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  • Billy Joel ist zurück mit „Weihnachten in Fallujah“

    Von    |   3. Dezember 2007   |   14 Kommentare

    Der Mann weiss wirklich (immer noch) wie man aus Krieg Geld macht. In den USA gehören popkulturelle Reaktionen auf im eigenen Nest ausgebrütete Ungerechtigkeiten zum „Lebenzyklus“. Das soll wohl das schlechte (kollektiv-) Gewissen reinwaschen. Aber Billy Joel schiesst den Vogel nun endgültig ab. „Christmas in Fallujah“ ist Joels zweite Single seit seiner „Pensionierung“ 1994 und er hätte besser seinen Schnabel gehalten. Tut er eigentlich auch, denn er hat lediglich den Song geschrieben, Für Spiel und Gesang ist der Nobody Cass Dillon zuständig. Der 58-Jährige findet, dass seine Stimme nicht mehr das ist, was sie mal war, darum hätte er diesen Song nicht singen wollen. Schade, dass ihm niemand gesagt hat, besser auch das Songschreiben bleiben zu lassen. (via)

    Die schönsten Ausschnitte für euch im Schnelldurchlauf:
    – [..]There is no justice in the desert, because there is no god in hell […]
    – [.. ]They say Osama’s in the mountains, deep in a cave in pakistan […]
    – ab 2:40 tritt dann auch noch ein netter Soldaten-Background-Chor auf den Plan: „Hallelujah, Hallelujah, Hura!“
    Die Single „Christman in Fallujah“ erscheint am 4. Dezember.

    [flash]http://www.youtube.com/watch?v=an7v6I2Bruo[/flash]

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    14 Reaktionen

    1. #1 Der Gabriel

      23:51 Uhr, 3.12.2007, Link

      Billy Joel ist natürlich nicht toll. Soweit einverstanden.

      Aber jeder Antikriegssong muss gewürdigt werden. Es geht hier wohl nicht darum, irgendein schlechtes Kollektivgewissen reinzuwaschen, das ist von unserer Euro-Perspektive zu leicht gesagt. Das ist ein – wenn auch intellektuell bescheidener – Beitrag zu einem Diskurs einer tief gespaltenen Nation. Das sollten wir Outsider nicht einfach so vergessen.

      Ausserdem sind die Sätze nicht ganz so doof. Die Wüste ist seit jeher Sinnbild eines Gottlosen Ortes. Und das Lied wird ja aus der Perspektive eines einfachen Soldaten gesungen – also macht auch das zweite Zitat Sinn völlig Sinn (they say Osama’s… – obwohl er das wohl schon lange nicht mehr ist).

      Und die Soldaten am Schluss sagen „Hooahh“, nicht „hurra“ – das ist der Krieges-Kampfschrei der US-Soldaten. Ziemlicher Zündstoff in Zusammenhang mit Hallelujah, übrigens.

    2. #2 Drei Hurras für ein Hallelujah

      03:15 Uhr, 4.12.2007, Link

      Selten so gelacht. Wäre aber auch zu schön wenn man hierzulande Songtexte fremder Kulturen aus fernen Ländern (in diesem Fall: Amerika) halbwegs korrekt zu interpretieren wüsste. Aber Übersetzen will ja gelernt sein… Obwohl wenn es selbst die Profis kaum hinkriegen, sollte man von einem Hobbyblogger auch nicht allzuviel erwarten. Ach ja – und zum Thema aus Krieg Geld machen – der gesamte Profit geht an eine wohltätige Organisation zur Errichtung von Heimen und Pflegestationen für mittellose oder verwundete Veteranen aus Afghanistan und dem Irak. Aber auch recherchieren will gelernt sein.

    3. #3 Mathias Menzl

      09:13 Uhr, 4.12.2007, Link

      @der Gabriel: kaum kritisiert, schon in dieselbe Falle getappt? „Die Wüste ist seit jeher Sinnbild eines Gottlosen Ortes“. Sag das mal einen muslimischen Beduine. Von wegen Eurozentristische Perspektive.

      @drei Hurras bla…: danke für die Korrektur. …Long live the Benefiz-Gala-Spenden-For-Everything… and the hobby-bloggers natürlich!

    4. #4 Der Gabriel

      10:03 Uhr, 4.12.2007, Link

      @Mathias

      Ich meinte meinen Kommentar imfall nicht böse. Aber der Text ist doch aus der Perspektive eines einfachen Ami-Soldaten… und da wäre jede Nicht-Euro-Zentristische-Wüstenperspektive lächerlich. Oder nicht?

      @Drei Hurras: Dann lach doch, du Schlaumeierprofi. Wir können gerne einen Übersetzerwettbewerb veranstalten. Ich werde gewinnen, nur, dass das klar ist.

    5. #5 Mathias Menzl

      11:02 Uhr, 4.12.2007, Link

      @der Gabrie: easy, habs auch nicht so aufgefasst… Hobby-Blogger sind hart im Nehmen im Gegensatz zu Profi-Blogger aka Journalisten… ;)

      Hm, Song-Interpretationen-Wettbewerb im Zeitalter von Google sind irgendwie fragwürdig, aber trotzdem eine nette Idee. Wir machen uns mal auf die Suche nach einem Germanistik-Prof, der das für uns in die Wege leitet…. (Ralph: wann steht deine Dissertation an?)

    6. #6 Drei Hurras für ein Hallelujah

      13:48 Uhr, 4.12.2007, Link

      @Der Gabriel:

      Kommentare sind, dachte ich, für obigen Artikel gedacht? Wenn ich mich an deine Person adressieren möchte, mach ich das mit einem @ in deine Richtung, also konzentrier dich lieber wieder drauf Schönwetter mit Mathias zu machen. Vielleicht kannst du ihm ja auch Englischkurse geben, dann wird’s vielleicht beim nächsten Song was.

      @Mathias:

      Du verstehst die Songtexte nicht und unterstellst dem Songschreiber die Absicht vom Krieg finanziell zu profitieren, obwohl der Song eine non-profit Angelegenheit ist (was anscheinend noch verwerflicher ist). Was bleibt denn in deinem Posting noch so an Gehalt? Nichts, ausser der Absicht dein eigenes Gewissen zu beruhigen, in der Erkenntnis besser zu sein als die ganze amerikanische Bevölkerung mit ihrem Kollektivgewissen (Weltverschwörer alle miteinander). Gähn.

    7. #7 Mathias Menzl

      19:29 Uhr, 4.12.2007, Link

      @ drei Hurras: hab dir ja zugestanden recht zu haben und meinen fehler auch eingesehen. was willst du denn noch? soll ich mich kasteien, dabei filmen und das ganze auf youtube laden? was von meinem posting sonst noch bleibt? der news-gehalt vielleicht? ist ja nicht so, dass ich mit diesem eintrag die welt verändern wollte, wie du vielleicht annimmst. ansonsten: nimm dich, meine postings und die welt weniger ernst… sonst haben wir dann bald amerikanische zustände. Ausserdem, um auch noch etwas gehässig zu werden:woher willst du wissen, dass Joel keinen müden Rappen am Song verdient? weil du es im FAZ Feuilleton gelesen hast? oder besuchst du etwas denselben Lyrik-Kurs wie Joel? Ach ja: lass dir mal die schöne Sache namens „Ironie“ etwas näher bringen und „oute“ dich doch bitte, wenn du hier so auf Macker machst!

    8. #8 Der Gabriel

      19:56 Uhr, 4.12.2007, Link

      @Drei Hurras etcetera
      Sie sagen: «Wenn ich mich an deine Person adressieren möchte, mach ich das mit einem @ in deine Richtung».

      Ach so geht das? Und wo genau ist der Fehler? Deshalb hab ich ja ein @ an Ihre Richtung gestellt, um mich an Ihre Person zu wenden, weil ich Ihren Kommentar doch ein bisschen gar unwirsch und daneben fand. Obwohl ich inhaltlich nicht mal so ganz nicht Ihrer Meinung bin.

      Jetzt ganz tief durchatmen und drei Mal Hallelujah, Halleluha, Hurrah beten. Alles wird gut.

    9. #9 David Bauer

      21:15 Uhr, 4.12.2007, Link

      Grosses Kino hier. Wir werden im neuen Jahr einen 78Sekunden-Workshop in popmusikalischer Textexegese veranstalten. Mathias hat sich bereits als streitbarer Dozent zur Verfügung gestellt, der Gabriel wird als Experte dabei sein und wenn mit den Honorar-Verhandlungen alles klappt, werden wir auch Dr.Hofbauer in unserer Runde haben. Anmeldungen werden ab sofort angenommen unter exegese[ätt]78s.ch.

    10. #10 flobro

      02:19 Uhr, 5.12.2007, Link

      ja, lieber mathias, tu das! es scheint, als ob das einige leser sehen wollen: „soll ich mich kasteien, dabei filmen und das ganze auf youtube laden?“
      würde also auch gerne den herrn prof. dr. dr. dr. hofbauer bei der interpretation der menzel’schen textexegese unterstützen…… ;)
      freue mich auf das youtube-video von menzl, allerdings hoffentlich nicht zu derb, weil das wär der ganze scheiss nicht wert und trotz allen einwänden von irgendwelchen nicht wirklich mehr verstehenden engel-gabriels bleiben deine einträge zu unterhaltsam. wie immer man die auch auffassen will, oder kann…

    11. #11 Drei Hurras etcetera

      05:51 Uhr, 6.12.2007, Link

      @Der Gabriel:

      Ich verweise, was Unwirschheiten angeht, einfach nur auf Ihren Kommentar, in dem Sie mich noch gedutzt haben (denn wir siezen uns ja jetzt) und enthalte mich eines Weiteren…

      Hochachtungsvoll,

      Drei Hurras etcetera

      @Mathias

      Ja du schreibst ganz fabelhaft ironisch, du scharfzüngiger Teufel. Der Wortwitz, die Doppeldeutigkeiten, die lässig eingestreuten Anglizismen mit denen du so nonchalant retourkutschierst. Wie konnte mir das beim ersten Mal Lesen nur entgehen? Köstlich, gar köstlich, oh begnadeter Ironiker. Und apropos ernst nehmen… Wer sagt denn, dass ich mir nicht den Arsch ablache während ich Kommentare verfasse?

      Zu meiner Infoquelle: Die Howard Stern Show, 3. Dezember 2007. Dort hatte der Song seine exklusive US-Radiopremiere. Stern und Joel sind seit vielen Jahren eng befreundet, weshalb ihm auch die Ehre gebührte, und wer den Talk-Radio DJ kennt, der weiß auch welche Ausnahmeerscheinung er in der überwiegend durch Behörden regulierten amerikanischen Medienlandschaft darstellt. Stern ist vieles, aber ganz sicher kein käuflicher Kommerzkasper. An dem Wohl der jungen Männer und Frauen, die zum Verrecken ans andere Ende der Welt geschickt wurden, liegt ihm einfach zuviel, als dass er seine gute Stimme für eine schnelle Abzocke hergeben würde, das kann dir jeder gut informierte Amerikaner (ja, die gibt es, stell dir das mal vor – sogar mehr als du denkst) bestätigen.

      Da du aber so allwissend ein ganzes Volk (mitsamt Billy Joel, dem Schutzpatron des schlechten Kollektivgewissens) über einen Kamm scherst… Mal sehen, was mir so zur Schweiz einfällt. Gar nicht so einfach, was negatives über ein Land zu finden, das so unbeteiligt bleibt, während nebenan Völkermord betrieben wird. Wie heißt das nochmal, wenn man für niemanden aufsteht, seine Stimme erhebt oder Partei ergreift? Ach ja, neutral. Ist ja auch viel besser so, sonst kommt man vielleicht noch in Schwierigkeiten. Dann herrschen hier bald amerikanische Verhältnisse. Ne, da frisst man sich als neutrales Duckmäuschen lieber durch ein großes Rad Emmentaler und kommt erst raus, wenn der Sieger feststeht. Und mit dem freundet man sich dann an.

      Kein Wunder, dass man ein bisschen ungläubig schaut und zynisch wird, wenn man so vollgefressen über die Käserinde blickt und so’n komischer Amerikaner gegen den Krieg singt und so’n Benefiz veranstaltet.

    12. #12 Mathias Menzl

      09:56 Uhr, 6.12.2007, Link

      genau

    13. #13 Der Gabriel

      11:45 Uhr, 9.12.2007, Link

      verdammt, 1:0 für Drei Hurras. Aber den Übersetzungswettbewerb gewinn ich ;-)

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