Archiv für November 23rd, 2007

The Ultimate MC Battle Part V: Lyrik-Boxen

Hat eigentlich irgendjemand das SF Battle gesehen? Ich nicht. Als Entschädigung gibt’s morgen Samstag das fast einzige Schweizer Rap Battle mit Prestige-Charakter: The Ultimate MC Battle geht in die fünfte Runde und vereint wie immer Battle-Grössen aus allen Teilen der Schweiz. 16 Regionalhelden treten an, zu den Favoriten zählt Meister Experte MQ und Vitus aus Bern, Hans Nötig aus dem Aargau, Zitrale aus Basel sowie natürlich Vorjahressieger LIV aus dem fernen Bündnerlande. Hier ist man leicht anderer Meinung.


78sTV: Lofidogma mit Brother A (The Circle Brothers)

Die strategische Partnerschaft von 78s und Lofidogma geht in die dritte Runde. Diesmal hat sich Brother A aka Alban Ringli aka ein Drittel von The Circle Brothers, den 9 eisernen Regeln des Dogmas unterworfen und in den Sound Development Studios den Song “Polar Angel” aufgenommen. Nach den Aufnahmen von Puts Marie und Tim & Puma Mimi, die wir bereits begleitet haben (zum Archiv), stilistisch wieder etwas komplett anderes: Whiskeyesker Dark-Country made in Downtown Switzerland.

> Brother A (Alban Ringli) – “Polar Angel” (Lofidogmatic)

Wobei das mit dem Whiskey so eine Sache ist, wie wir im Interview mit Alban Ringli erfahren haben. Denn um nach Whiskey zu klingen, braucht er Bier. Wenn er echten Whiskey für seine Aufnahmen beizieht, dann klingt das Resultat – irgendwie klebrig. Aber hört (und seht) selbst:


YouTube Direktlink


Hot Hot Heat – Tickets zu gewinnen

Hot Hot Heat sind an dieser Stelle schon öfter mal schlecht weggekommen. Angesichts ihrem aktuellen Album Happiness LTD auch zurecht. Weichgespühle in Stadion-Rock-Format und so aufpoliert wie ihre Presse-Fotos. Wer keine Ecken und Kanten hat, der braucht dicke, fette Melodien, Songs so gross wie das Portemonnaie des Majors im Hintergrund. Hot Hot Heat hatten diese Songs einmal, anno 2002. Das Album “Make Up The Breakdown” war ein solches Album, auch schon hochglanzpoliert für die Massen, aber halt voll von grossen Melodien für Millionen. Mal schauen was sie davon live noch drauf haben.

>>> Wir verlosen 3×2 Tickets für das Konzert in der Luzerner Schüür vom 26. November. Frage: Auf welchem Label erschien das beste Album der kanadischen Band? Antworten an info[ät]78s[punkt]ch
Wie gut sie früher waren und live hoffentlich immer noch sind, könnt ihr hier nachhören:

Hot Hot Heat – Bandages

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Kuschelrock in Basel – heute Abend

Die Bands würden mich für diesen Titel in Stücke reissen. Ist ja nur, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und ganz falsch ist er eigentlich nicht, wenn man ihn positiv auslegt. Heute Abend zu sehen in der Kuppel in Basel: Blush, Whysome und Hogni Lisberg. Das ist zweimal grosses popmusikalisches Gefühlskino und einmal färinger Singer/Songwriter-Kunst vom Allerfeinsten. Wir werden da sein.

Auch für die, die heute Abend nicht dabei sein können, haben wir was. Wir verlosen zwei Packages mit allen drei aktuellen Alben der Bands. Einfach ganz nett bitte sagen.


Des Teufels weibliche Stimme

Punk und Blues sind Männerdomänen. Das ist die Regel. Beat The Devil bilden da die regelbestätigende Ausnahme. Eine Frau, die so angsteinflössend und gleichzeitig betörend singen kann wie Shilpa Ray, gibt’s schlichtweg nicht. Auf Shilpa Rays Organ wird wohl selbst Nick Cave neidisch sein.

Die Presse überschlägt sich mit Superlativen, wenn es um Beat The Devil geht. “Das beste Live-Erlebnis einer New Yorker Band” schreibt das Time Out Magazine, und das Spin Magazin beschreibt die Musik wie der erste Schlag ins Gesicht. Na ja, so blutig und schmerzhaft ist die Angelegenheit keineswegs. Beat The Devil kommen ohne schmetternde Gitarren daher, dafür mit einem besänftigenden Harmonium. Trotzdem “rocken” sie mehr als manche Bands mit zwei oder noch mehr Gitarren.

Beat The Devil – Plea Bargain

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Beat The Devil – Shine in Exile

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MP3 to go (Brooklyn strikes again)

Ich war noch niemals in New York, doch ich höre in letzter Zeit dermassen viel Musik aus Brooklyn, dass ich da fast schon zu Hause bin. Irgend etwas Gutes muss in diesem Stadtteil im Moment in der Luft liegen, so viel Kreativität findet sich selten auf einem Haufen: Der ganze Animal Collective-Kuchen, die gestern hier vorgestellte Julianna Barwick, die neue Überband Yeasayer… Oder Oakley Hall, die gar nicht allzu weit von selbigen entfernt sind. Ihr neues Album “I’ll Follow You” ist vor kurzem erschienen.

Oakley Hall – “Alive Among Thieves”

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Auf Walfischjagd mit The Checks

The Checks sind eine der jungen, stürmenden und drängenden Antworten auf die verstaubte Frage nach der Zukunft des Rock’n'Rolls. Auf ihrem Debütalbum “Hunting Whales” (SonyBMG, erscheint heute), begibt sich die Band aus Auckland, Neuseeland, in Gefilde, die beispielsweise Mando Diao vor wenigen Wochen mit ihrem jüngsten Werk noch erfolgreich verlassen haben. The Checks bedienen sich aber nicht in erster Linie wie die Schweden bei den Beatles, sondern holen ihre Inspiration oftmals auch bei Led Zeppelin oder The Veils ab. Kratzbürstiger Gesang, aufgeblasene Melodien und eine ungestüme Rock’n'Roll-Attitüde sind ergo die Markenzeichen der Checks.

Das äussert sich in wilden Gitarrenexzessen wie auf “See Me Peter”, in zerfetzenden Rückzügen in die Retro-Rock-Garage auf “Take Me There”, in bewusst ruhigen Momenten wie im tristen “Memory Walking” und das gipfelt im Urschrei auf “What You Heard”. Inbrunst trifft auf Wut. Jugendliche Unbekümmertheit auf einen ausgeprägten Sinn für Melodien. Und psychedelisches Schweben auf rohes Gedresche.

Und damit scheinen The Checks vieles richtig gemacht zu haben, wie ein kurzer Blick auf ihre Bandgeschichte zeigt: Bereits vor zwei Jahren wurden sie von Michael Stipe eingeladen, ein paar Shows für R.E.M. in Neuseeland zu eröffnen. Dreht man das Rad der Zeit noch eine Spur weiter zurück, so landet man im Jahr 2003, wo alles seinen Ursprung genommen hat. Von einer Schülerband mit regionalem Einfluss wuchs man zu lokalen Helden heran. Die Tourneen wurden länger, die Reisen weiter. Bis Michael Stipe und das britische NME an die Türe klopften…