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  • Lust Lust Lust mit The Raveonettes

    Von    |   18. November 2007   |   4 Kommentare

    Rave mit dem Präfix Nu oder New ist ja in aller Munde. Da kommen die Raveonettes gerade richtig mit ihrem neuen Album Lust Lust Lust (Vö, 23.11.). Falsch gedacht, denn mit New Rave haben die Raveonettes so ziemlich gar nichts am Hut, abgesehen vom Wortstamm natürlich.

    [Achtung, Schulunterricht] Was heute mit „Rock on“ bezeichnet wird, nämlich die unmissverständliche Herausforderung zu lauter Rock-Musik gewaltig abzufeiern, das wurde in den 60er Jahren mit dem Ausdruck „Rave on“ ausgedrückt. Diese Redefigur rührt vom US-amerikanischen Rock’n’roller Buddy Holly her, und sollte 40 Jahre später zwei unscheinbaren dänischen Musiker als Inspiration für ihren Bandnamen dienen und darüberhinaus natürlich auch als Englische Szenebezeichnung. Die Endsilbe „ettes“ ist als Hommage an die Girl-Rock-Bands der 60er wie zum Beispiel die The Marvelletes zu verstehen. [Damit endet der Schulunterricht]

    Die Raveonettes haben ein wirklich gutes und irgendwie auch innovatives erstes Album aufgenommen („Chain Gang of Love“) mit einer noch besseren Prä-EP („Whip it On“). Ihr 60ties Retro-Sound, verstärkt mit der dazugehörigen Ästhetik und gemischt mit Lo-Fi Garage, schwamm elegant auf der Strokes-Welle mit. Wobei, eigentlich handelte es sich eher um eine Nebenwelle, denn The Raveonettes waren cooler, schicker, originärer, weniger angepasst und darum auch nicht so erfolgreich. Danach sind sie etwas aus dem Fokus verschwunden, auch weil ihr Nachfolger-Album eher langweilig ausfiel und andere Genre-Hypes in den Mittelpunkt rückten.

    Nun, da Retro-Rock nicht mehr der neue heisse Scheiss ist und der Sättigungsgrad längst die Klimax überschritten hat, gibt’s wieder mehr Platz für solche Bands, vor allem auch, weil man heuer eher dem New Rave überdrüssig ist.

    The Raveonettes – Dead Sound
    [audio:http://download.stereogum.com/mp3/The%20Raveonettes%20-%20Dead%20Sound.mp3]
    (via)

    4 Reaktionen

    1. #1 Der Gabriel

      15:38 Uhr, 18.11.2007, Link

      sehr schön geschrieben, und guter schulunterricht auch, merci! love this blog!

      nur ein einwand: call me a mainstream-bastard, aber imho ist «pretty in black» nicht langweilig. songs wie «love in a trashcan» rocken einfach und die kann ich immer wieder anhören :)
      der neue song tönt super. werd ich besorgen.

    2. #2 Mathias Menzl

      20:03 Uhr, 18.11.2007, Link

      jo, der ist in der tat gut, aber das album ist meiner meinung nach ein laues lüftchen im vergleich mit der „Whip it on“-EP…

    3. #3 Jimmy Lightning

      21:34 Uhr, 18.11.2007, Link

      Klingt sehr fein. Klingt nach den Beach Boys im 21. Jahrhundert.

    4. #4 DerZensor

      21:40 Uhr, 18.11.2007, Link

      Lust Lust Lust ist einer der 10 besten Platten dieses Jahres.

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