbuendnermusikszene oder kurz VBM. Erklärtes Ziel des VBM ist es, die Aktivität und den Austausch innerhalb der Bündner Musikszene zu fördern. Für einmal nicht berücksichtigt werden dabei die etablierten (was auch immer das heissen mag) Sparten Klassik und Volksmusik. Das ambitiöse Ziel (also Förderung des Austausches und blablabla) soll durch die regelmässige Organisation von Konzertveranstaltungen im ganzen Kanton erreicht werden.

    S.S.: Tönt alles furchtbar klug, aber was habt ihr vom VBM bis heute geleistet?

    C.C.: Also gut, Klartext:

    – Januar 2007: Gründung des VBM an der ersten ordentlichen Generalversammlung im Sunshine Pub, Chur.
    – März 2007: Kennenlern-Bowling
    – Mai 2007: Konzert mit Spinfire und The Pets in „The Lounge“ im Hotel Mundaun, Ilanz
    – August 2007: 3-tägiges Openair während des Churer Stadtfestes mit 19 Bands, 17 davon aus dem Kanton Graubünden. Die Einnahmen vom Getränkeverkauf werden auf die Seite gelegt und in diesem Jahr als zusätzliche Gagen ausgeschüttet.
    – Dezember 2007: Gemeinsames Nachtessen der Stadtfest-Helfer im Hotel Marsöl zusammen mit dem TriTeam Calanda, dem HC Poeckianer und dem Tamilenverein Chur (das sind die anderer Vereine, die bei der Openair-Organisation mithelfen).
    – 26.Januar 2008: Feier zum 1-jährigen Bestehen des VBM im Palazzo Südostschweiz. Konzert mit Gulliver, Nguru und The Capoonz.

    S.S.: Na dann feiert mal tüchtig. Aber lasst mir die ganzen Berge stehen, bitteschön!

    *Capaul (Name von der Redaktion geändert) ist Präsident des vereinbuendnermusikszene und spielt selbst Gitarre in der Elektro-Rock Band Gulliver.

    **Spitzhorn (Name von der Redaktion geändert) ist freierschaffender Journalist und schreibt hauptsächlich für unabhängige Rockermagazine in der Schweiz.

    > Illustration: Sarah von Blumenthal

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    3 Reaktionen

    1. #1 capeder

      14:35 Uhr, 23.1.2008, Link

      Wow, huara cooli Illu! ;)

    2. #2 sarah von blumenthal

      12:25 Uhr, 24.1.2008, Link

      oh, danke für die blumen – endlich mal ein feedback…!

    3. #3 David Bauer

      15:28 Uhr, 24.1.2008, Link

      ja, dieses feedback war überfällig!

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