Archiv für Januar 15th, 2008

Golden Globe für “I’m not there”

Vorgestern wurden die Golden Globe Awards als Pressekonferenz verliehen, ohne Stars und roten Teppich (der nominierte Schorsch Clooney etwa schaute sich daheim Bonanza an). Erste Preisträger war verdientermassen Cate Blanchett, als Nebendarstellerin im Bob Dylan Biopic “I’m not there”. Ironie made in Hollywood.

Zu sehen gibt es Cate und die anderen Dylan-Doubles ab Mitte Februar.


The Bianca Story: The Film – Exklusiv auf 78s

Langsam werden sie zur hardest working band in swiss show-business: The Bianca Story aus Basel. Das ist gut so, denn von dieser Band wollen wir mehr sehen. Jüngstes Machwerk ist ein sehenswerter Dok-Film, den wir in drei Teilen exklusiv auf 78s zeigen (ab 26. Januar ist er dann auch in Zürich an der Ausstellung von Bianca Story-Drummer Fabian Chiquet zu sehen). Der Film handelt vom Entstehungsprozess einer Band, was es braucht eine Band zu kreieren und zu inszenieren, vor allem aber auch von den unumgänglichen Schwierigkeiten, die eine Band bewältigen muss, wenn sie als Band vorwärts kommen will.

The Bianca Story: “30 Month Performance” (Teil 1)

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Dancefloor Rock’n'Roll

Weil sich Chikinki letztes Wochenende in der Schweiz  so richtig schön ausgepower’d hatten und sonntags nach dem Albani-Gig die verdiente Ruhepause von drei Tagen ordentlich begiessen wollten, trottete(l)n ein angeheitertes Grüppchen aus Indie-Geeks und anderen Mitläufern mit den Engländern durch das sonntägliche Winterthur zur letzten noch nicht versiegten Bierquelle. Nichts gegen den provinziellen Charme einer üblen Bar, solange man Chikinki im Tischfussball besiegen darf, aber eigentlich wünschen wir uns alle den Freitag in die Stadt…
Freitags kommt nämlich IDC ins Salzhaus an die New Rave Disko Action. Der Engländer DJ und Produzent hat in den letzten Monaten seine ersten Singles veröffentlicht und schon ganz schön viel Lob dafür erhalten. Ungeschliffen energetische Electro-Tech-Spielereien mit klassischer Rockdramaturgie walzen lokomotivengleich über den Dancefloor, sprich die Hybridformen zwischen Techno und Rock wurden letztes Jahr noch lange nicht ausgereizt… Auch IDC’s Partyreihe Dirty Weekend gehört anscheinend zu den momentan angesagtesten Parties in London, aber wer glaubt schon Mixmag oder NME. Besser kommt gleich selbst vorbei, wenn nämlich die Stimmung nur halb so geladen ist, wie letztes mal bei den Beetroots, dann verwandelt sich auch die sonntägliche Provinz freitags wieder zum dreckig schönen Wochenende. Wir verlosen 3 mal 3 GL-Plätzchen an alle Kommentierenden und Freitag morgen wird dann das Los entscheiden.
Rock On & Rave It Hard !

IDC – Akai Elvis (Corsair Records)

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IDC – Stomp (Corsair Records)

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Das erste 78s-Album ist da

Jedenfalls theoretisch. Die Blogpartei aus München hat uns ein sogenanntes Stöckchen hingeworfen, die Kettenbriefe im Blog-Zeitalter. Normalerweise sind diese Stöckchen stockdumm und gehören ignoriert, aber dieses hier ist eine Ausnahme wert.

Und das geht so: Man generiert sich per Zufallsauswahl einen Bandnamen, einen Albumtitel und ein Albumcover und setzt alles zusammen.

Bandname: Der Titel des Artikels, der bei Klick auf diesen Link erscheint.
Albumtitel: Die letzten vier Worte des letzten Zitats, das bei Klick auf diesen Link erscheint.
Albumcover: Das dritte Bild, egal was es zeigt, das bei Klick auf diesen Link erscheint.

Unsere Ausbeute: A Good Man is Hard to Find, Doesn’t Mean It’s Useless, Foto “Bridge” von Oriontrail

Ein echtes Frauenversteher-Album (ich bin kein Grafiker, wer Lust hat, aus den gegebenen Bestandteilen was anderes, schöneres zu basteln, ist herzlich eingeladen, dies zu tun):

Und weiter schicken wir das Stöckchen an Chefblogger Moritz Leuenberger und an den Aeschbi. Und weil’s thematisch so schön passt: an den Frauenblog fraulich.com.

Update (auf Anregung in den Kommentaren): Wer hat Lust, passende Musik zu diesem Album zu komponieren?


Coole Pop-Songs mit Sons and Daughters

Nachdem die Schotten von Sons and Daughters rechtzeitig auf Weihnachten ihren Song “This Gift” gestreut haben, ist nun die Vorab-Single “Darling” zu ihrem Album This Gift (Musikvertrieb) erschienen, das am 25. Januar folgen soll. Und eines ist heute schon so sicher wie das Amen in der Kirche: Das Album wird überschwenglich abgefeiert werden, denn es beinhaltet Hits, Hits und noch mehr Hits.

Als Schotten wissen Sons and Daughters nämlich, wie man coole Pop-Songs schreibt: die Melodien kommen wie aus dem Ärmel geschüttelt, doch ein schottischer Pop-Song hat mehr als eine sexy Melodie, er hat auch noch einen industriellen Post-Pop-Charme, eine unterkühlte Erhabenheit, eine schnodderige Nonchalance. Ein schottischer Pop-Song schreit nicht “hey, ich will gehört werden”, sondern er weiss, dass er gut ist, und er wartet darauf bis man selber zu schreien beginnt: “hey, ich will dich hören”. Und ein schottischer Popsong ist selbstverständlich auch tanzbar. In dieser Manier können das nur Schotten. Ob Sons and Daughters damit durchstarten werden, das ist ihnen zumindest mal zu wünschen.

Sons and Daughters – Darling

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Sons and Daughters – Gilt Complex

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Noch mehr British Sea Power

“Waving Flags”, die erste Single des kommenden neuen British Sea Power-Albums, haben wir euch gerade schon vorgestellt. Doch damit nicht genug. Das gesamt Album “Do You Like Rock Music?” (Rough Trade), das am Freitag in der Schweiz erscheint, steht beim allseits beliebten Luisterpaal zum Probehören bereit. Verdikt: Ein erstes Albumhighlight im noch blutjungen Jahr.

>Albumplayer


7 Dollar Taxi: “Wir bleiben vorerst in Europa”

Die Luzerner Band 7 Dollar Taxi bleibt trotz grossem Plattendeal in Japan schweizerisch bescheiden. Tizian, der Sänger der Combo, freut sich auf japanische Groupies.

Hallo Tizzy, glaubst du, dass das japanische Label Kurofune Records tatsächlich auf euch setzen wird oder euch bloss als Lückenbüsser aufgenommen hat?

Neben den grossen Bands auf dem Label wie “Shout Out Louds” oder den US-Emos “Mayday Parade” hat das Label auch schon einige kleinere Bands releast, die dann regelrecht gehypt worden sind mit eigenem Regal im CD-Laden und Konzerten in 3000er-Hallen.

Macht ihr jetzt die Musik zu eurem Beruf und zieht nach Japan?

Wir konzentrieren uns jetzt mal voll auf die Aufnahmen unseres neuen Albums und dann schauen wir weiter, was die Zukunft bringen wird. Wir bleiben vorerst in Europa.

Was erwartest du von den japanischen Fans?

Ui, da hab ich schon Sachen gehört…

Kurofune Records bringt euer Erstlingswerk “Come And Figure It Out” heraus. Ihr arbeitet aber wie du gesagt hast bereits an einem neuen Album. Wann bringt ihr die neue Scheibe auf den Markt?

Wir haben das Glück, nicht unter Druck zu stehen und uns so viel Zeit wie nötig zu lassen. Trotzdem hoffen wir, dass es vor dem Sommer fertig wird – dann gehen die Mixes raus an diverse Labels, vor allem in England und Deutschland. Aber wir könnten uns auch ein tolles Schweizer Label vorstellen.

7 Dollar Taxi – Red Lips (Bonus Track Japan Version)

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Robbie Williams streikt gegen “Plantagenbesitzer”

Beim Plattenmulti EMI geht derzeit einiges drunter und drüber. Schlechte Plattenverkäufe, ein nervöser und rigoroser Investor und Top-Manager, die nun über gut und schlecht befinden sollen. Vorgestern kam die Ankündigung, dass EMI bis zu 2000 Bands aus dem Programm werfen will und dass einige Top-Shots sich gegen ihre Plattenfirma auflehnen (Robbie Williams und Coldplay etwa). Heute soll bekannt werden, was wirklich dran ist an diesem musiklischen Kahlschlag dieser radikalen Portfolio-Bereinigung.

Der Guardian vermeldet, dass Robbie Williams nun streiken und vorerst kein neues Album erarbeiten will (ein Entscheid, der ihm nicht allzu schwer gefallen sein dürfte…). Der Kommentar des Guardian ist so bissig wie treffend.

“His [Robbie Williams'] latest manager, Tim Clark, perhaps unaware that few slaves were on an £80m, four-album deal with their masters, likened Williams’s record company EMI to a “plantation owner”.

Den ganzen Artikel gibt es hier: “Robbie goes on strike. World comes to standstill.” Lesen!

Das Vorgehen des neuen EMI-Besitzers Guy Hands wird in der englischen Wirtschaftspresse durchaus für vertretbar bis richtig gehalten:

- Times Online: “Guy Hands is right to set record straight at EMI”

- The Independent: “Hands seems to be getting it right at EMI”


Kurz und bündig

Zoot Woman: Neuer super-sexy Track bei Rcrdlbl zum Download (Video)

Cut/Copy: Neuer Track vom kommenden Album “So Cosmic” der Australier Disco-Kings: Lights & Music (Download)

Colour Revolt: Neue Single bei Stereogum: Indie-Rock mit Post-HC-Anleihen. Für Fans von Malajube:
Naked and Red

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British Sea Power: Neuer Song: “Waving Flags”. Zurücklegen für die EM 2008. Leider ohne Schottland. Neues Album: “Do You Like Rock Music”.
Wawing Flags

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Die Schwedischen Twee-Poper von Sambassadeur mit “Subtle Changes”. Schön!
Subtle Changes

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(Split-)Mp3 to go (Ladyhawk vs. Tyler Ramsey)

Laut versus ruhig. Laut: Ladyhawk, meine derzeitige Lieblingsband. Gut finden. In ihrem Namen steht zwar etwas von Lady, ihre Musik ist aber eher für das männliche Geschlecht bestimmt, zumindest, wenn man in Klischées zu denken pflegt. Ladyhawk spielen unprätentiösen Rock ohne Umwege. Die Band tönt nach Wald, Bart und Bier. Am 4. März erscheint ihre zweite CD

Ladyhawk – What You’re Saying I Don’t Always Know

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Ruhig: Tyler Ramsey, mein derzeitiger Lieblings-Singer/Songwriter. Gut finden. Sein Name erinnert mich an einen Autor. Auch Ramsey schreibt schöne Songs. Er hat die Melancholie und das Gitarren-Spiel mit der Muttermilch verabreicht bekommen. Und weil vorher etwas von Barthaaren erwähnt wurde: der Mann trägt einen wunderschönen Bart. Und wieder einmal muss betont werden: Männer mit Bart machen einfach die schönere Musik. Das ist Fakt. Heute erscheint das Album A Long Dram About Swimming Across The Sea. Ramsey ist übrigens am 13. März mit den ebenfalls Bart tragenden Jungs von Band of Horses im Zürcher Abart zu Gast. Freuen!

Tyler Ramsey – Long Dream

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